Home » Apple » Steuerstreit: Irland will auf Geld verzichten

Steuerstreit: Irland will auf Geld verzichten

Ein Finanzminister, der freiwillig auf Mehreinnahmen von 20% verzichtet? Willkommen in Irland. Zudem wird die EU-Kommission verklagt. Im Mittelpunkt: Apple und ein Steuersatz von 0,005%.

Die nächste Runde im Streit zwischen Apple und der Europäischen Union ist eingeleitet. Erste gestern berichteten wir, dass Apple nun doch Steuern zahlen möchte. Diese sollen allerdings in den USA abgeführt werden und nicht in Europa – obwohl die Europageschäfte des Konzerns mitsamt Tochterfirmen alle über Irland abgewickelt werden. Trotz des geltenden Steuersatzes von 40% in den USA. Das ist Tim Cook nun anscheinend doch lieber als die Nachzahlung von ca. 13 Milliarden Euro an die EU abzuführen.

Apple, Google, Starbucks: Kettenreaktion befürchtet

Jetzt hat sich der irische Finanzminister bei RTÉ zu Wort gemeldet. Dem Interview zufolge möchte Irland keine Nachzahlung von Apple erhalten – 13 Milliarden Euro würden in Irland die Gesamteinnahmen um 20% erhöhen. Insgesamt nimmt der irische Staat im Jahr nur 71 Milliarden Euro ein.

Auf den Geldsegen soll verzichtet werden, da, so der irische Finanzminister, eine Kettenreaktion in Gang getreten werden könnte. Neben Apple lassen viele andere US-Riesen ihre Geschäfte in Europa über die grüne Insel laufen Darunter auch Google.
Die Nachzahlung soll nicht kommen, da Apple bereits seit über 30 Jahren in Irland tätig ist und in dem Land viele Arbeitsplätze geschaffen hat. Statt Steuern einzunehmen wird nun die EU-Kommission von Irland verklagt. Ein Ende des Streits ist nicht in Sicht.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Steuerstreit: Irland will auf Geld verzichten
3.5 (70%) 6 Artikel bewerten

Keine News mehr verpassen! Unsere App für iOS und Android mit praktischer Push-Funktion.


Hinterlasse eine Nachricht

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert. *

*