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Bloomberg: Apples neueste Dienste bisher ohne bedeutende Einnahmen

Laut einem neuen Bericht des US-Wirtschaftsdienstes Bloomberg auf Grundlage einer Bernstein-Analyse erzielen Apples neueste Dienste bislang keine bedeutende Einnahmen und die Anleger werden wahrscheinlich erfahren, wie der Konzern dieses Problem lösen möchte.

Apples Servicegeschäft brummt

Apples gesamte Servicegeschäft läuft laut Bloomberg zwar, doch der Großteil stamme vom App Store und der Suchmaschinen-Vereinbarung mit Google. Der Videostreamingdienst Apple TV Plus, die Spieleplattform Arcade, die Newsplattform News Plus und die Apple Card seien derzeit kaum von Bedeutung.

Im Jahr 2019 starteten Apples neue Dienste, doch nach einigen Quartalen auf dem Markt, steuern die Angebote nicht viel zum Umsatz bei. Am 30. Juli 2020 veröffentlicht das Unternehmen seine Quartalszahlen und hier rechnen Anleger mit Neuigkeiten für Apples Servicedienste.

Das Dienstleistungsgeschäft verzeichnete in den vergangenen Jahren ein starkes Wachstum und für das dritte Quartal des Geschäftsjahres rechnen Analysten mit 13,1 Milliarden US-Dollar Umsatz, was einem Anstieg von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Der überwiegende Teil dieser Gewinne stammt dann eher aus bestehenden Diensten wie dem App Store und Lizenzabkommen.

Einnahmequellen

Der Apple App Store belegt bei den Einnahmen den ersten Platz, gefolgt von der Lizenzvereinbarung mit Google, AppleCare, anderen Angeboten, iCloud, Apple Music, Apple TV Plus und iTunes-Downloads. Die Kartellbehörden könnten die Einnahmequelle Google bedrohen.

Beim Videostreaming-Dienst Apple TV Plus sei dem Bernstein-Analysten Toni Sacconaghi nach ein Umdenken notwendig. Im November 2019 startete der Dienst und hatte noch keine Blockbuster, auch wenn einige Filme und Sendungen gut bewertet wurden. Wer ein neues iPhone oder andere neue Apple-Produkte kauft, der kann Apple TV Plus ein Jahr lang kostenlos nutzen.

Auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2020 sprach Apple laut Sacconaghi nur wenig über den Streamingdienst und sagte, dass eine potenzielle Notwendigkeit für eine strategische Neubewertung von Apple TV Plus besteht. Apple solle seinem Vorschlag zufolge mehr Geld in Originalinhalte zu investieren.

Apple Arcade

Bei Apple Arcade wurden offenbar Anpassungen vorgenommen, weil einige Spieltitel eingestellt wurden und der Fokus mittlerweile auf ausgewählten Kategorien liegt. Das Unternehmen sei dem Bloomberg-Bericht nach verstärkt an Titeln interessiert, welche die Nutzer in ihren Bann ziehen und Abonnenten den Dienst daher nicht mehr kostenlos nutzen können.

Der Magazin-Abodienst Apple News Plus hat alle Anzeichen eines Flops, weil der Leiter im Februar zurücktrat und keine neuen Abozahlen veröffentlicht seit April 2019 veröffentlicht wurden. Die New York Times stellte ihr Angebot auf News Plus ein und die Gratisaktionen für den Dienst erlebten eine Verstärkung.

Die Höhe der Einnahmen der Apple Card sind nicht bekannt, doch Schätzungen zufolge dürften sie gering sein.

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