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Apple-Steuerstreit: 185 US-Unternehmen kritisieren EU

Im Streit um Steuer-Deals und Apple-Tochterfirmen haben sich nun auch die Chefs von anderen amerikanischen Konzernen eingemischt. Ganze 185 US-Konzerne haben in einem Brief heftige Kritik an der EU geübt.

Wieder mal geht es um den niedrigen Steuersatz von 0,0005 Prozent, den Apple mit der irischen Regierung ausgehandelt hat. Die Untersuchungen der EU-Kommission und die mögliche Nachzahlung von bis zu 13 Milliarden Euro lässt auch bei anderen Unternehmen die Alarmglocken schrillen.

Nun hat die amerikanische Organisation Business Roundtable in einem Brief klar gemacht, was US-Konzerne von diesem Vorgehen halten: „Im Interesse aller Länder, die die Rechtsstaatlichkeit respektieren, darf diese Entscheidung nicht bestehen bleiben“ heißt es in dem Brief, der von 185 Vorstandsvorsitzenden veranlasst wurde. Empfänger sind neben der EU auch die Regierungs-Chefs der 28 Mitgliedsstaaten, darunter natürlich auch Angela Merkel.

Ein möglicher Präzedenzfall?

Falls die EU-Kommission ihre Drohung wahr machen und 13 Milliarden Euro an Steuern einfordern würde, so wäre dies ein Präzedenzfall, der dafür sorgen könnte, dass ausländische Investoren künftig einen großen Bogen um die EU machen. Die EU wird in dem Brief zudem als supra-nationale Steuerbehörde verunglimpft. Tim Cook selbst hatte die Untersuchungen gegen Apple in Irland als „politischen Scheiß“ bezeichnet.

Apple ist bei weitem nicht das einzige Unternehmen, dass spezielle Deals mit europäischen Regierungen getroffen hat. Bei Fiat Chrysler und Starbucks würden mögliche Forderungen aber lediglich wenige Millionen Euro betragen.

Quelle: zeit.de

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