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Premium Reseller attackieren Apple massiv

Nachdem es bereits vereinzelt Beschwerden um Arbeitsbedingungen und Anforderungen an Retail-Stores gab, beteiligen sich nun auch viele Premium Reseller an den Vorwürfen. So wird beklagt, Apples Messlatte zu erfüllen, sei unter den beschnittenen Spielräumen der selbstständigen Händler kaum möglich.

Dass Cupertino extrem hohe Qualitätsstandards auch für die Reseller-Stores setzt ist bekannt. So erwartet man auch im allerkleinsten Shop, jederzeit drei Angestellte vorzufinden, oder genügend Platz um ein Produkt zu lassen. Doch die neuesten Appelle lassen vermuten, dass den Vertriebspartnern kaum noch Luft zum Atmen bleibt:

Apple wird vorgeworfen, die Reseller mit „Flaggschiff“-Produkten, wie dem Macbook Air oder dem iPad, zur Veröffentlichung beabsichtigt nicht beliefert zu haben, oder es durch sehr knappe Versorgung unmöglich zu machen beispielsweise iPhones auf Lager zu halten. So seien viele Händler in Verruf geraten, da sie als „Shop ohne Ware“ wahrgenommen wurden. Damit fällt man bei der Apple-typischen Kundschaft natürlich sehr schnell in Ungnade.

In diesem Sinne würden mit diesen Aussagen vorherige Vorwürfe von eBizcuss, einem französischen Vertriebspartner, bestätigt, dass Apple gezielt Geschäftskunden, wie etwa Kleinunternehmer oder Bildungseinrichtungen abwerbe. Mit Konditionen, die man als einfacher Händler schlicht nicht realisieren könne, picke sich Apple mutmaßliche Großkunden heraus und gäbe dem Händler bei eingeschränkten Kreditlinien nicht einmal eine wirtschaftliche Handlungsfähigkeit.

Zu guter Letzt hält man Apple vor, dass im Gegensatz zu ihren Händlerkonditonen die Qualitätsansprüche extrem großzügig bemessen werden. So sei die Umstellung aller Stores auf das neue v2-Design pro Filiale mit durchschnittlich 400.000 US-Dollar an Kosten verbunden. Das entspräche einer Gewinnmarge von zwei bis vier Prozent, die dem Händler damit in der Tasche fehlen. Prozente, die vor Allem in Großbritannien, wo die Auflagen nochmal am strengsten sein sollen, ausschlaggebend sind. Vermutlich werden dort einige Reseller schließen müssen.

eBizcuss klagte gegen Apple aufgrund dieser Umstände, jedoch sehen das viele Marktbeobachter als tendenziell erfolglos. So zitiert man: „Wie viele dieser großen Unternehmen hat Apple mehr Anwälte als die Vertriebspartner Angestellte.“ Und das ist vermutlich korrekt, wenn auch nicht richtig. Es  ist bisher aber leider noch nicht klar, wie viele Reseller sich tatsächlich hintergangen fühlen, oder ob nicht der ein oder andere auf den fahrenden Zug aufspringt. Als Klägerpartei ist bisher nur eBizcuss bekannt, wobei es einen Beschwerdebrief mit aussagefähigen 4.400 Wörtern von eine Reseller gegeben haben soll, der jedoch unbekannt bleiben möchte.

Wie viele dieser doch recht tiefgreifenden Vorwürfe nun tatsächlich Hand und Fuß haben, oder vielleicht einfach nur auf ein schlechtes Management zurückzuführen sind, wird sich in Zukunft zeigen. Doch gute Schlagzeilen sehen in jedem Fall anders aus.

Quelle: Computerbase / Channelweb (engl.)

 

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9 Kommentare

  1. Die Rechtschreibung ist mal wieder zum davon laufen

  2. Falsch! Sie ist „zum Davonlaufen“…

  3. Seit wann beginnen denn die ,,Gänsefüßchen“ oben? Setzen Sechs!

  4. @Dander @Dein Lehrer Habt ihr Probleme …

  5. Bei „elektronisch erstellter“ Schrift ist das erlaubt! Setzen, „Sechs minus“!

  6. Apple ist so scheisse gierig. Ich mag Appleprodukte, doch der Konzern nervt schon extrem mit ihrem arroganten Auftreten.

    Ps. Immer diese Rechtschreibenörgler-

  7. Die sollen sich mal nicht so anstellen apple selber hat auch nur wenige produziert also selbst auf lager… Das ist doch deren strategie…..

  8. Sagen wir mal so… es geht hier nicht um die geringe Auflage an Produkten, sondern den entstandenen Schaden, der nicht zu liefernden Produkten bei Bestellung. Der ist gigantisch und kann nicht in Zahlen ausgedrückt werden. Mal gucken wie sich das entwickelt.

    Apple wird ein Problem haben, wenn alle Stores die Produkte auf die Bannliste stellen. Wäre doof für mich und andere, denn dann wäre nurnoch der AppleStore und Apple.de/com usw. als Bestellhotline verfügbar….

  9. Manches finde ich wirklich überzogen in den Bedingungen die Apple diktiert. Aber die Vorgabe das immer mindestens drei Angestellte dort sein müssen halte ich für beispielhaft. Es dient zum einen dazu das die Wahrscheinlichkeit als Kunde gleichen einen Ansprechpartner zu haben höher ist als in allen anderen Läden, und zugleich ist es ein Sicherheitsaspekt für die Mitarbeiter. Vergesst mal nicht die Methode Schlecker bei der in den Läden nur eine Person steht, und die „Überfall-Wahrscheinlichkeit“ deutlich gesteigert ist – und das aus reiner Profitgier.