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Kommentar: „iPhone 8“ mit gebogenem OLED-Display – und was heißt das für die Reparatur?

Wir haben schon das eine oder andere Gerücht zum iPhone 8 gehört. Viele freuen sich darauf, dass Apple nach Jahren auf OLED-Bildschirme wechseln könnte – allerdings legen die Gerüchte nahe, dass das in diesem Jahr noch nicht bei allen Geräten passieren wird. Genauer gesagt nur bei einem Modell, dort aber richtig. Aber hat sich schon mal jemand gefragt, was das für Reparaturen bedeutet?

iPhone SE auseinander genommen, Foto: iFixit

Reparaturen noch komplizierter?

Bei aller Liebe zum Meckern, aber derzeit kann das iPhone beinahe noch relativ einfach repariert werden. Man muss sich lediglich an den Gedanken gewöhnen, dass die Glasscheibe und der eigentliche Bildschirm verklebt sind, entsprechend handelt es sich um ein Teil, was die Kosten in die Höhe treibt. Aber was passiert eigentlich, wenn die Gerüchte wahr sind?

Die Gerüchte besagen, dass das diesjährige Top-Modell mit einem 5,8 Zoll großen OLED-Bildschirm versehen werden soll, dessen äußere Bereiche über den Rand des iPhones hinausgehen. Derzeit ist das iPhone klar getrennt: Unter dem Bildschirm kommt schon das Unibody-Gehäuse. Falls die Gerüchte zutreffen, dürfte sich das ändern, weil der Bildschirm dann Teil des Gehäuses wird.

Abzuwarten wird sein, ob Apple dann die Modularität aufgibt. Auf jeden Fall dürfte eine solche Ausdehnung des Bildschirmes bedeuten, dass Glasschäden häufiger vorkommen, weil die empfindliche Fläche noch einmal größer wird. Vor allem aber sind bei einem Sturz schon immer die Ränder gefährdet gewesen, nicht selten ist das der erste Berührungspunkt mit dem Boden.

Für die DIY-Gemeinde dürfte das ein erneuter Rückschlag sein. Shops wie der Screenshop bieten schon kostengünstige Möglichkeiten zum Austausch des Bildschirms, wenn man sich das selbst zutraut. Doch selbst wenn der Bildschirm noch ein Teil für sich bleibt, dürfte er aufgrund seiner Größe einer höheren Gefahr unterliegen, nicht ganz bündig eingebaut zu werden.

Bildschirm dürfte teurer werden

Dazu kommt, dass der neue Bildschirm auch relativ teuer werden dürfte, selbst als Ersatzteil. Bereits heute ist das Front-Panel im Grunde genommen ein Teil. Wenn Apple nun auch den Home-Button und die komplette Sensorik im Bildschirm verschwinden lässt, steigt die Komplexität nur noch weiter. Ohne den Teufel an die Wand malen zu wollen, wäre denkbar, dass beim „iPhone 8“ die Komponenten auf fünf Stück zusammengestaucht werden: Gehäuse, Bildschirm (inkl. Touch ID, Front-Kamera und Sensoren sowie Glas), Akku, Logic Board und Akku.

Die andere Frage wäre natürlich, ob es überhaupt in Apples Interesse ist, dass eine Reparatur „möglich“ ist…

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