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Apple Logo, Quelle: Unsplash

Speicherknappheit bis 2030: Warum Apple-Produkte künftig teurer werden könnten

Der Speicherhersteller SK Hynix, einer der wichtigsten Zulieferer von Apple, hat eine ernüchternde Prognose abgegeben.

Die derzeitige Knappheit an RAM und Flashspeicher wird voraussichtlich noch bis mindestens zum Jahr 2030 anhalten. Für Verbraucher und Unternehmen bedeutet dies vor allem, dass die Preise für Speicherkomponenten auf einem dauerhaft hohen Niveau bleiben werden.

iPhone, MacBook und Geldbörse

Symbolbild Apple Pay, Quelle: Pexels

Prioritätsverträge sichern keine Festpreise

Um Lieferengpässen vorzubeugen, hat Apple Berichten zufolge gemeinsam mit 13 weiteren Technologieriesen langfristige Verträge mit SK Hynix abgeschlossen. Diese Abkommen garantieren dem iPhone-Hersteller zwar eine Priorität bei der Belieferung, schützen ihn jedoch nicht vor steigenden Kosten. Die Verträge erlauben nämlich marktbasierte Preisanpassungen. Apple wird somit die gestiegenen Einkaufspreise mittragen müssen.

Allein in den Jahren 2027 und 2028 werden diese 14 Großabnehmer voraussichtlich mehr als 50 Prozent der gesamten Produktionskapazitäten von SK Hynix beanspruchen. Einige dieser Unternehmen planen zudem bereits jetzt eine vorzeitige Verlängerung ihrer Verträge, um sich auf dem hart umkämpften Markt weiter abzusichern.

KI-Boom treibt die weltweite Nachfrage

Der Hauptgrund für diese anhaltende Speicherkrise liegt im rasanten Aufstieg der künstlichen Intelligenz. Der enorme Bedarf an Speicherchips für KI-Rechenzentren übersteigt die weltweiten Produktionskapazitäten bei Weitem.

Kurz- und mittelfristig kann die Industrie das Angebot schlichtweg nicht schnell genug ausbauen, um mit diesem rasanten Wachstum Schritt zu halten.

Geschwächte Verhandlungsposition für Apple

Obwohl Apple in der Regel über eine enorme Verhandlungsmacht gegenüber seinen Zulieferern verfügt, stellt sich die Situation beim Einkauf von RAM und Flashspeicher derzeit anders dar.

Die massiven Lieferengpässe zwingen selbst den Tech-Giganten aus Cupertino dazu, Verträge zu akzeptieren, die deutliche Preissteigerungen vorsehen. Nur so kann eine verlässliche Lieferung der unverzichtbaren Bauteile für iPhones, iPads und Macs sichergestellt werden.

Zwar hat Apple in der Vergangenheit immer wieder versucht, die Auswirkungen steigender Produktionskosten für die Endkunden abzufedern. Angesichts der aktuellen Prognosen von SK Hynix dürfte es künftig jedoch zunehmend schwieriger werden, diese Preissteigerungen nicht an die Käufer weiterzugeben. Nutzer sollten sich daher darauf einstellen, dass Speicher-Upgrades bei zukünftigen Geräten noch kostspieliger ausfallen könnten.

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