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iPad: Hoffnungen der Verlage bis jetzt nicht erfüllt

Die Hoffnungen der Verlage, dass der Tablet PC aus dem Hause Apple sich als Retter für die angeschlagene Branche erweisen könnte, haben sich bis jetzt leider nicht erfüllt.

Dies geht aus einem heute veröffentlichten Bericht des Magazins IT-Wire hervor. So zeigen aktuelle Verkaufszahlen der Verlage, dass der erhoffte Run auf Zeitungen und Zeitschriften für das iPad bis jetzt eher ausgeblieben ist, bzw. sich nicht in den anvisierten Umsätzen niederschlägt.

Ein Grund dafür scheint wohl die Tatsache zu sein, dass das Apple iPad in erster Linie eher von einer jüngeren Käuferschicht angesprochen wird, die sich ihre Informationen lieber aus dem Internet direkt besorgen, statt auf die digital aufbereiteten Artikel der Zeitungsbranche zurück zugreifen. Ältere Menschen dagegen scheinen sich bislang eher weniger für das Apple iPad zu begeistern.

So konnten bislang alle australischen Zeitungen zusammen gerade mal 4000 Abonnements zu 5 Dollar pro Monat verkaufen. Diese Informationen gehen aus dem Bericht des Technikmagazins hervor, die diese Zahlen von einem Insider bekommen haben will.

Dagegen scheinen sich aber Wochenzeitungen auf dem iPad höchster Beliebtheit zu erfreuen. Laut einer kürzlich veröffentlichten Browser-Statistik greifen an den Wochenenden doppelt so viele Nutzer zu dem iPad, als dies unter der Woche der Fall ist.

Natürlich sollte man beim Betrachten der Zahlen auch berücksichtigen, dass die Firma Apple teilweise immer noch mit Lieferschwierigkeiten beim iPad zu kämpfen hat. Die Nachfrage seitens der Kunden nach dem Touch Device ist nach wie vor enorm. Im Apple online Store werden zwar mittlerweile Lieferzeiten von durchschnittlich 7-10 Tagen angegeben, aber bei vielen Händlern vor Ort herrscht meist immer noch Ebbe im Lager, was die Verfügbarkeit des iPad angeht.

Auch einen weiteren Punkt sollte man sich vor Augen halten. Viele Zeitungen setzen im Moment ihre Ausgaben 1:1 in das PDF-Format für das iPad um. (Siehe die App iKiosk, in der der Springer-Verlag die Bildzeitung und weitere Blätter des Verlags anbietet). Damit ist aber auf einem revolutionären Touch Gerät wie dem iPad kein Blumentopf zu gewinnen.

Schon mehr Potenzial hat da eine Umsetzung wie die App „Die Welt HD“ (ebenfalls vom Springer-Verlag) oder die App vom Falkemedia Verlag „So isst Italien“. Durch Ausschöpfung sämtlich zur Verfügung stehender Mittel und Interaktivität, die ein Gadget wie das Apple iPad bietet, zeigt sich hier, wie Verlage durchaus bei den Lesern punkten können.

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2 Kommentare

  1. Der Versuch alte Systeme auf neue Geräte zu übertragen hat noch nie funktioniert!
    Und solange die Verlage es so probieren ist es zum Scheitern verurteilt.

    Schaut Euch „Die Welt HD“ mal an – ein echtes Armutszeugnis. Kein 2. App auf meinem iPad hat es schon zu so vielen Abstürzen gebracht. Dafür bezahle ich kein Geld. Woanders gibt es kostenlos besseres.

    Und für regionale Informationen gibt es sowieso noch viel zu wenig…

    Grüße Tobias

  2. Machen wir uns mal nichts vor. In Deutschland sind vielleicht gerade mal 100.000 iPads verkauft worden. Wo sollen da bitte schön die Kunden her kommen, wenn es auch kaum Verlage gibt die Inhalte für das iPad anbieten. Die Verlage die immer noch im Dornröschenschlaf liegen meinen jetzt schon das es nicht klappt mit dem iPad? Ist mal wieder echt typisch!!!!!!!!!!!