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USA: „Kill Switch“-Zwang wird in Kalifornien Gesetz

Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown hat den Gesetzesentwurf SB-962 unterzeichnet. Damit wird es im kommenden Jahr als Gesetz in Kraft treten. Es regelt, dass Kommunikationsgeräte, die über ein Handynetz agieren, einen „Kill Switch“ haben müssen, damit sie Dritte unbrauchbar werden, falls sie als gestohlen gemeldet werden.

Der Gesetzesentwurf wurde erstmals im März 2014 eingebracht und schließlich Anfang August vom kalifornischen Senat abgesegnet. Gestern hat Gouverneur Jerry Brown das Gesetz unterzeichnet, sodass es im Juli 2015 in Kraft treten kann. Das Gesetz sieht vor, dass Handys und damit auch Smartphones über eine Vorrichtung verfügen müssen, die sie im Falle eines Diebstahls für andere Personen unbrauchbar machen. Der Initialzünder für den Gesetzesentwurf ist das zunehmende Problem mit gestohlenen Smartphones in US-Großstädten wie San Francisco und New York. Ist ein Handy einmal als gestohlen gemeldet, darf es außer vom rechtmäßigen Eigentümer nicht mehr freigeschaltet werden können.

Das Inkrafttreten dieses Gesetzes bedeutet, dass Smartphone-Hersteller, die ihr Gerät in Kalifornien verkaufen möchten, eine solche Funktion implementieren müssen. Dies würde vor allem auf Android und Windows Phone zutreffen, denn das iPhone hat seit iOS 7 eine solche Sperre. Via „Mein iPhone finden“ kann es deaktiviert werden und ist somit quasi nutzlos, da das Betriebssystem nicht überschrieben werden kann und eine Freischaltung ausschließlich mit der Apple-ID erfolgen kann, die es gesperrt hat.

Aufgrund des Gesetzes darf damit gerechnet werden, dass andere Smartphones in Zukunft auch außerhalb der USA mit einem solchen „Kill Switch“ ausgestattet werden.

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Ein Kommentar

  1. Sinnvoll, aber ich wage zu bezweifeln, dass sich das nicht irgendwie umgehen lässt (Jailbreak und Co.)