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MacBook Air auf Tisch
MacBook Air, Quelle: Unsplash

Was tun, wenn dein Mac ewig hochfährt?

Es nervt, wenn zwischen dem Einschalten und dem einsatzbereiten Schreibtisch des Macs mehr Zeit als früher vergeht. Dabei muss das Gerät weder kaputt noch generell ausgebremst sein. Mit ein paar gezielten Tests findest du heraus, wo der Start ausgebremst wird.

Stoppe einmal die Zeit

Zunächst lohnt sich eine einfache Messung. Starte den Mac neu und halte fest, wann die Verzögerung auftritt. Vergehen bereits vor dem Anmeldefenster ungewöhnlich viele Sekunden oder beginnt das Warten erst nach der Passworteingabe?

Diese Unterscheidung grenzt die Suche ein. Dauert vor allem die Phase nach der Anmeldung lange, gehören automatisch gestartete Programme zu den ersten Verdächtigen. Unter „Systemeinstellungen“, „Allgemein“ und „Anmeldeobjekte & Erweiterungen“ siehst du, welche Anwendungen beim Einloggen geöffnet werden oder unbemerkt arbeiten können.

Im ersten Schritt kannst du Programme deaktivieren, wenn sie nach der Anmeldung nicht sofort nötig sind. Entferne aber nur Einträge, deren Aufgabe du kennst.

Alte Sitzungen können den Start verlängern

Beim Ausschalten und Neustarten bietet macOS an, zuvor geöffnete Fenster nach der nächsten Anmeldung wiederherzustellen. Das ist bequem, kann aber dazu führen, dass direkt nach dem Start viele unterschiedliche Programme im Lademodus stecken.

Nimm beim nächsten Neustart testweise den Haken bei „Beim nächsten Anmelden alle Fenster wieder öffnen“ heraus. Startet der Mac danach merklich schneller, hast du bereits einen konkreten Hinweis gefunden.

Weitere Lösungen helfen bei der Suche, wenn sich die Verzögerung nicht eindeutig einem Anmeldeobjekt oder wiederhergestellten Programm zuordnen lässt.

Speicherplatz und Software gehören zur Diagnose

Wirf anschließend unter „Systemeinstellungen“, „Allgemein“ und „Speicher“ einen Blick auf das Startvolume. Ein nahezu vollständig belegtes Laufwerk hat Auswirkungen auf mehrere Systemvorgänge. Um mehr Platz zu schaffen, fokussiere dich auf große Dateien und nicht mehr genutzte Anwendungen.

Prüfe außerdem die angebotenen Aktualisierungen für macOS. Falls der langsame Start unmittelbar nach einer Installation oder einer größeren Änderung begonnen hat, kannst du von diesem Zeitpunkt Informationen über die Ursache ableiten. Statt gleichzeitig fünf Einstellungen zu verändern, lässt sich so gezielter nach dem Auslöser suchen.

Der sichere Modus hilft beim Eingrenzen

Wenn die Ursache unklar bleibt, starte den Mac einmal im sicheren Modus. Es wird nur nötige Software geladen und im Hintergrund führt dein Gerät Prüfungen aus. Wie der Modus gestartet wird, hängt davon ab, welchen Mac du nutzt. Bei einem Gerät mit Apple-Chip wählst du „Ausschalten“ und wartest, bis das Gerät aus ist. Dann hältst du den Einschalter gedrückt, bis alle Startoptionen geladen wurden, und klickst mit gedrückter Shift-Taste auf „Im gesicherten Modus fortfahren“.

Fährt der Rechner im sicheren Modus deutlich schneller hoch, liegt der Verdacht auf zusätzliche Software oder Prozesse nahe, die beim normalen Start geladen werden. Sortiere hier sukzessive aus, was du ohnehin nicht brauchst, und prüfe Programm für Programm, wann der Fehler wiederkommt.

Bewerte trotzdem auch das Alter deines Macs, denn wenn ein Gerät noch den alten Intel-Chip hat, braucht es länger als ein modernes Apple-Chip-Gerät. Wenn eine Veränderung sehr plötzlich auftrat, ist aber in der Regel ein bestimmter Auslöser auszumachen. Erstelle eine eigene Checkliste und lass einmal eine Reinigungssoftware über dein Gerät laufen, um eventuelles Chaos zu beseitigen und für mehr Ordnung auf dem Rechner zu sorgen.

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