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App der Woche: The Inner World

Bei unserer App der Woche handelt es sich um ein Spiel für iPad und iPhone. Bereits im Juli erschien “The Inner World” für den PC und Mac. Die Entwicklung des Spiels begann bereits 2010 als Studienprojekt am Animationsinstitut der Filmakademie Baden-Württemberg. Am Ende umfasste das Entwicklerteam Fizbin 20 Mitglieder, die ein äußerst witziges und unterhaltsames Adventure abgeliefert haben, das auch als iOS-Version überzeugt.

The Inner World iOS

Die Story: Wo ist der Wind?

Die Story von The Inner World spielt in einer unterirdischen Welt namens Asposien. Bewohnt wird sie von wurmartigen Wesen, die von Windströme zur Energieversorgung abhängig sind, die nun aus geheimnisvollen Gründen langsam versiegen. Hinzu kommt, dass Asposien immer wieder von mysteriösen Monstern namens Basylen heimgesucht wird, die die Sünder in der Welt versteinern.

Der Spieler übernimmt die Rolle von Robert, einem Lakaien des Asposien-Herrschers Conroy. von einer diebischen Taube aus dem Wirkungskreis von Conroy befreit, entdeckt Robert die aufregende Welt Asposien neu und macht sich dabei mit einer herrlichen Einfältigkeit daran, die Gründe für das Versiegen der Windströme aufzudecken und dabei nebenher die Welt zu retten. Begleitet wird er dabei von der Diebin Laura, die er früh im Spiel kennenlernt.

Das Adventure-Herz: Dialoge und Rätsel

Ganz im Sinne des klassischen Adventures dreht es sich auch in The Inner World ganz um die Dialoge und Rätsel. Beide Adventure-Herzstücke sind den Entwicklern mit Abstrichen gut gelungen.

Roberts Art ist sehr naiv und kindlich. Was zu Anfang noch unterhaltsam ist, geht dem Spieler mit fortschreitendem Spielverlauf doch etwas auf die Nerven. Die stets genervte und sarkastische Laura, die der Spieler im Laufe des Spiels streckenweise übernimmt, überzeugt dabei in Dialogen mehr. Insgesamt zeichnet sich The Inner World dennoch durch einen guten, trockenen Humor aus, über den man viel lachen kann.

Noch wichtiger für ein gutes Adventure sind die Rätsel. Zu leicht, und dem Spieler wird viel zu schnell langweilig. Zu schwer, und er ist frustriert. Die Rätsel von The Inner World sind kreativ und durchdacht, aber durchaus auch auf der kniffligen Seite. Wenn man nicht weiter kommt, steht einem aber ein gut abgestuftes Hilfesystem zur Verfügung, das bei jedem Aufruf ein Stück konkreter in Richtung der richtigen Lösung weist.

Die Technik: Sound, Grafik und Steuerung

Die Welt Asposien wurde mit liebevoller Hand gezeichnet und sieht einfach großartig aus. Die Schauplätze sind unterschiedlich und haben alle ihren eigenen Charme, und die Bewegungen der Charaktere sind gut animiert.

Auch was den Sound angeht überzeugt das Spiel. Eine klare, gut vertonte Sprachausgabe haucht den Charakteren Leben ein, und die Soundkulisse ist qualitativ hochwertig und stimmig. Der Spieler kann zwischen der englischen und deutschen Sprache wählen, wobei letztere dank des deutschen Entwicklerstudios die “native” Sprache ist.

Die Steuerung dürfte schon aus anderen Point-and-Click-Adventures für iPad und iPhone bekannt sein. Mit gezielten Klick- und Wischgesten steuert der Spieler Robert durch die Welt. Dabei werden durch andauernde Berührung des Bildschirms alle Gegenstände eingeblendet, mit denen Robert interagieren kann. An dieser Stelle sei auch die Empfehlung ausgesprochen, das Spiel auf dem iPad zu spielen. Die Steuerung profitiert von dem großen Display, und auch die Grafik kommt so deutlich besser zur Geltung. Natürlich macht The Inner World auch auf dem iPhone Spaß.

Leider hat das Spiel zumindest bei unserem Test auf einem iPad 4 mit 16 GB Speicher ab und an mit technischen Problemen zu kämpfen. So stürzt die App leider überdurchschnittlich oft ab. Hinzu kommt, dass ab und an ein Neustart des Spiels erforderlich war, weil die Inventarsteuerung nicht mehr richtig funktionierte.

Fazit: Eindeutige Kaufempfehlung

The Inner World ist ein liebevoll gestaltetes und unterhaltsames Point-and-Click-Adventure. Die Spielwelt und Charaktere überzeugen sowohl grafisch als auch vom Entwurf her, und die fordernden Rätsel halten den Spieler auf Trab. Geteilter Meinung kann man über das Hilfesystem sein. Einerseits spart sich der Spieler so die Schmach, eine Komplettlösung zu Rate ziehen zu müssen, andererseits aber ist der Hilfebutton verdammt verführerisch. Wer ihm nicht ausreichend widerstehen kann, dem geht viel an Spielspaß verloren.

Negativ fallen die auf die Dauer nervige Art des Protagonisten sowie die technischen Probleme auf. Bei letzteren gibt es allerdings die Hoffnung, dass die Entwickler mit einem Update nachbessern.

Trotz der kleinen Schwächen bekommt The Inner World eine eindeutige Kaufempfehlung von uns. Für 2,69 € im App Store macht ihr mit der App nichts verkehrt. Spielspaß ist garantiert.

App der Woche: The Inner World
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