Home » Apple » Wie Apple die Kommunikation revolutionieren könnte

Wie Apple die Kommunikation revolutionieren könnte

Sowohl Apple als auch Google und Microsoft arbeiten momentan vermehrt daran, ihre Kommunikationssystem als Standard zu etablieren. Skype, FaceTime und Google Voice kämpfen um die Vormachtstellung in Sachen digitaler Sprachkommunikation. Mike Elgan von Cult of Mac, der sich in den letzten Monaten vermehrt mit umfassenden Analysen hervorgetan hat, legte in einem Artikel dar, wieso Apple das bessere Setup hat, um sich in dem Segment durchzusetzen.

FaceTime Audio als Sprungbrett

Mit iOS 7 hat Apple FaceTime Audio* eingeführt und damit ein eigenes Voice over Internet Protokoll (VoIP) etabliert. Das Feature funktioniert mehr oder minder wie ein Skype-Audio-Anruf. Die Beta von OS X 10.9.2, die Apple Ende 2013 an die Entwickler verteilte, integriert das Feature auch in OS X. FaceTime Audio greift auf den AAC-ELD Standard zurück, der Sound in CD-Qualität ermöglicht.

Damit erweitert Apple das eigene Kommunikationssystem auf inzwischen drei Säulen: FaceTime Video, FaceTime Audio und Messages. Alle drei Subsysteme laufen sowohl auf OS X als auch auf iOS.

Mit FaceTime Audio wird es in Zukunft unter Apple-Usern keinen Grund mehr geben, auf Programme wie Skype auszuweichen.

Simplizität siegt

Laut Elgan liegt der Schlüssel zum Erfolg für Apple darin, das komplette System so einfach wie möglich zu halten. Idealerweise sähe das später so aus, dass der Nutzer dem System nur noch vorgibt, mit wem er in Kontakt treten will, und dann automatisch die passende Kommunikationsmethode ausgewählt wird. Sowohl Skype als auch Google Voice leiden unter einer gewissen Unübersichtlichkeit. Elgan beschreibt Skype sogar als rückschrittlich, während man bei Google oft nicht weiß, wo genau der Anruf nun herkommt oder angenommen werden kann.

Einzug auch ins Wohnzimmer

Wenn es um Videotelefonie am TV geht, hat Microsoft weiterhin die Nase vorne. Skype ist in viele Smart-TVs integriert, und auch Microsofts Xbox kommt mit Skype-Unterstützung daher. Wenn Apple tatsächlich den Schritt gehen sollte, einen iTV zu schaffen, könnte auch dieser Skype-Vorteil ausgemerzt werden.

Apple könnte das ultimative Kommunikationssystem erschaffen

In den letzten Jahren hat sich die Art und Weise verändert, wie wir kommunizieren. Haben wir früher einen Ort angerufen, rufen wir heute Personen an. Und zwar unabhängig davon, wo sie gerade sind.

Elgan entwickelt in seinem Artikel eine Vision, wie Kommunikation mit Apple in Zukunft ablaufen könnte. In Zukunft wird man einfach nach Hause kommen, und dem intelligenten Kommunikationssystem, das von Siri unterstützt wird, einen einfachen Sprachbefehl geben können, um eine bestimmte Person anzurufen. Das System erkennt dann selbstständig, dass diese Person beispielsweise vor ihrem Mac sitzt. Siri fragt den Nutzer dann, ob er den Anruf über FaceTime auf dem iTV durchführen will. Dieser kann dem zustimmen, oder aber eine andere Methode wählen. Während des Gespräches vor dem iTV merkt der User aber, dass er noch das Haus verlassen muss. Wenn er dies tut, wechselt das System automatisch zu FaceTime Audio, und das Gespräch wird über ein Bluetooth-Headset weitergeführt. Setzt er sich ins Auto, wechselt das System automatisch zu iOS in the car. Kehrt der User ins Haus zurück, wird das Gespräch wieder auf den iTV transferiert.

Apple muss FaceTime erweitern

Elans Vision hat allerdings noch einen Fehler: Sie setzt voraus, dass die Gesprächspartner beide Apple-Fans und entsprechend ausgestattet sind. Um wirklich eine richtige Alternative zu Microsofts Skype oder Google Voice bieten zu können, muss Apple das Versprechen einlösen, dass Steve Jobs einst bezüglich FaceTime machte: Apple muss FaceTime mit anderen Plattformen (oder im Idealfall sogar Programmen) kompatibel machen. In der idealen Lösung könnten Gespräche auch von FaceTime zu Skype und andersrum geführt werden.

Diese Vision ist sicher sehr idealisiert, zumal für viele Menschen der Sprung von “herkömmlicher” Telefonie hin zu Internettelefonie noch lange nicht vollzogen ist. Aber Apple hat auf jeden Fall gute Voraussetzungen, um solch ein System in Zukunft umsetzen zu können.

Artikel bewerten

Die Apfelnews-Empfehlungen für deine neue Hardware:

iPhoneiPadMacVerträge
 Apple Store Apple Store Apple Store Telekom
 Telekom Telekom Gravis o2
 o2 o2 Saturn Vodafone
 Vodafone Vodafone MacTrade Base
 Gravis Gravis Amazon Congstar
 Saturn Cyberport Cyberport Sparhandy