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Wie Intel das mobile Geschäft verschlafen hat und warum ein ARM-Mac nicht unwahrscheinlich ist

Bei mobilen Geräten sind Intel-Prozessoren quasi nicht existent – und das soll sogar Intels eigene Schuld sein. Das jedenfalls schreibt Daniel Eran Dilger von Apple Insider in einem ausführlichen Artikel und erklärt außerdem, warum ein ARM-Mac nicht allzu unwahrscheinlich ist.

In einem etwas länger ausgefallenen Artikel beschreibt Dilger bei Apple Insider, warum Intel nicht mehr der Weltmarktführer bei Prozessoren ist. Apple soll daran nicht ganz unbeteiligt sein und nun vielleicht auch noch einen Schritt weiter gehen und wieder eigene Prozessoren in die Macs einbauen, so seine These.

Demnach begann die Misere mit dem ersten iPhone. Intel hatte zu dem Zeitpunkt mit XScale noch einen Hersteller von ARM-Prozessoren im Portfolio, wollte für ein iPhone aber lieber x86-basierte Prozessoren einsetzen. Ein Geschäft zwischen Apple und Intel für mobile Prozessoren, die für das iPhone geeignet sind, kam nicht zustande, weil sich Intel nicht vorstellen konnte, dass man mit ARM-Chips fürs iPhone genügend Geld verdienen könne, um zumindest die Entwicklungskosten zu decken. Nachdem das Thema vom Tisch war, hat Intel XScale an Marvell verkauft und wollte stattdessen den Atom für mobile Zwecke vermarkten.

Aber Apple zeigte mit ARM-Prozessoren, dass sich damit mobile Geräte antreiben lassen und hat sich wieder eine Entwicklungsabteilung für Prozessoren aufgebaut, nachdem diese mit dem Wechsel auf Intel-CPUs in Macs aufgelöst wurde. Aus der Entwicklung folgten dann die A-Chips, die innerhalb kurzer Zeit immer schneller wurden. Apple hat beispielsweise den A7-Chip (iPhone 5s) als „Desktop-Class“ angekündigt. Der Atom-Prozessor ist hingegen quasi nicht existent in mobilen Geräten, obwohl Intel Hersteller sogar dafür bezahlt hat, ihn einzusetzen.

Aus dieser Entwicklung orakelt Dilger nun, dass Apple auch noch einen Schritt weiter gehen könnte und Macs mit ARM-Prozessoren bestücken könnte.

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2 Kommentare

  1. Microsoft und Intel waren eine unheilvolle Allianz. Gut das es vorbei ist und Intel/Microsoft nicht mehr den Markt kontrollieren. Der Wettbewerb ist gut für den Kunden.

  2. Du laberst einen Mist XL___