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Wie das FBI ohne Apples Mithilfe iPhones entschlüsseln will

Eigentlich war für Dienstag eine Anhörung geplant, bei der Apple sich zu dem Entschlüsseln des iPhones aus der Schießerei in San Bernardino äußern sollte. Diese wurde aber verschoben, weil der Regierungsapparat eine andere Möglichkeit testen wollte. Nun ist auch bekannt, welche Technik dafür wahrscheinlich zum Einsatz kommen soll.

Israelische Firma soll helfen

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat das FBI mit dem aus Israel stammenden Unternehmen cellebrite einen Dienstleister gefunden, mit dem das iPhone des Schützen aus San Bernardino auch ohne die Hilfe von Apple entsperrt werden kann. Reuters beruft sich dabei auf die israelische Tageszeitung Yedioth Ahronoth.

Schon am 7. März hat die American Civil Liberties Union (ACLU) öffentlich bezweifelt, dass das FBI alles, was denkbar wäre, ausprobierte, um das iPhone zu entsperren. Beispielsweise stünde noch immer das NAND-Mirroring im Raum. Bei dieser Technik würde man den Flash-Speicher sichern, der die Anzahl der falschen Code-Eingaben mitzählt, Codes ausprobieren und den Speicherinhalt wieder zurückschreiben. Auf diese Weise wäre das System ausgehebelt. Eine weitere Variante wäre das „De-Capping“, was aber eine Zerstörung des iPhones zur Folge hätte und bislang eher theoretischer Natur ist. Man müsste dafür den Flash-Speicher mit einem Mikroskop auslesen und somit die interessanten Daten, wie die ID des iPhones, auslesen, mit der die Daten verschlüsselt sind.

Bereits am Montag hat das FBI einen Vertrag mit cellebrite geschlossen. Der Wert beläuft sich auf 15.000 Dollar.

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