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IT-Marktforscher korrigieren Erwartungen an NFC-Zahlungssysteme nach unten und bestätigen Apples Prognosen

Das IT-Marktforschungsunternehmen Gartner hat seine Erwartungen an die NFC-Bezahldienste maßgeblich korrigiert – mit negativer Tendenz im Vergleich zu bisherigen Einschätzungen. Bis zum Jahr 2017 werden fortan 40 Prozent weniger Transaktionen erwartet als bisher angenommen. Die Märkte hätten sich zu gering mit der NFC-Technologie angefreundet – Unternehmen, die die Technik verwenden, hätten noch immer stark zu kämpfen um die Durchsetzung ihrer Technologie.

Der Near-Field-Communication-Standard NFC soll 2013 insgesamt zwei Prozent aller Transaktionen mobiler Bankaktivitäten ausmachen, so erklärt Gartner in einer aktuellen Studie. Für 2017 schätzt das Unternehmen den NFC-Anteil auf fünf Prozent. Die Analysen wären bisher zu optimistisch gewesen, was die Massentauglichkeit von NFC betraf.

Hardwarehersteller ziehen nicht mit

Der Grund liegt unter anderem an der mangelnden Unterstützung vieler Hardwarehersteller. So unterstützt das iPhone von Apple beispielsweise keine NFC-Transaktionen. Auch die Mobilfunkprovider würden sich sehr viel Zeit lassen in der Implementierung der Technologie. In der Folge konnten auch die Konsumenten noch nicht genügend vom Nutzen der NFC-Technik für mobiles Bezahlen überzeugt werden.

In einigen Bereichen hat NFC jedoch seine Akzeptanz ausdehnen können: Bei Geldüberweisungen würde die Technologie mittlerweile einen erheblichen Anteil beanspruchen können, so Gartner. Bis 2017 soll sie in über zwei Drittel aller mobilen Überweisungen verwendet werden. Im aktuellen Jahr rechnen die Gartner-Analysten mit mobil getätigten Überweisungen im Umfang von 235,4 Milliarden US-Dollar maximal. Fünf Jahre später könnte sich diese Zahl verdoppelt haben.

Apple bekundet Desinteresse

Einkäufe über Smartphones sollen im Gesamtjahr 2013 etwa ein Fünftel des mobilen Geldmarkts erreichen, im Fünfjahreszeitraum dann um moderate 23 Prozent zunehmen. Gartner geht davon aus, dass die Technik insgesamt noch nicht ausgereift genug ist, um die Kunden weiträumig und umfassend vom Nutzen von NFC zu überzeugen.
Auf dem mobilen Geldmarkt soll 2016 der asiatische und der pazifische Raum die beherrschende Rolle eingenommen haben. Für die USA und Europa erwartet die Analyse Gartners ein anhaltend extensives Wachstum. In Südostasien schätzt Gartner für 2013 den Wert mobil getätigter Transaktionen auf etwa 74 Milliarden US-Dollar, während die USA und Kanada nur 37 Milliarden Dollar und die EU-Staaten 29 Milliarden umsetzen sollen. Besonders Apple hat in Form von CEO Tim Cook mehrfach bestätigt, dass die Zeit noch nicht reif sei, um die NFC-Technik sicher beispielsweise im iPhone unterzubringen. Bereits vor der Markteinführung des iPhone 4S munkelte man, dass Apple die entsprechende Technologie unterbingen könnte. Doch während andere Smartphone-Hersteller schon diverse Chips verbauten, lehnten die Kalifornier dies ab. Auch mit dem iPhone 5S ist dies womöglich eher nicht zu vermuten.

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Ein Kommentar

  1. Irgendwie kann ich die Begeisterung für NFC-Bezahlsysteme nicht nachvollziehen. Der schnellste Weg zu bezahlen ist für mich immer noch das Cash auf den Tresen zu legen, außerdem ist da die Kontrolle der eigenen Ausgaben effektiver. Was NFC angeht so ist die Frage der Sicherheit ja auch nicht zu vernachlässigen. Bereits heute muss man ja beim zahlen per Karte darauf hoffen das das jeweilige Terminal im Laden nicht gehackt oder anderweitig manipuliert wurde, da will ich gar nicht erst als Versuchskaninchen für die Finanzdienstleister herhalten um zu sehen wie dich ein geschickter Hacker in einer Warteschlange hinter mir stehen muss um meine virtuelle Geldbörse (Egal ob auf Karte oder im Smartphone) zu leeren.

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