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Amazons Vormachtstellung auf dem Smartspeaker-Markt

Mittlerweile haben so einige der namhaftesten Technikkonzerne der Welt eigene Geräte im Bereich Smartspeaker auf den Markt gebracht. Apple mit dem HomePod, Google mit dem Google Home und Facebook mit dem Portal bzw. Portal Plus. Doch der Anbieter mit dem wohl größten Angebot an unterschiedlichen Modellen, Amazon, scheint eine gewisse Sonderrolle auf dem Smartspeaker-Markt einzunehmen. Doch wie erreichte Amazon diese exponierte Stelle? Und wie könnte sich der Bereich in Zukunft entwickeln?

Mittlerweile sind quasi alle der größten Technikkonzerne der Welt – wenngleich mit teilweise einiger Verspätung – nachgezogen und haben eigene mit Sprachassistenten verknüpfte Lautsprecher präsentiert. Nachdem der HomePod von Apple nun auch schon seit einiger Zeit auch in Deutschland verfügbar ist gibt es nun, zumindest in den USA, auch einen Smartspeaker von Facebook. Und trotz großer namhafter Konkurrenz ist der Platzhirsch und Vorreiter in diesem Produktsegment zweifelsohne weiterhin Amazon.

Amazon scheint den Trend von sprechenden und zuhörenden Lautsprechern schlichtweg als erstes wirklich verstanden zu haben. So konnte das Unternehmen von Jeff Bezos sich einen gewissen zeitlichen Vorsprung in der Entwicklung verschaffen und alle anderen waren mehr oder weniger dazu gezwungen schlichtweg erst einmal nachzuziehen. Denn mittlerweile hat definitiv jeder das Potenzial dieser Geräte erkannt – und möchte sich seinen Anteil am Markt nicht entgehen lassen. Smartspeaker sind nämlich nicht nur deshalb interessant, weil der Markt stetig wächst und sich hohe Gewinne mit dem Verkauf der Geräte erzielen lassen. Darüber hinaus sind die Lautsprecher auch bezüglich ihrer Verknüpfung mit den über das Internet laufenden Sprachassistenten durchaus vielversprechend für die Konzerne. Diese erlauben es Amazon, Google, Facebook und Co. zumindest in der Theorie ungeheure Mengen an Daten und Informationen über die Kunden zu sammeln, welche sich schließlich gewinnbringend auswerten lassen.

Wie dies genau funktioniert lässt sich am besten am Beispiel von Amazon erklären. Der Konzern ist vielen ohnehin wahrscheinlich in erster Linie wegen des Onlineversandhandels ein Begriff. Und durch kluge Verknüpfungen kann der Umsatz von genau diesem theoretisch weiter angekurbelt werden. Denn gerade erst hat Amazon ein neues Patent für diesen Bereich zugesprochen bekommen: Alexa soll hörbar erkälteten Nutzern in Zukunft gezielt Medikamente empfehlen können. So nutzt Amazon das in der Theorie dauerhafte Zuhören der Geräte im Alltag um Informationen die dadurch über die Nutzer gesammelt werden können durch Verweise auf den eigenen Online-Store oder die Angebote von Kooperationspartnern gewinnbringend zu verwerten. Im Anschluss ist dann allen voran der Komfort ein gutes Argument direkt auch über den Echo zu bestellen.

Mit Sicherheit gibt es eine ganze Menge Kooperationspartner, die gerne mit den Herstellern zusammenarbeiten möchten und uns so vielleicht schon in naher Zukunft den Zeitvertreib über ein online Casino bieten oder das Abschließen von Sportwetten ermöglichen werden. Das Thema Medikamentenempfehlungen für hustende User ist dabei nur eine der vielen möglichen kreativen Ideen zur profitablen Nutzung der Smartspeaker seitens der Konzerne auch Monate bzw. Jahre nach dem eigentlichen Verkauf. Wohin die Entwicklungen in diesem Bereich noch gehen werden ist zumindest bislang ungewiss – die Möglichkeiten scheinen quasi unbegrenzt. Gut vorstellbar also, dass die Sprachassistenten schon bald in noch viel mehr Situationen mit Rat und Tat zu Seite stehen werden.

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