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Deutsche Apple-Mitarbeiter kritisieren eigene Arbeitsbedingungen

Zu viel Lärm, zu wenig Personal und eine höchstens mittelmäßige Bezahlung. Das und angeblich vieles mehr stünde auf einer langen Liste von Unstimmigkeiten in den Applestores. Aus diesem Grund, bildete sich nun erstmals ein Betriebsrat in den Apple-Reihen wie das Manager-Magazin in seiner morgigen Ausgabe berichten wird. 

Eigentlich klingt es nach einer Satire. Genau heute, an jenem Tag, an dem es so scheint als hätte Apple jegliche Kritik an den Arbeitsbedingungen der Zulieferer abschmettern können (Bericht), beschweren sich nun die eigenen Angestellten über die Verhältnisse in denen sie arbeiten müssen. In den USA gab es vor einiger Zeit ebenfalls schon Beschwerden über Lärm und bestenfalls mittelmäßige Bezahlung, diese sind jedoch bisher nicht in der Bundesrepublik in Erscheinung getreten.

Vertreten werde sollen die Beschäftigten von der in Deutschland bekannten Gewerkschaft Verdi. Die Gewerkschaftsvertreterin Victoria Glomeit äußerte sich gegenüber dem Magazin wie folgt:

„Der Leidensdruck war einfach zu groß. Apple wollte weder zuhören noch handeln.“

Vorgeworfen wird dem Konzern, es beharre systematisch auf außervertraglich Überstunden, es achte nicht auf  den Lärmpegel denen die Mitarbeiter ausgesetzt sind, und „Maßnahmen zum Gesundheitsschutz suche man indes vergeblich“, heißt es wörtlich im Artikel. Aus diesem Grund versuche man nun im Zusammenschluss mit allen acht deutschen Apple-Stores einen gemeinsamen Betriebsrat aufzubauen. Der Store in München hat bis dahin seinen eigenen bereits aufgestellt.

Wer schon einmal in einem Store war, weiß, dass diese tatsächlich in der Regel „bums“-voll sind. Ob das dann schon reicht um schlechte Arbeitsbedingungen in den Raum zu werfen ist bestenfalls strittig. Jedoch ist die Tatsache, dass man sich nun zu einem nationalen Betriebsrat organisieren möchte (fernab jeder Kritik) sicherlich angebracht. Immerhin brauchen auch Mitarbeiter ein Ventil bei Unstimmigkeiten. Als großes Ereignis das „so ein großer Konzern schon längst hätte vollziehen sollen“, wie es in vielen Berichten wirkt, sollte man das Bilden einer Mitarbeitervereinigung allerdings nicht werten. Denn Apple hat, und das wissen die Wenigsten, trotz seines enormen Umsatzvolumens und seiner starken Marktpräsenz keine 200 Mitarbeiter in Deutschland.

 

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17 Kommentare

  1. Nichts gegen eine distanzierte Berichterstattung, aber direkt Stimmung zu machen ist mehr als schändlich. Was soll diese Art der Berichterstattung?
    Ich kann ja verstehen das es genug Menschen gibt die Apple-Produkte gegen jeden und alles mit dem Leben verteidigen.

    Das Apple aber ein Unternehmen ist, dass wie jedes Unternehmen alles versucht um den Gewinn zu maximieren sollte man nicht vergessen. Und man sollte auch nicht vergessen das äußerer Schein und knallharter innerer Schein zwei verschiedene Dinge sind.

    Und dieser Artikel trieft gerade so von Formulierungen, als wäre äußerer Schein und inneres Sein bei Apple’s Stores eins, und diese Mitarbeiter nur ungläubige Abtrünnige die erstens nicht wissen wie gut sie es haben und zweitens nicht mal die Regeln kennen.

    Abscheulich.
    Der schlimmste Artikel aus der Apple-Blogsparte den ich je gelesen habe. Und man kann nicht mal sagen ob es an dem typischen Fanboydenken oder am Wirschaftshintergrund des Autors liegt.

  2. Also als ich in Hamburg den Store besucht habe wäre der auch gut gefüllt und der Lärmpegel durchaus beeindruckend. Wenn ich mir vorstellen sollte das ich da mehrere Stunden unter so einen Geräuschnebel stehen und meinen Job machen müsste, würde ich von Arbeitgeber auch erwarten das er für bessere, das heißt der Gesundheit zuträgliche, Arbeitsbedingungen sorgt. Schalldämmung lässt sich durch bauliche Maßnahmen erreichen ohne das es besonders auffällt.
    Was die Bezahlung angeht, so dürfte es wie überall im Einzelhandel sein und die Mitarbeiter eher zu den Geringverdienern im Lande gehören. Das liegt einfach daran das die Dienstleistung als Arbeit einfach keine Wertschätzung in der Gesellschaft hat und die Arbeitgeber gern versuchen diesen Job als einen darstellen der wenig Qualifikation erfordert und daher von nahezu jedem gemacht werden kann und entsprechend gering bezahlt wird.

  3. So ehrlich gesagt sehe ich in den Stores nicht, das sich jemand bei denen tod macht. Genius Bar zum Beispiel: haste keenen Termin lassen die dich ganz geschmeidig abtreten, obwohl noch Termine frei währen…

  4. @ DAMerrick

    Die Kritik meiner Ungläubigkeit an Aussagen und Formulierungen wie „Der Leidensdruck war einfach zu groß“, lasse ich offen gestanden an mir zu. Tatsächlich fällt es mir schwer, untragbare Bedingungen anzuerkennen, während Berichte über Arbeitsbedingungen in China die Öffentlichkeit nur peripher tangieren.

    Falls der Eindruck entstanden ist, ich stünde gegen die Einführung solcher Mitarbeitervertretungen, möchte ich mich davon hiermit ausdrücklich distanzieren. Die Intention meiner letzten Aussage sollte übersetzt heißen, dass es üblich ist bei 200 Angestellten bis jetzt noch keine Vertretung gehabt zu haben. Die Einführung selbst ist durchaus löblich.

    Die Meldung als „schlimmste[n] Artikel in der Apple-Blogsparte“ zu bezeichnen, halte ich hingegen für übertrieben, ist jedoch eine nachvollziehbare Meinung. Ich werde mir selbstverständlich in Zukunft Mühe geben, meine Aussagen unverfänglicher zu formulieren und Vor- und Nachteile klarer gegenüberzustellen.

  5. Also fassen wir den heutigen Donnerstag zusammen: Den Mitarbeitern bei Foxconn geht’s gut, aber die deutschen Apple Store Mitarbeiter werden hoffnungslos von Apple ausgebeutet.

  6. Nun, die Arbeitsbedingungen hierzulande mit denen in China in Relation zu setzen trifft die Sache nicht. Wir haben in Deutschland zum Glück vollkommen andere Bedingungen als in China, nicht nur was die Arbeitsbedingungen angeht. Eines was unsere Arbeitswelt von der chinesischen unterscheidet ist das der Arbeitgeber hier eine Sorgfaltspflicht hat die beinhaltet das er für Arbeitsbedingungen zu sorgen hat die dem Leben und der Gesundheit des Arbeitnehmers zuträglich sind, das heißt dem Arbeitnehmer durch seine Tätigkeit keine Gesundheitsschäden drohen. Übermäßige und/oder dauerhafte Lärmbelastung gehört dazu, und der Arbeitgeber ist im Rahmen seiner Sorgfaltspflicht gezwungen dafür Sorge zu tragen das diese auf ein Maß sinkt die eben nicht zu Krankheit oder dauerhaften Schäden führt.

  7. Unternehmerische Sorgfaltspflicht ? Klar noch nichts gehört von Fa. Schlecker und anderen Firmen die Druck auf Arbeitnehmer ausüben, ausspionieren und schlecht behandeln ? Gerade erst gestern wieder zu hören: Gerichte sprechen sich für Leihfirmen aus…als Leiharbeiter bei BMW musst du die gleiche Arbeit abliefern wie ein Vollzeit-Angestellter, mit dem Unterschiede der Vollwertige bekommt am Band mit Schichtzulage ,Schmutzzulage, Akkordzulage ect. 2.600,00 – 2.800,00 € netto (das sind gehen wir mal davon aus verheiratet 2 Kinder 4.200.oo brutto und die Arbeitgeberbelastung sind dann 4.991.00 €)und der Leiharbeiter gerade mal 1.100,00 -1.200,00 €. Den Rest des Geldes (von brutto 4.991,00 €) 3.791,00 € kassiert die Leihfirma, die dich aber nur minimalst versichert und den Großteil des Geldes selbst einsteckt. Aber nee keine Verhätnisse wie in China, dort kommen die aber auch auf den Trichter und arbeiten nicht mehr für 100 € im Monat, die bekommen auch schon mehr Geld bzw verlangen mehr Geld. Und ich dir recht mit der Aussage das die Wertigkeit der Dienstleistungbranche in Deutschland hinten und vorne nicht stimmt. Egal ob Krankenschwester, Arzt, Polizei, Feuerwehr, Taxifahrer, ADAC-Abschleppunternehmen, Stromversorger und und und …keine Wertschätzung in der Gesellschaft und auch nicht in der Bezahlung. Bis mal jemand eine Pflege oder Hilfe braucht, aber dann stehen die mit ihrem Sesselfurzer Jobs von Mo.-Do 8-17 h und Fr. – 12 h auf der Matte und erwarten wunderweis was an Leistungen.

  8. Es war nur eine Frage der Zeit bis es dazu kommen würde. Man kann nur hoffen, dass es mit der Gewerkschaft Ver.di und dem Betriebsrat zu besseren Arbeitsbedingungen kommt, die dann vielleicht sogar weltweit umgesetzt werden.

  9. Also jetzt langt es mal!!! Wisst ihr alle überhaupt was Arbeiten heißt?!?

  10. Na ja ich Denk mal so schlecht geht’s drinnen dort nicht! Arbeit ist halt Srbeit und nicht Urlaub! Viel schlimmer finde ich das Deutschland ein Niedriglohnland wird! Friseur, Gastronomie, Pflegeberufe, etc… Dort wird doch kaum ein ordentliches Gehalt bezahlt! Wenn man gut ist bekommt man dort 7,50€ Brutto die Stunde! Das find ich die größte Schweinerei! ………

  11. @Bjay_xxx
    Wenn du damit meinst, dass die Mitarbeiter keine körperliche schwere Arbeit leisten ist das lächerlich.
    Die psychische Belastung darf man nicht außer Acht lassen. Warum erkranken sonst so viele an Burnout. Obwohl dies auch immer mehr zur Volkskrankheit wird und auch ne Menge Hypochonder dabei sind.

  12. @Josh: Stromversorger mal vergessen – das sind die „Ärmsten“, haben mal eben mehrere Milliarden !!! Reingewinn gemacht und haben schon wieder Stromerhöhung angekündigt.
    Lärmpegel? Habe ich bei Karstadt, Kaufhof und MediaSaturn auch (grauenvolle Musik, etc.). Wir machen es einfach sozialistisch: es kommen immer nur 10 Personen in den Store, dann ist es auch nicht so laut. Die Mitarbeiter erhalten dann noch ein Lärmpegelmeßgerät für das WE (Kneipe, Disko und iPod-Nutzung) mal sehen, was lauter ist. Das Andere, wer hat denn den Vertrag unterschrieben? Wurden sie bedroht, wenn sie diesen nicht unterschreiben? Es ist meine eigenste Entscheidung zu bleiben oder zu gehen oder, sollte es wirklich so sein, etwas zu unternehmen! Auch daran mal denken. Warum hört man noch nichts in der Tagespresse, wie bei anderen, wo ist das Gesundheitsamt, das Messungen durchführt, …..?
    Auf alle Fälle ein wichtiges Thema. Aber bitte nicht mit Emotionen und Gerüchten. Was dem einen zu viel ist, tangiert den anderen noch lange nicht – aber es gibt ja für alles Vorschriften. Verstößt man dagegen, gehe ich dagegen vor.

  13. @C0mm4nder

    Ich behaupte nicht, dass diese Mitarbeiter keinen stress haben aber hört mir mal auf. Ich arbeite selbst sehr schwer und beschwere mich auch nicht über Lärm oder Stress. Das ist Arbeit und kein Kindergarten.
    Wenn jemand mit seiner Arbeit nicht zufrieden ist, soll dieser gehen und sich was besseres suchen.
    Wie wäre es mit Professioneller Pilze Sammler, da hat man ruhe und kann sich Zeit lassen.

  14. burnout ist das nicht-stellen wollen der herausforderungen des lebens!!!!!!!!

    so schauts aus – lauter weicheier

  15. Dummschwätzer trifft’s wohl besser als Wahrsager

  16. Ihr seid so armselig, ihr könnt nichtmal einen arbeitsschutz wertschätzen ihr heuchler, natürlich ist es eine psychebelastung in nem fast ständig vollen Store zuarbeiten, mit musik und mehr gedöns durch macs und ipods und iphone etc! Ich denkmal das die keinen hörsturz bekommen ist alles, LEUTE DENKT MAL NACH BEVOR IHR WAS POSTET!!!! Ohne witz, da sind einige dabei, da sollte mal ein schwarzer Van vorbeifahren und se einsacken, damit deren aktuellen weltanschaulichung mal runtergedrückt wird.

    Das ist das selbe wie beim Straßenbauer, der hat auch ne ziemlich laute arbeitsumgebung, trotzdem kann er sich durch den arbeitsschutz den es gott sei dank gibt, mit Ohrschützern die den ganzen lärm dämpfen schützen! Also macht mal langsam ihr Lappen!

  17. @Cenk

    Ich glaube kaum, dass Sie wirklich hinter solchen Vergleichen wie Apple-Store-Bedingungen-in-Deutschland VS Arbeitsbedingungen-in-China stehen.
    Seriös und logisch vergleichen kann man nur was auf etwa gleicher Stufe steht.

    Oder würden Sie es akzeptieren wenn Ihr Chef Ihnen nur 3€ pro Tag zahlt mit Verweis auf die miserablen Bedingungen in Indien, und das Sie sich doch gefälligst freuen sollten so gut bezahlt zu werden?
    Wohl kaum.

    Es ist verständlich das man sich ärgert wenn man noch schlechtere Situationen sieht. Doch das ändert nichts an der aktuellen Situation. Beispiel aus der Politik: Statt die Mindestlöhne zu erhöhen und den Menschen dadurch mehr Anreize zu geben, wird lieber das Arbeitslosengeld gesenkt. Nach dem Motto: „Damit ihr mal aufhört zu jammern und glücklich seit das ihr überhaupt was verdient.“

    Und hier dasselbe: Natürlich sind die Bedingungen in China noch schlechter. Aber würden Sie deshalb dauerndes Geschrei und Stress akzeptieren wenn Sie doch hier in Deutschland arbeiten? Würden Sie hier in Deutschland einen dreimal so stark besetzten Hörsaal akzeptieren nur weil das in Indien und Südamerika der Fall ist?
    Sicher nicht.

    Mit Ihrer Erklärung warum Sie so formulieren lässt das den Artikel in einem etwas anderen Licht erscheinen.

    Ich will nur sagen, das es einfach sehr gefährlich ist etwas zu unterbewerten nur weil man einen „krassen“ Vergleich findet.
    Und wenn man Apple Store Arbeitsbedingungen mit denen in anderen Stores (Boutiquen, Computerfachgeschäfte) hier in Deutschland vergleicht, merkt man deutlich wie schlecht die Bedingungen wirklich sind.

    Wenn man sich einen krassen Vergleich raussucht könnte man auch sagen „Die sollen froh sein das sie nicht wie Sklaven wie in Südafrika gehalten werden.“

    Aber das wäre einfach unfair und unseriös.

    PS
    Ihre anderen Artikel gefallen mir recht gut. Sehen Sie meine Kritik daher nicht als pauschale Kritik an Ihrer Person. Thanks.