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Im Test: Withings Activité Pop – stylische Fitness-Uhr

Wie ihr sicherlich schon gehört habt, wird es heute Abend ernst mit der Apple Watch und ihren Fitness-Funktionen, doch in der Zwischenzeit haben wir die Activité Pop von Withings getestet. Sie bietet weniger Funktionen, ist aber dennoch nett anzusehen und viel günstiger.

Einfach nach Gutdünken seine Fitness im Auge behalten ist absolut out, besonders heute, wo man mit Bluetooth alles vernetzen kann. Soll doch das Smartphone die Statistiken machen! So ähnlich lautet das Motto von Withings, die mit der Activité Pop am Start sind, die wir getestet haben. Eine kleine Besonderheit an der Uhr ist, dass sie ein iPhone benötigt hat, genauer gesagt ist es die dazugehörige App, die ein iPhone benötigte und ohne sie geht gar nichts. Seit Kurzem kann auch die Android-Version mit der Activité Pop umgehen.

Withings Activité Pop

Die App macht alles

Bevor es losgehen kann, muss man sein iPhone mit der Withings-App ausstatten und die Uhr mit dem iPhone via Bluetooth verbinden. Dafür ist ein kleiner, sonst unerreichbarer, Button auf der Rückseite vorgesehen, den man nur mit dem mitgelieferten Werkzeug betätigen kann. Anschließend bittet die App den Nutzer, die Zeiger auf 12 Uhr zu stellen. Das geschieht mit einem Rad, das es auf dem iPhone per Touch zu drehen gilt. Im Folgenden übernimmt die App die Kontrolle und stellt die Uhrzeit ein. Wenn man die Wecker-Funktion nutzen möchte, muss man das ebenfalls über die App machen und dass die Auswertung des Schlafrhythmus und der gelaufenen Schritte ebenfalls per App geschieht, bedarf wohl keiner Erwähnung. Ein kleines Zusatzfeature der App ist die Möglichkeit, den Puls zu messen. Dafür muss der Zeigefinger über die Kamera gehalten werden, die App versucht dann mithilfe des Blitzlichts den Puls zu messen und entsprechende Empfehlungen zu geben. Die Uhr selbst kann dies nicht.

Funktionen und Limitierungen

Die Activité Pop ist zunächst einmal eine Uhr: Sie zeigt die Uhrzeit an. Das Ziffernblatt wurde in der Schweiz gestaltet. Außerdem gibt es einen Schrittzähler, der anzeigt, wie gut man in etwa im Zeitplan liegt. Die Uhr geht davon aus, dass man pro Tag 10 000 Schritte laufen sollte, entsprechend geht der Fortschritt voran. Außerdem ist die Uhr in der Lage, den Schlafrhythmus zu erfassen. Das allerdings war zuweilen einigermaßen ungenau, denn die Uhr erkennt häufig nicht den Unterschied, wenn man auf dem Sessel sitzt und einen Film schaut oder tatsächlich schläft. Weiterhin soll die Uhr in der Lage sein, zu erfassen (und positiv zu bewerten), wenn man Schwimmen geht – jedenfalls dann, wenn das entsprechende Update nachgereicht wird. Angesichts der unpassenden Witterungen haben wir darauf allerdings verzichtet.
Raffiniert ist die Wecker-Funktion. Wie schon erwähnt, wird sie in der App eingestellt. Denn der Wecker wird über einen Vibrationsalarm realisiert. Tippt man das Uhrglas zweimal schnell hintereinander an, stellen sich die Zeiger auf die nächste im Wecker eingestellte Weckzeit.

Withings App

Sync ist alles

Um immer konsistente Datenbestände zu haben, muss die Uhr regelmäßig mit der App synchronisiert werden. Und das sollte man auch wirklich tun: Automatisch geschieht es nicht solange die App beendet ist und selbst wenn sie gestartet ist, lässt die Zuverlässigkeit der Verbindung eher zu wünschen übrig. Immerhin erinnert eine Push-Benachrichtigung daran, dass man einen Sync anstoßen sollte. Tut man das nicht, gehen Daten womöglich verloren. Der Speicher in der Uhr scheint für etwa 32 Stunden auszureichen.

Weitere (potenzielle) Features

Die Withings-App ist nicht ausschließlich auf die Activité Pop ausgelegt, denn der französische Hersteller hat noch viel mehr Geräte im Angebot, die sich mehr oder weniger mit Fitness oder Gesundheit beschäftigen. So kann man beispielsweise auch Waagen oder Blutdruckmessgeräte mit der App koppeln und erhält so noch weitere Statistiken und Empfehlungen. Wer all dies nicht hat, muss aber dennoch nicht auf die Features verzichten, denn in dem Fall kann man die Daten selbst eintragen – unverifiziert, versteht sich.

Fazit

Die Activité Pop von Withings ist eine Fitness-Uhr, die nett anzusehen ist. Das Gummi-Armband ist durchaus bequem und der Hersteller verspricht Wasserdichtigkeit, sodass man sie zum Schwimmen mitnehmen kann. Ansonsten tut sie unauffällig ihren Job, denn der zweite Zeiger kann auf den ersten Blick alles mögliche sein, dass es der Schrittzähler ist, wird nicht erwähnt. Die Batterie soll laut Hersteller 8 Monate halten – und damit deutlich länger als der Akku von Smartwatches. Der Preis von rund 150 Euro geht nach unserem Geschmack gerade noch in Ordnung, schön wäre es aber, wenn die App zuverlässiger synchronisieren würde.

Im Test: Withings Activité Pop – stylische Fitness-Uhr
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6 Kommentare

  1. Hallo, ich besitze die Uhr ebenfalls und bin durchaus zufrieden. Sie macht genau das was sie verspricht und das sehr gut. Wem die Funktionen reichen und kein display am Arm benötigt bzw. möchte der ist mit dem Schmuckstück bestens bedient. 2 kleine Korrekturen möchte ich ebenfalls an den Verfasser richten. Zum einen hält der interne Speicher für 32 Stunden seine Daten vor und zum anderen wird die automatische Erkennung des schwimmen Gehens erst per software Update nachgereicht. Dieses soll aber Ende diesen Monats kommen.
    Mein Fazit nach ca. 2 Monaten: tolles Gerät mit toller Optik und haptik zu angemessenem Preis. PS: ich hatte bisher keinerlei Probleme mit dem Sync.

  2. Hallo Ralph,

    danke für dein Feedback. Mit dem Schwimmen, richtig, das ist mir entgangen und der Speicher mit 32 Stunden ist korrekt. Mein Fehler.
    Wegen dem Sync, da hatte ich mit dem iPhone 5s ziemlich oft, dass der Sync abgebrochen ist oder die Verbindung erst nach mehreren Versuchen zustande gekommen ist.

  3. Hey Stefan,
    Ich nutze sie mit dem iPhone 6. vielleicht ist die Bluetooth Performance da besser? Wer weiß

  4. Hallo Ralph,

    ja, das wäre natürlich möglich, wobei es dennoch ein wenig seltsam wäre, da ja beide iPhones Bluetooth 4.0 unterstützen. Aber manchmal muss man nicht alles verstehen. Vielleicht ist auch iOS daran schuld.

  5. Und noch eine kurze Anmerkung meinerseits: Nach den Schlafphasen richtet sich die Activité oder Activité Pop nicht. Ich habe beide Uhren getestet und die Activités wecken immer, ohne Ausnahme, zur eingestellten Zeit – Withings Selbst hat bestätigt dass das Wecken nach Schlafphase der Aura vorenthalten bleiben wird.

  6. Hi

    Ich habe mir für meine Activite Pop einfach noch zwei andere Armbänder gekauft aus Leder, da ich nicht den ganzen Tag ein Armband aus Silikon tragen möchte (nutze das nur beim Schwimmen oder Sport machen).
    Durch den Easy Change Verschluß ist das Wechseln kein Problem (1 Minute, kein Werkzeug notwendig)

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