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Steuerstreit: Tim Cook reist nicht nach Irland

Tim Cook wird nicht nach Irland reisen, um an einer Anhörung des irischen Parlamentsausschuss teilzunehmen. Dies gab Apple in einer Stellungnahme bekannt. Irische Politiker zeigen sich verstimmt, da Apple das Problem nicht ernst zu nehmen scheint.

Laut Financial Times sagte ein Parlamentsmitglied, dass die Entscheidung Cooks „dem irischen Volk gegenüber respektlos” sei. „Wütend und enttäuscht“ zeigte sich ein Mitglied des Finanzausschusses, da Tim Cook in den USA vor einem Senatsausschuss in ähnlicher Sache ausgesagt hatte.

Die Absage soll bereits Ende Dezember erfolgt sein. Einer Apple-Managerin zufolge werde der Konzern „keine weiteren Aktivitäten zu unternehmen, die zukünftige Ergebnisse beeinflussen könnten“.

Nachzahlungen von bis zu 19 Milliarden Dollar

Der Hintergrund: Irland ist für viele Konzerne aus den USA als kleines Steuerparadies bekannt. Unternehmen wie Apple, Google und viele weitere profitieren von den niedrigen Steuersätzen und lassen alle ihre europäischen Geschäfte über die grüne Insel laufen. Die Europäische Union hat diesbezüglich bereits vor zwei Jahren Ermittlungen aufgenommen. Neben Irland stehen auch Luxemburg und die Niederlande im Fokus der Ermittler.

Die Investmentbank JP Morgan hat bereits errechnet, dass Apple im Falle einer tatsächlichen Verurteilung Nachzahlungen von bis zu 19 Milliarden Dollar leisten müsste. Die Ermittlungen gegen Irland stehen in der EU-Kommission kurz vor dem Abschluss. Mit der Einmischung der USA droht nun weiterer Ärger. Den USA zufolge würde durch weitere Ermittlungen „internationale Vereinbarungen zur Eindämmung der Steuerflucht gefährdet“. Der EU wird nun mit nicht näher benannten Gegenmaßnahmen gedroht.

Quelle: heise online

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