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iPad Air und iPad mini 2: Konsequente Evolution eines Erfolgsproduktes

Gestern war es so weit. Auf der Bühne des Yuerba Buena Center of the Arts in San Francisco enthüllten Tim Cook und seine Kollegen die neuen iPad-Modelle. Was zu Tage kam, sind zwei konsequent weiterentwickelte Produkte. Weder das iPad mini 2 noch das iPad Air boten große Überraschungen. Das müssen sie aber auch gar nicht. Denn auch wenn die Öffentlichkeit an der Oberfläche nach immer neuen Features giert, kauft sie im Endeffekt einfach nur gerne gute Technik. Und das sind die beiden neuen iPads auf jeden Fall.

iPad Air

iPad Air: Das iPad mini in groß

Was den Nachfolger des iPad der vierten Generation angeht, so hat Apple unterm Strich das abgeliefert, was wir alle erwartet haben. Schlanker ist es geworden, und somit auch leichter.  Das Gewicht von ca. 635 g ist auf etwa 500 g gesunken. Das mag jetzt so dahingeschrieben nicht nach viel aussehen, aber wenn man länger mit dem Gerät arbeitet, wird man den Unterschied merken. Das Gewicht macht sich auch in den Dimensionen bemerkbar: Im Vergleich zum Vorgängermodell ist das iPad Air um ca. 20 Prozent dünner.

Technisch betrachtet hat sich nicht viel getan. Statt dem erwarteten A7x-Prozessor wurde der A7 aus dem iPhone 5s verbaut, was dennoch für genug Leistungszuwachs gesorgt hat, m sich vom iPad 4 abzuheben. Das Display ist unverändert, allerdings ist auch kein Grund ersichtlich, warum man das hervorragende Display des iPad 4 ersetzen sollte. Ein paar „Detailverbesserungen“ wie eine bessere Kamera runden das Gesamtbild ab, auch wenn nicht wie ursprünglich erwartet die 8 MP Kamera des iPhone 5s verbaut wurde.

Alles in allem war sehr viel von den Spezifikationen bereits im Vorfeld bekannt. Das überraschendste an der neuen iPad-Generation ist wohl der Name. Über den man wohlgemerkt geteilter Meinung sein kann.

iPad mini 2: Endlich Retinadisplay

Mit dem iPad mini 2 – oder iPad mini mit Retinadisplay – hat Apple den sehnlichsten Wunsch der Kunden erfüllt: Das Gerät verfügt über ein hochauflösendes Retinadisplay. Tatsächlich hat Apple sogar im Vergleich zum großen Bruder des iPad mini 2 mit einer höheren Pixeldichte ausgestattet. Genau wie das iPad Air hat das iPad mini 2 eine Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln, was auf dem 7,9 Zoll Display in einer Pixeldichte von 326 ppi resultiert. Zum Vergleich: Das iPad Air hat 264 ppi.

Neben dem Retinadisplay hat auch das iPad mini 2 den A7 Prozessor und eine verbesserte Kamera erhalten. Beide iPad-Modelle verfügen nun auch über einen M7 Coprozessor, um den A7 zu entlasten. Ansonsten übernimmt das iPad mini 2 die Spezifikationen seines Vorgängers weitgehend.

Kein Gold, keine TouchID

Zwei viel diskutierte Themen im Vorfeld der Keynote waren die Farboptionen des iPads und die TouchID. Während auch für Apple ein goldenes 10 Zoll iPad scheinbar etwas nach Overkill roch, dürfte das Fehlen der TouchID rationalere Gründe haben. Die Nachfrage nach dem iPhone 5s ist nach wie vor hoch, und Apple hat offenbar Nachschubprobleme, was die Sensoren der TouchID angeht. Es ist aber davon auszugehen, dass dieses Feature nächstes Jahr nachgereicht wird, da es bei den Kunden sehr gut ankommt.

Das Rad wurde nicht neu erfunden

Apple hat mit der Keynote wohl niemanden vor Überraschung vom Stuhl kippen lassen. Das liegt zum einen daran, dass im Vorfeld der Keynote auch dieses Mal relativ viele Leaks die Öffentlichkeit erreichten, zum anderen aber auch daran, dass viele der Entwicklungen abzusehen waren. Das Retinadisplay im iPad mini beispielsweise war bereits nach der ersten Version des kleinen Tablets überfällig, und auch bei den restlichen Neuerungen beider Modelle handelt es sich eher um konsequente Evolution als um Features, die die Branche revolutionieren. Das ist aber nicht schlimm. Denn im Endeffekt hat die breite Masse der Kunden mehr Interesse daran, attraktive, schnelle und gute Technik zu kaufen als sich auf virtuelle Längenvergleiche männlicher Genitalien mit der Konkurrenz einzulassen, in denen es darum geht, wer technisch um eine Nasenspitze vorn oder hinten liegt.

Und der Erfolg gibt Apple Recht. Wenn man in Cupertino eines kann, dann ist es, gute Technik abzuliefern. Damit beliefert das Unternehmen jährlich von Neuem sehr viele Kunden, und ein Ende ist nicht in Sicht. Und das, obwohl jedes Mal aufs neue erklärt wird, Apple könne nicht mehr innovieren und sei daher auf dem absteigendem Ast. Jedes neue Feature gleich rauszuhauen, nur um der erste zu sein, ist nun einmal keine Strategie, die zu Apple passt. Und man darf nicht vergessen, dass jedes Feature, und sei es noch so modern, ganz schnell zu einem Trumpf im Nerd-Quartett wird, wenn man es nicht ausreichend durchdenkt.

 

iPad Air und iPad mini 2: Konsequente Evolution eines Erfolgsproduktes
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3 Kommentare

  1. Ich denke in einem halben jahr wird das ipad pro vorgestellt.

  2. Und wenn man bedenkt was ios schon Speicher belegt finde ich es eine Zumutung 15 GB Gerate überhaupt anzubieten

  3. Mich würde interessieren ob durch das kleinere Display des mini’s bei gleicher Auflösung und dadurch höherer ppi Zahl, das bessere Display ist. Oder ist das Retina des Air schon so gut, dass man den Unterschied in der Realität nicht wahrnehmen kann.
    Kann wohl nur jemand beantworten der beide tablets schon nebeneinander gesehen hat…