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Populäre Spiele Apps wie Angry Birds liefern sensible Nutzerdaten an die Geheimdienste NSA und GCHQ

Anlässlich des heutigen Europäischen Datenschutztages sind die Diskussionen rund um Spionage-Aktivitäten der NSA und weiteren Geheimdiensten wieder am brodeln. Am Montag gaben die New York Times, der britische Guardian und ProPublica bekannt, dass populäre Spiele Apps wie beispielsweise Angry Birds sensible Nutzerdaten an die NSA und den britischen Geheimdienst GCHQ weiterleiten. Die Informationen stammen aus streng geheimen Unterlagen, die  der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden jüngst übergab. 

NSA Affäre

NSA und GCHQ machen auch vor Spiele-Apps keinen Halt

Aus den Berichten der Medien geht hervor, dass die NSA und der GCHQ nicht nur Informationen über den Smartphone-Typ und die Bildschirmgröße, sondern auch über das Geschlecht, Alter, den Aufenthaltsort und teilweise sogar über die sexuelle Orientierung der Nutzer herausfiltern kann. Dabei nutzen die Geheimdienste diverse Sicherheitslücken innerhalb der Apps und auch sozialen Netzwerke, die ebenfalls betroffen sind, aus. Die aktuelle Snowden-Enthüllen ist allerdings nur ein weiterer Mosaikstein in einem undurchsichtigen und ziemlich komplexen Bespitzelungssystem.

Wer nun empört über die Meldung ist und die Angry Birds alsbald von seinem Smartphone verdrängt um sich aus der „Affäre“ zu ziehen, dem wird auch geraten ab sofort auf die Dienste des Suchmaschinen Riesen Google gänzlich zu verzichten. So existieren bereits gewaltige Datensammlungen von Ortsbestimmungen über die Google Maps, welche vom britischen Geheimdienst GCHQ erhoben wurden. Laut der New York Times ist das gesamte Ausmaß der über Spiele Apps, Geo-Maps und mobile Werbung  „gewonnenen“ Personen Daten nicht vollends bekannt. Allerdings können Fragen wie etwa: “ Wo hielt sich die Zielperson während des Zwischenfalls auf?“ und „Wohin ist die Zielperson aktuell unterwegs?“ recht einfach beantwortet werden.

Während US Präsident Barack Obama den bereits andauernden Cyber-War der NSA, wenn überhaupt, nur beiläufig am Rednerpult erwähnt, kämpfen Apple, Microsoft, Facebook und weitere Tech-Firmen seit geraumer Zeit schon für ein Ende des willkürlichen Sammeln von Daten seitens der NSA. Einen kleinen Sieg konnten die fünf populären Techfirmen im Kampf für mehr Transparenz bei der NSA bereits einfahren. So wurde heute bekannt, dass Facebook, Google, Microsoft, LinkedIn und Yahoo ab sofort NSA Anfragen und Informationen über die Anzahl der Auswahlkriterien veröffentlichen dürfen. Die Kriterien an sich sollen jedoch weiterhin geheim bleiben.

Die Reaktionen der Nutzer im Hinblick auf die Bekanntgabe der NSA Bespitzelungen fallen recht unterschiedlich aus. Angefangen bei Empörungen über recht amüsante „Verschwörungstheorien“ ist einiges dabei. So wird aktuell mit dem gewissen Sinn für Humor intensiv geforscht, welcher der lustigen bunten Angry Birds wohl das schwarze Schaf sei und die Nutzer-Informationen weiterleitet.

via Spiegel.de

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3 Kommentare

  1. Wenn ich die veröffentlichten Dinge richtig deute, dann ist Eure Überschrift und auch der Artikel in Teilen nicht zutreffend. Es sind nicht die Spiele oder Apps die die Daten der NSA/GCHQ „liefern“. Vielmehr ist es so das diese Apps, wie auch eine Vielzahl anderer, Daten ihrer Nutzer über das Internet an ihre Entwickler/Publisher senden. Dieses machen viele „kostenlose“ Anwendungen, denn der Nutzer stellt in der Regel mit der Installation diese Daten der App zur Verfügung. So wird man doch häufig gefragt ob eine App auf den Standort oder auf das Telefonbuch/Kontakte zugreifen darf. Kostenlos heißt ja nicht das man nicht zum Beispiel mit Daten(Informationen) für eine App „bezahlt“.
    Dieser Umstand wird nun von den Nachrichtendiensten NSA und GCHQ ausgenutzt in dem sie die Datenströme vom Anwender hin zum Entwickler/Publisher anzapfen und sich daraus bedienen. Also ist die Darstellung das die Apps die Daten an die NSA/GCHQ liefern falsch. Die Daten werden auf dem Weg zu ihrem Ziel umgeleitet bzw. kopiert, und landen auf diese Weise in den Netzten de Nachrichtendienste.

  2. Michael Kammler

    Die Darstellung ist meines Erachtens nach keinesfalls falsch, sondern untermalt deine Aussage entsprechend. Es werden Sicherheitslücken genutzt um an die sensiblen Informationen zu gelangen. Es liegt dabei die Vermutung nahe, dass vorrangig klaffende Lücken im Informationskanal zwischen App und Publisher genutzt werden.

    Die zweite Sache bezüglich den gratis Apps, wie beispielsweise der kostenlosen Taschenlampen App aus dem Android-Lager, welche Nutzerdaten im mehrstelligen Millionen Bereich im Hintergrund mit trackte, die nicht im entferntesten etwas mit dem Funktionsspektrum gemein hatten, stellte eine weitere Problematik dar. Hier verdienen die „grauen“ Entwickler-Schafe mit dem Verkauf der Nutzerdaten eine solide Stange Geld. Das ist im Kehrschluss der Preis für die kostenlose Anwendung, den die Nutzer zahlen.

    MfG Michael

  3. Man kann sich aber auch anstellen, ich finde das meine Daten in den Händen von Apple sich sind. Apple hat ja schließlich bestätigt das sie keine Daten an der NSA weiter geben.