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Apples „Unboxing-Raum“: Intensiver Test der Produktverpackung [Inside Apple]

Jeder, der bereits eines von Apples Produkten käuflich erworben hat, weiß, dass die Freude an dem neuen Gerät schon bei der Verpackung anfängt. Sie ist schlicht, effizient und sieht noch dazu gut aus. Es dürfte keinen überraschen, dass Apple sich viele Gedanken um die Art der Verpackung seiner MacBooks, iPods und iPads macht. Aber die Tatsache, dass im Firmensitz ein ganzer Raum nur dem Test des „Unboxing“-Vorgangs dient, zeugt schon von dem immensen Aufwand, der in die Verpackung der iDevices investiert wird.

Die Geschichte des „Unboxing-Raums“ stammt aus einer Vorabkopie von Adam Lashinskys Buch Inside Apple, das dem Leser einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen des Apple Hauptquartiers in Cupertino gibt. Die Kopie wurde der Internetseite Networkworld.com (engl.) zur Verfügung gestellt.

Apples Produkte sind bis ins letzte Detail durchdacht. Die Firma macht dabei auch vor der Verpackung nicht Halt. Und so existiert irgendwo im Firmenkomplex in Cupertino ein einzelner Raum, in dem die Mitarbeiter sich nur damit beschäftigen, den Vorgang des Auspacken der iDevices zu perfektionieren. Lashinsky schreibt in seinem Buch:

To fully grasp how seriously Apple executives sweat the small stuff, consider this: For months, a packaging designer was holed up in this room performing the most mundane of tasks – opening boxes.

Der Aufwand, der in die Verpackungstests fließt, macht Sinn. Die kleine, unscheinbare Box stellt den ersten Kontakt dar, den der Kunde mit seinem neuerworbenen iDevice hat. Im Grunde beginnt die Interaktion zwischen Kunde und Gerät doch mit dem Öffnen der Verpackung. Dementsprechend viele Gedanken machen sich die Entwickler der Verpackungen. In dem Buch heißt es weiter:

One after another, the designer created and tested an endless series of arrows, colors, and tapes for a tiny tab designed to show the consumer where to pull back the invisible, full-bleed sticker adhered to the top of the clear iPod box. Getting it just right was this particular designer’s obsession.

What’s more, it wasn’t just about one box. The tabs were placed so that when Apple’s factory packed multiple boxes for shipping to retail stores, there was a natural negative space between the boxes that protected and preserved the tab.

Lashinsky beschreibt hier den immensen Aufwand, der in die Entwicklung der Markierung zur Öffnung der iPod-Verpackung investiert wurde. Die Detailversessenheit in Bezug auf die Produktverpackung reflektiert die Sicht von Steve Jobs und Jonathan Ive auf das Thema. In Jobs Biographie von Walter Issacson wird diese verdeutlicht:

„Steve and I spend a lot of time on the packaging,“ said Ive. „I love the process of unpacking something. You design a ritual of unpacking to make the product feel special. Packaging can be theater, it can create a story.

Wenn ihr euch also das nächste Mal ein Apple-Gerät kauft, nehmt euch einen Moment, um den Aufwand , der investiert wurde, um euch das Unboxing so angenehm wie möglich zu machen zu honorieren.

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10 Kommentare

  1. …und da kann man gegen Apple sagen was man will: die Verpackungen sind wirklich einmalig!!! Etwas Vergleichbares habe ich in diesem Segment bislang noch nicht erlebt.

  2. Ai ai ai.. Ich mag es solche Sachen auszupacken =D

  3. Allein schon der unverwechselbare Duft :-) leider riecht man ihn auch in letzter zeit auf messen. Vll liegt es auch an den ganzen iDevice vorführgeräten ;-)

  4. Bei Apple ist halt alles rundum durchdacht. Und das schöne daran ist das es nicht nur ein Event ist das Gerät auszupacken, nein auch das Kribbeln dieses Gerät erstmals in betrieb zu nehmen ist immer wieder ein gutes Gefühl.
    Ich würde auch nie auf die Idee kommen eine Verpackung eines Apple Gerätes einfach zu entsorgen.

  5. das sind eben so kleinigkeiten die appel ausmacht! durchdacht ohne ende und raffiniert dazu. ich sammle auch alles an verpackung von dennen es ist einfach was besonderes :D (okay hät ich jetzt nen schrank mit voll müsst man sichs doch überlegen :P)

  6. Wenn das produkt einen zwanziger günstiger wäre, würde mir eine einfachere Verpackung reichen.

  7. Kann mich nur anschließen… Das „unboxing“ der Geräte ist schon ein Highlight für sich, finde es auch immer wieder faszienierend wie stabil die Kartons sind. (iphones z.b), aber auch ich würde lieber 20€ weniger zahlen und eine weniger faszinierende Hülle in Kauf nehmen. ;)

  8. Mal ganz ehrlich. Wer sich auf sein erstes erworbenes iDev freut und die Box im Händen hält und die stabile Verpackung spürt, dem sind die 20€ letzten Endes auch egal. Denn, er/sie konnte sich schließlich ein solch teures Gerät leisten. So ging es mir zumindest. Wem es egal ist, der kann sich auch einen 0 8 15 mp3 Player oder Handy kaufen und mit der spartanischen Verpackung vorlieb nehmen.
    Mir gefällt’s jedenfalls :-)

  9. Ehrlich gesagt ist mir die Verpackung scheißegal. Der Inhalt zählt.

  10. Banster – ich möchte dich sehen wenn du dir ein neues -was auch immer du kaufst und nach dem bezahlen wirft dir der verkäufer das ding auf den tresen und dreht sich um und mailt seiner flamme wie sehr sie ihm abgeht. nicht nur die verpackung auch das wie und wo ist entscheident. wer kauft ein gerät das statt 1750,- nur 1600,- kostet beim kiosk der vielleicht noch windschief in der fußgängerzone steht??

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