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iMac 2012: Assembled in the USA?

Das erste Verkaufswochenende für die neuen iMacs ist vorbei, und wir werden sicherlich nicht mehr allzu lange auf die ersten Zahlen warten müssen. Derweil sorgt eine Entdeckung für ein wenig Aufsehen. Scheinbar kommen einige der neuen iMacs mit der Markierung „Assembled in the USA“ ausgeliefert. Das Label findet sich schon seit längerem auf einigen iMacs aus der „refurbished“-Kategorie des Apple Stores, aber bei fabrikneuen iMacs ist es bisher noch nicht aufgetaucht. Scheinbar scheint zumindest ein Teil der iMac-Produktion in den Vereinigten Staaten stattzufinden.

„Assembled in the USA“ auf neuen iMacs

Wenn man einen refurbished Mac bei Apple kauft, dann konnte es auch in der Vergangenheit passieren, dass man ein Gerät erhielt, dass mit dem Aufkleber „Assembled in the USA“ auf der Verpackung versehen war. Dies bedeutete in dem Fall lediglich, dass die Generalüberholung des iMacs in den USA stattfand. Die Thematik wird bereits seit 2006 in Apples Support Forum diskutiert.  Zumindest bis letztes Jahr ging man davon aus, dass seit 2004 jeder neue iMac in China produziert wurde.

Aber auf einem fabrikneuen iMac ist die Markierung bisher noch nicht aufgetaucht. Auf den neuen 21,5 Zoll Modellen findet sich nun jedoch teilweise ein entsprechendes Label direkt im Aluminium des Gehäuses, so zum Beispiel entdeckt bei dem Modell, dass die Jungs von iFixit für ihren Teardown auseinandergenommen haben. Ein Post im Apple Support Forum weist auch darauf hin, dass scheinbar schon im letzten Jahr iMacs ausgeliefert wurden, auf deren Gehäuse das „Assembled in the USA“ eingraviert war. Nach und nach tauchten mehr Meldungen von iMacs aus dem Jahr 2012 oder 2011 auf, die diese Markierung tragen. So  entdeckten zum Beispiel Philipp Elmer-DeWitt von Fortune sowie Jay Jarrow von Business Insider ein solches Modell.

Produziert Apple jetzt in den USA?

Apple lagert nahezu die ganze Produktionskette nach Asien aus. Angesichts der Labels stellt sich nun die Frage, ob Apple einen Teil der iMacs eventuell in den USA produziert.

Die US Federal Trade Commission legt in ihren Richtlinienrecht genau fest, was für Voraussetzungen ein Produkt erfüllen muss, um das Label „Assembled in the USA“ zu tragen:

A product that includes foreign components may be called “Assembled in USA” without qualification when its principal assembly takes place in the U.S. and the assembly is substantial. For the “assembly” claim to be valid, the product’s last “substantial transformation” also should have occurred in the U.S. That’s why a “screwdriver” assembly in the U.S. of foreign components into a final product at the end of the manufacturing process doesn’t usually qualify for the “Assembled in USA” claim.

Es reicht also nicht, wenn ein paar Teile in den USA zusammengeschraubt werden. Vielmehr muss die generelle Montage, die die „letzte substantielle Transformation“ des Produktes darstellt, in den Vereinigten Staaten stattfinden.

Dies legt die Vermutung nahe, dass Apple scheinbar einen wichtigen Teil seiner iMac-Produktion in den USA durchführen lässt. Bis 2004 stellte Apple einen Teil der iMacs in Elk Grove in Kalifornien her. Tim Cook lagerte dann jedoch die komplette Produktion nach China aus. Der Standort hat in den letzten Monat sein Personal wieder um 50 % aufgestockt, wobei in den offiziellen Listings von Apple keine Jobs in der Fertigung ausgeschrieben wurden.

Auch Apples Zulieferer Foxconn hat ein paar Standorte in den USA. Allerdings ist nicht bekannt, ob an diesen Standorten aktiv produziert wird. Eine dritte Theorie schließlich geht davon aus, dass Apple einen Teil der iMac-Produktion im Moment in Cupertino durchführen lässt, um die anfänglichen Produktionsschwierigkeiten zu überwinden.

Tim Cook sagte jedenfalls kürzlich in einem Interview, er würde sich wünschen, dass es mehr Produkte „Made in America“ von Apple gebe.

Weder Apple noch die FTC waren bisher zu einem Statement in der Angelegenheit bereit.

 

(via Apple Insider)

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