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Mobil ins Internet mit einem Surfstick

AirPlay USB StickDas Internet ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken: Wir teilen uns überall mit, wollen Informationen nachschlagen oder uns unterhalten lassen. Ungünstig ist da, wenn man auf dem Trockenen sitzt, weil kein WLAN in der Nähe ist. Ein Surf-Stick schafft Abhilfe.

Wir alle kennen diese Situation: Man ist unterwegs mit dem Laptop und hat kein WLAN. WLAN-Hotspots sind in Deutschland eher rar gesät – aber das ist ja kein Problem: Mobilfunk macht’s möglich. Weniger schön ist da, dass der Akku des Handys nicht allzu lange durchhält und gemäß Murphys Gesetz dazu neigt, im ungünstigsten Moment den Geist aufzugeben. Abhilfe schafft da ein Surf-Stick – klein und handlich, per USB an den Laptop angeschlossen und schon kann es weitergehen. Die Auswahl an Surf-Sticks ist hierbei enorm – genauso wie die funktionalen Unterschiede.

Mehr als nur surfen

Ein Surf-Stick im klassischen Sinne hat genau eine Aufgabe: Man schließt ihn per USB an den Laptop an, der Stick verbindet per UMTS oder LTE mit dem Internet und der Laptop kann ins Internet. Das ist trotzdem nicht mehr Stand der Technik, mittlerweile bieten die meisten Surf-Sticks viel mehr Funktionen. Beispielsweise kann man mit einem solchen Stick auch per Hotspot andere Geräte mit Internet versorgen. Das wäre von der Sache her auch mit dem Laptop möglich, der dank Surf-Stick seine WLAN-Funktion nicht benötigt, ist aber relativ aufwändig in der Konfiguration.

Auf die Geschwindigkeit achten

Will man den Surf-Stick als Hotspot verwenden, sollte man auf die Geschwindigkeit achten. Das war früher ein bisschen einfacher – WLAN nach dem 802.11b/g-Standard ist weit verbreitet und bietet bis zu 54 MBit/s – genug für UMTS. Seit LTE drehen sich die Uhren aber weiter, denn nun liegt das Limit bei 300 MBit/s oder mehr. Gut beraten ist hier, wer darauf achtet, dass der Stick die Geschwindigkeit auch weitergeben kann. Hierfür wird WLAN nach 802.11n oder ac benötigt (300 MBit/s bzw. 1300 MBit/s). Neuere Standards haben zudem den Vorteil, dass sie das als sicher geltende WPA2 als Verschlüsslung implementieren müssen. Außerdem benötigen neuere Standards weniger Strom, was den Akkulaufzeiten zu Gute kommt.

Teuer muss nicht gut sein

Wie so häufig im Leben gibt es auch bei Surf-Sticks einen gewissen Mindestpreis, den man ausgeben muss, wenn nur die Basis-Funktionen benötigt werden. Wünscht man mehr, sind dem Preis nach oben keine Grenzen gesetzt. Es ist aber nicht notwendig, dass man sich das teuerste Modell anschafft, denn es gibt durchaus günstige Sticks, die durch eine stabile Verbindung und viele Features überzeugen. Deshalb sollte man sich vor dem Kauf Testberichte durchlesen und Faktoren wie Funktionen und Preis in die Betrachtung mit einbeziehen. Oftmals gibt es Funktionen, die man niemals brauchen wird – an denen kann man dann sparen. Wichtiger wäre hingegen, wie pflegeleicht der Stick mit der vorhandenen Hardware funktioniert. Hat man ein MacBook, sollte geschaut werden, ob der Hersteller Treiber für OS X bereitstellt und wie regelmäßig Updates für neue Versionen des Apple-Betriebssystems erscheinen.

Surf-Stick am Router

Was viele nicht wissen: Ein Surf-Stick kann bei einem längeren Internet-Ausfall zu Hause ebenfalls gute Dienste leisten. Die meisten Router etwa von der Telekom oder AVM (Fritz!Box) haben USB-Anschlüsse. Neben der selten genutzten Funktion zum Anschluss externer Festplatten oder Drucker kann man dort in vielen Fällen einen Surf-Stick anschließen, der sich um das Internet kümmert. Als Übergangslösung ist das durchaus ein brauchbares Feature, wenn etwa ein Bagger vor der Haustür das Telefonkabel mitgenommen hat. In dem Fall genügt es, wenn der Surf-Stick einfach nur ins mobile Datennetzwerk kommt – er selbst braucht dann kein WLAN bereitzustellen, weil sich hier bereits der Router um alles kümmert.

Mobilfunktarif wird benötigt

Damit das alles funktioniert, braucht man allerdings noch einen Mobilfunktarif. Dieser ist als reine Daten-Karte je nach Anbieter schon recht günstig zu haben. Da es sich bei der Verwendung eines Surf-Sticks meist um eine Ausnahmesituation handelt, tun Prepaid-Angebote einen guten Dienst, da man nur dann bezahlt, wenn man den Stick wirklich benötigt und verwendet. Eine monatliche Grundgebühr entfällt dann. Ein Preisvergleich lohnt dennoch, denn die Angebote unterscheiden sich oft drastisch von einander, vor allem, was Geschwindigkeit und Datenvolumen angeht.

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