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Leaks galore: Hat Apple ein Sicherheitsproblem? Oder: In jedem Apfel wohnt ein Zauber inne. [Kommentar]

Gestern fand eine weitere Apple-Keynote statt, und es war eine weitere, bei der ich im Nachhinein nicht der einzige gewesen sein dürfte, der nicht wirklich überrascht war. Leaks vor Keynote gab es schon immer. Aber in vor den letzten Keynotes hat das Ganze beinahe kroteske Ausmaße angenommen. Kaum etwas, was Apple auf einer Keynote präsentiert, wurde im Vorfeld nicht erörtert. Und zwar nicht als bloße, unbewiesene Spekulation, sondern als fundierter Leak. Lässt sich aus der daraus entstehenden Situation folgen, das Apple mit Sicherheitsproblemen zu kämpfen hat? Und was bedeutet die steigende Zahl geleakter Fotos und Informationen für das Unternehmen?

Apple Leaks

Das Problem liegt nicht bei Apple

Zuallererst: Die Quelle der wenigsten Leaks liegt irgendwo intern bei Apple. Eigentlich dringt aus Cupertino selber so gut wie gar nichts nach draußen. Allerdings kann man nun mal nicht alles intern herstellen, tatsächlich fertigt Apple keines der sich im Verkauf befindlichen Geräte „von eigener Hand“, sondern vergibt diese Aufträge an Drittfirmen. Und dort kommen auch nahezu 100 Prozent der Leaks her. Aus den zumeist im asiatischen Raum befindlichen Firmen dringen Informationen nach außen, die dann von den Tech-Blogs in aller Welt verteilt werden. Selbst wenn Apple wollte, ließe sich dieses Problem nur sehr schwer in den Griff bekommen. Und man darf nicht vergessen, dass die Möglichkeit besteht, dass Apple gar kein Interesse daran hat, die Leaks zu unterbinden. Vielmehr könnten diese als willkommene Form von Publicity toleriert werden. Denn wie wir alle wissen: Es gibt keine schlechte Publicity.

Der Zauber fehlt – aber das liegt nicht an den Leaks

Dennoch haben diese Leaks Auswirkungen auf Apples Keynotes und damit Produktpräsentationen. Es ist lange her, dass ich nach einer Apple-Keynote dasaß und wirklich erstaunt war. Und ich dürfte nicht der Einzige sein, dem das so geht. Apples Keynotes haben ein bisschen was von ihrem Zauber verloren, von diesem „Kinnlade-meets-Fußboden“-Effekt, den es früher mal gab. Aber kann man dafür wirklich die nahezu krotesk gestiegene Anzahl an Leaks in der Zuliefererkette verantwortlich machen? Teilweise auf jeden Fall. Wenn man von allem schon mal ein Foto gesehen hat, und sei es noch so unscharf und dilettantisch geschossen, dann geht eine Menge Überraschungsmoment flöten. Aber mal ehrlich: Selbst wenn es im Vorfeld der gestrigen Keynote keinen einzigen Leak gegeben hätte: Wäre etwas dabei gewesen, was uns wirklich überrascht hätte? Retinadisplay im iPad mini? Nur logisch. Dünneres, leichteres iPad? War zu erwarten, wer mag es nicht dünner und leichter? Das einzige, was etwas unsicher war, war die Frage, ob es eine TouchID geben wird.

Apple hat ein viel von dem Zauber verloren, der das Unternehmen in der Vergangenheit ausgemacht hat. Vom Revolutions- hat man momentan auf den Evolutionsmodus geschaltet. Daran ist weder die löchrige Sicherheitslage in der Zuliefererkette verantwortlich, noch ist diese Tatsache wirklich schlimm. Der Erfolg, den Apple momentan hat, gibt dem Unternehmen Recht. Und man kann halt auch nicht jedes Mal das Rad neu erfinden. Soll heißen: Bei bereits bestehenden Produkten liegt Evolution näher als Revolution. Dennoch ist es schade. Ich jedenfalls wünsche mir mal wieder eine Keynote, von der ich wirklich mitgerissen werde und nach der ich wirklich überrascht bin.

 

Was ist mit euch? Wann ist es Apple zuletzt gelungen, euch wirklich mitzureißen und zu überraschen?

Leaks galore: Hat Apple ein Sicherheitsproblem? Oder: In jedem Apfel wohnt ein Zauber inne. [Kommentar]
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7 Kommentare

  1. Ich war schon überrascht! Überrascht, dass sie es nicht hinbekommen haben, 802.11a/c einzubauen. Und überrascht, dass sie den neuen Homebutton mit Fingersensor nicht eingebaut haben.

    Alles andere macht das Gerät auch nicht nennenswert besser, als es vorher schon war (was es in der Tat war!). Aber wegen ein paar Gramm und ein paar cm weniger kauf ich mir kein neues…

    Die einzige positive Nachricht ist da, dass das neue Ipad nun Nano-SIM nimmt(witzigerweise nicht mal erwähnt, sondern nur in den Specs auf der Homepage zu finden). Nun kann man endlich seine SIM Karten austauschen zwischen beiden Geräten…

  2. Wartet noch ein bisschen, nicht mehr lange… Dann kommt wieder eine Keynote mit neuen hammerprodukt!! Iwatch, itv , oder what ever!
    Und gestern die Keynote hatte zwar kein omt, war aber m e nach trotzdem der Hammer!!!
    Ich freu mich!

  3. Zitat Reader :

    Ich war schon überrascht! Überrascht, dass sie es nicht hinbekommen haben, 802.11a/c einzubauen. Und überrascht, dass sie den neuen Homebutton mit Fingersensor nicht eingebaut haben.

    War doch logisch. a/c ist zu teuer. Deswegen ist es auch nicht im iPhone gelandet. Es gibt ja noch nichtmal den Airport express mit a/c, da es dort preislich einfach nicht geht….

    Kommt alles nächstes Jahr.

    Zu Touch id: Davon kann warscheinlich einfach die Stückzahl nicht prodoziert werden……

    Alles andere macht das Gerät auch nicht nennenswert besser, als es vorher schon war (was es in der Tat war!). Aber wegen ein paar Gramm und ein paar cm weniger kauf ich mir kein neues…

    Die einzige positive Nachricht ist da, dass das neue Ipad nun Nano-SIM nimmt(witzigerweise nicht mal erwähnt, sondern nur in den Specs auf der Homepage zu finden). Nun kann man endlich seine SIM Karten austauschen zwischen beiden Geräten…

  4. Die Keynote gestern wirkte etwas angespannt und schlecht vorbereitet! Die Produkte wurden ohne Überzeugung präsentiert und die Daten einfach abgelesen ..
    Das kann Apple viel besser und sie sollten sich künftig bei den Keynotes mehr Mühe geben, denn spätestens gestern merkte man das die Präsentationen ohne Steve nichts besonderes mehr sind.

    Gruß

  5. Möglicherweise liegt es auch daran, dass der großteil der Medien (und auch dieser Blog) im vorfeld alles so hochschaukeln das bei allen die erwartungen dementsprechend steigen. Alles gilt als „sicher“ und wird somit „langweilig“ bzw. „keine wirkliche erneuerung“ und wenn dann ein gewünschtes Feature nicht erscheint wird endlos darauf herumgetrampelt. Dabei vergessen offenbar einige, dass das iPad in jeder hinsicht ein Technisch einwandfreies Produkt ist, welches darüber hinaus für so ziemlich jeden Menschen auf der Welt intuitiv zu bedienen ist. (Was man von vergleichbaren Produkten nicht immer behaupten kann)

    Was nützen 100 Features wenn man die hälfte davon nicht braucht? Bzw es nicht wesentlich bemerken würde wenn sie weg wären?

  6. Ich gebe dir voll recht X-Ray
    Und apfelnews ihr könntet evtl. was dagegen Unternehmen, indem ihr ein Forum aufmacht, indem ihr NUR Fakten schreibt. Also keine Fotos oder Spekulationen. Ich wär euch echt dankbar dafür!!

  7. Ok, gestern war zwar kein Hammer dabei. Aber was war vor einem Jahr? Da würden die neuen iMacs vorgestellt. Das war meiner Meinung nach Designtechnisch ein Riesending! Technisch gab es dazu noch die Macbooks mit Retina Displays. Das sind schon Entwicklungen die mich umgehauen haben.
    Und auch dieses Jahr haben wir etwas erlebt. Der neue Mac Pro würde meines Wissens nicht vorher geleakt.

    Ich bin momentan ganz schön genervt dass alle sagen Apple sei nicht mehr innovativ, sie bringen keine noch nie da gewesenen Produkte.