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iPhone 11 Pro Pexels
iPhone 11 Pro, Quelle: Pexels

Apple muss 5,7 Milliarden US-Dollar wegen Taptic Engine Patentverletzung zahlen

Ein US-Gericht hat entschieden: Apple muss wegen einer Patentverletzung im Zusammenhang mit der Taptic Engine eine Rekordstrafe in Höhe von 5,7 Milliarden US-Dollar an Taction Technology zahlen.

Die Technologie, die haptisches Feedback in iPhones und der Apple Watch ermöglicht, verletzt laut Urteil bestehende Schutzrechte.

Führungskraft im Unternehmen

Führungskraft im Unternehmen, Bild: StartupStockPhotos/Pixabay

Die Hintergründe zum Patentstreit

Am vergangenen Freitag entschieden US-Geschworene, dass Apple eine Strafe von 5,7 Milliarden US-Dollar zahlen muss. Der Grund dafür ist die Verletzung von Patenten des Unternehmens Taction Technology. Im Zentrum des Rechtsstreits steht die sogenannte Taptic Engine von Apple.

Diese Komponente ist in Millionen von Geräten verbaut und sorgt für das präzise haptische Feedback, das Nutzer bei Benachrichtigungen, Tastenberührungen und anderen Systeminteraktionen spüren.

Bereits im Jahr 2021 reichte Taction Technology die ursprüngliche Klage ein. Das Unternehmen warf Apple vor, seine geistigen Eigentumsrechte sowohl direkt als auch indirekt zu verletzen. Konkret bezieht sich die Klageschrift auf die beiden US-Patente mit den Nummern 10.659.885 und 10.820.117.

Die Details der betroffenen Technologie

Die beiden genannten Patente beschreiben ein spezielles Vibrationsmodul, das haptische Schwingungen auf die Oberfläche eines Trägers überträgt. Laut den Vorwürfen von Taction verstößt die Funktionsweise der Taptic Engine eindeutig gegen diese Patente.

Das Unternehmen argumentierte vor Gericht erfolgreich, dass der iPhone-Hersteller sich die Innovationen von Taction unrechtmäßig zunutze gemacht habe.

Ihre Premiere feierte die Taptic Engine bei Apple vor über einem Jahrzehnt mit der ersten Generation der Apple Watch. Kurz darauf folgte die Integration in das iPhone 6s und das iPhone 6s Plus. Durch diese neue Technologie wurden die älteren, unpräziseren Vibrationsmotoren in Apple-Geräten sukzessive ersetzt.

Wie es für Apple nun weitergeht

Apple hat den Vorwurf der Patentverletzung zurückgewiesen und nach der Verkündung des Strafmaßes Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Nun bleibt abzuwarten, wie das Berufungsgericht in der nächsten Instanz entscheiden wird.

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