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iBooks 2: 350.000 Downloads in den ersten 3 Tagen

Wer dachte, dass einer Keynote Apples, auf der keine neue Hardware vorgestellt wird, eher an der Öffentlichkeit vorbeigeht, wird nun eines besseren belehrt. Laut Global Equities Research, die die Verkäufe via Apples iBook-Store mit einem Tracking-System, über das sie keine näheren Auskünfte erteilen, verzeichnete der renovierte eBook-Store des Unternehmens aus Cupertino in den ersten 3 Tagen seines Bestehens ca. 350.000 kostenpflichtige Downloads. Auch die OS-X-App iBooks author ist mit bisher 90.000 Downloads gut nachgefragt.

Sollten diese Zahlen stimmen, wäre das ein phänomenaler Start für Apples ambitionierten eBook-Pläne. Apple will mit dem generhalüberholten iBooks 2 die Verwednung von eBooks im Bildungssektor etablieren. Neben der Verbesserung des Bildungssystem, das auf diesen Wege erreichbar wäre, darf man die finanziellen Aspekte – sowohl für Apple als auch für die Fachbuch-Verlage – nicht außer Acht lassen.

Verloren die Fachbuchverlage bisher beim eBook-Verkauf bisher in der Vertriebskette 35 % des Gewinnes, so wird davon ausgegangen, dass Apple lediglich die üblichen 30 %. 5 % klingen nicht nach viel, bei 350.000 Büchern in 3 Tagen kommt allerdings einiges zusammen. Zudem sollen Apples iBooks-Fachbücher über kurz oder lang einen Großteil der klassischen Fachbücher an Schulen und Universitäten ersetzen.

Sollte dies gelingen, so bieten sich hier große finanzielle Potentiale. Zum einen betragen die Herstellungskosten eines eBooks nur ca. 20 % der der “klassischen” Variante. Außerdem ist es bisher vor allem an Schulen üblich, dass Textbücher von Schülern mehrfach über viele Jahre benutzt werden. Nutzen diese Schüler jedoch eBooks, so muss einjeder sein eigenes Buch kaufen. So wird der Umstand, dass die elektronischen Fachbücher bei Apple höchstens $ 14,99 kosten, schnell wieder ausgeglichen. Zudem könnte der günstige Preis weiter zu hohen Verkaufszahlen und somit zu mehr Umsatz für Apple und die Verlage führen.

Die Zahlen wurden von Apple noch nicht bestätigt. Sollten sie aber auch nur im Ansatz wahr sein, ist dies ein Indiz dafür, was für einen Erfolg Apple langfristig auf dem Markt für Fachbücher haben kann. Es stellt sich jedoch die Frage, ob dieses Anfangsmomentum weitergetragen werden kann. Zum einen wird es schwierig, Eltern von Schulkindern von einem System zu überzeugen,  bei dem die Weitergabe von Büchern nicht möglich ist und die Kosten für die Bücher von den Eltern selber getragen werden müssen. Außerdem ist für die Nutzung der Bücher ein iPad nötig, was an und für sich eine nicht unbeträchtliche Investition darstellt.

Ob Apple sich langfristig auf diesem Markt erfolgreich behaupten kann, wird wohl nur die Zukunft zeigen.

Was ist mit euch? Wären Fach- und Lehrbücher auf dem iPad für euch eine Alternative?

 

Quelle: AllThingsD


4 Kommentare

  1. Mcih persönlich würde es wundern wenn die Zahlen vorlegen würden die zwei Jahre alt sind.
    Den iBook Store gibt es nämlich schon seit 2010. Und seitdem auch die eBook-Verkäufe.

    Der Satz müsste also heissen: “iBooks recht etabliert. Seit Freigabe des neuen Updates wurden innerhalb von 3tagen ganze 350,000 kostenpflichtige Bücher heruntergeladen.”

    Nebenbei glaube ich kaum das Apples Ziel funktioniert. Die US-Schulen sind nicht finanziell besser aufgestellt als die europäischen. Was bedeutet das sich 70% keine iPads werden leisten können. 29% werden sich fragen ob es sich lohnt zu riskieren iPads klauen zu lassen oder auf dem Schulhof kaputt hauen zu lassen. Und die restlichen 1% sind Privatschulen die das Geld haben.

    Also die Idee ist gut, aber wie bei Apples erstem PDA viel zu früh,.

  2. Hallo Leute,also ich finde die Möglichkeit ein iPad durch Schulbücher zu ersetzen keine schlechte idee,die Schüler würden bestimmt im Unterricht mehr Freude entwickeln und die einsatzmöglichkeiten des iPad’s währen größer wie bei Büchern,der einzigste Wermutstropfen wäre der hohe Anschaffungspreis und das währe für viele Familien ein Problem dieses ihren Kindern zu ermöglichen.leider!
    MfG

  3. Naja, die Argumente sind teilweise richtig @DAMerrick. Ob ich jedoch 10 und mehr Schulbücher (auch in den Staaten) kaufen muss um für jedes Fach ausgerüstet zu sein, oder mir ein iPad anlege. Im Endeffekt kommt es kostentechnisch aufs gleiche raus.

    Die Problematik an der ganzen Sache wird wohl die sein, dass wenn man das iPad letzendlich in der Schule als Medium einsetzt, es den Schülern auch während des Unterrichts ermöglicht “andere Sachen” mit dem Gerät zu machen, die nichts mit dem Lernen gemein haben. Chatten, Online sein, etc. etc. Hier wäre ein Steuergerät, dass den Lehrern die Einschränkung erlaubt, von Nöten, was technisch wohl nicht zu realisieren ist. Dann eher den Funkempfang in der Schule mit Störsendern unterbieten.

    Probleme, die sich in der Nutzung auftuen ohne eine Lösung dafür zu haben. Naja, man denkt ja auch nur bis zum Kassenklingeln, der Rest ist einem egal.

  4. Nachdem ich mir vor kurzem mein erstes richtiges eBook gekauft habe bin ich der Meinng, dass an diesem Markt kein Weg vorbeiführt und Apple in Zukunft noch viel größere Zahlen verzeichnen kann.

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