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Garantie: Apple wird von belgischen Verbraucherschützern verklagt

Aufgrund von fehlerhaften Garantiebestimmungen wurde Apple nun in Belgien von Verbraucherschützern verklagt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit droht dem iPhone-Hersteller abermals eine Strafzahlung wie schon zuvor in Italien, wo Apple 1,1 Millionen Euro Strafe zahlen musste.

Beim Kläger dreht es sich um die belgische Verbraucherschutzorganisation Test-Aankoop, die nun gegen Apple vor Gericht zieht, da die Garantiebedingungen des kalifornischen Unternehmens nicht den geltenden Gesetzen entsprechen sollen. Genau wie im besagten Fall in Italien wird angeprangert, dass Apple die in der EU geltenden Gewährleistungsansprüche ab Kaufdatum nicht beachtet, die für jeden Verbraucher für zwei Jahre bestehen.

Apple-Garantie nur für ein Jahr

Laut der Klageschrift weist Apple die Kunden allerdings nicht darauf hin, dass die Garantie für zwei Jahre besteht. Vielmehr wird die Garantiedauer in Höhe von nur einem Jahr gegenüber den Kunden vermittelt. Somit soll Apple versuchen, die hauseigene Garantieerweiterung Care Protection Plan verkaufen zu können, wie die Verbraucherschützer behaupten. Eine Abmahnung erfolgt bereits im Frühjahr 2012 von Test-Aankoop. Apple zeigte jedoch bis dato keinerlei Reaktion, sodass die Verbraucherschützer nun den Schritt vor Gericht eingeschlagen haben und das international agierende Unternehmen verklagen werden.

Details zum Apple Care Protection Plan

Den Belgiern sind die Details zu den Garantiebestimmungen ein Dorn im Auge, die man unter anderem auf der Homepage von Apple einsehen kann. Dort schreiben die Kalifornier, dass alle Produkte mit einer einjährigen Garantie und 90 Tage Gratis-Telefonsupport verkauft werden. Das Apple-Angebot des Care Protection Plans ist ab 69 Euro für das iPhone erhältlich. Je teurer die Artikel im Kaufpreis sind, umso tiefer muss man auch für den ACPP in die Tasche greifen. 349 Euro werden beispielsweise für die Garantieerweiterung beim MacBook Pro fällig. (via)