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Handy mit Vertrag: Womit Netzbetreiber locken – und warum das funktioniert

Man kann jetzt nicht direkt sagen, dass Handys noch so boomen wie noch Anfang der 2000er Jahre. Der Markt ist mehr oder weniger gesättigt, jeder hat eines. Das bringt Mobilfunkanbieter auf Ideen – und es sind dieselben wie vor 16 Jahren: Handy, Vertrag und Goodies. Und das kann sich lohnen – falls man mit den Zusatzfeatures etwas anfangen kann.

SIM-Karten, Bild: CC0

SIM-Karten, Bild: CC0

Ein Handy und eine PlayStation

In den besten Zeiten des Handys waren Mobilfunkanbieter teils sehr kreativ, um neue Kunden anzulocken. Nicht selten gab es neben dem Handy selbst noch das eine oder andere „Geschenk“. Gängige Add-Ons waren seinerzeit teure Gerätschaften wie eine PlayStation 2 oder ein DVD-Player. Natürlich gab es das Geschenk nur unter einer Voraussetzung: Man schließt einen Handyvertrag gleich mit ab.

Man muss dabei aber auch sehen, dass die Zeiten andere waren. Die Handys, die damals angesagt waren, haben ohne Vertrag selten mehr als 200 Euro gekostet. Damals waren Nokia, Siemens, Motorola und Sony-Ericsson angesagt. Entsprechend konnten derartige Lockangebote problemlos finanziert werden. Denn obwohl eine PlayStation oder ein DVD-Player den Wert der Hardware allenfalls verdoppelt hatte, haben die Kunden nur im Kopf gehabt, dass sowohl PlayStation als auch DVD-Player recht teure Geräte sind.

Heute gibt es Smartphones

Mit solchen vergleichsweise günstigen Handys kann man heutzutage niemand mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Stattdessen soll es ein Smartphone sein. Das Problem dabei: Der Kunde weiß bereits, was er begehrt. Entsprechend haben die Anbieter reagiert, aber interessante Angebote gibt es immer noch. Heute ist das Smartphone das Bundle. Der Kunde möchte möglichst keine Zuzahlung leisten und natürlich am liebsten wenig pro Monat bezahlen.

Angebote, die sowas bieten, heißen „Handy-Bundle“ und man muss sie etwas suchen. Denn eines ist klar: Einerseits möchten Mobilfunkanbieter Kunden gewinnen, aber andererseits scheint das auch ganz gut zu funktionieren, ohne dass man dafür zu sehr auf seinen Profit verzichten muss. Aber es gibt sie noch: Die Smartphones für den symbolischen Euro.

Warum das noch immer funktioniert

Die Antwort auf die Frage ist ganz leicht: Weil es sich lohnt. Man muss bei der Berechnung beachten, dass man ohnehin eine SIM-Karte verwendet. Selbst bei einem Discounter wie Congstar kostet ein guter Smartphone-Tarif um die 20 Euro im Monat. Hingegen bekommt man schon ein iPhone 6s für einen Euro zusammen mit einem Telekom-Tarif, der knapp 40 Euro im Monat kostet. Das würde man auch direkt beim Anbieter zahlen, allerdings käme noch eine saftige Anzahlung für das Handy dazu.

Doch selbst, wenn man mit dem billigsten denkbaren Fall rechnet, lohnt sich das. Dasselbe Smartphone kostet ohne Vertrag billigstenfalls knapp 600 Euro. Selbst wenn man 20 Euro am Handy-Tarif sparen würde, sind das über zwei Jahre gerade einmal 480 Euro, die gespart werden.

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