Apple holt zum großen Schlag gegen Adobe aus und vereinfacht sein Software-Angebot radikal. Mit dem gestern vorgestellten „Apple Creator Studio“ bündelt der Konzern aus Cupertino erstmals seine leistungsstärksten Pro-Apps in einem einzigen Abonnement.
Wer bisher einzeln für Final Cut Pro oder Logic Pro bezahlen musste, erhält nun Zugriff auf die gesamte Palette der Apple-Kreativwerkzeuge – und das zu einem Preis, der aufhorchen lässt.
Apple Creator Studio Details
Das neue Paket umfasst Final Cut Pro, Logic Pro, Motion, Compressor und MainStage. Die vielleicht größte Überraschung ist jedoch die Integration von Pixelmator Pro. Die beliebte Bildbearbeitungssoftware, die Apple Ende 2024 übernommen hat, feiert im Rahmen des Abos ihre Premiere auf dem iPad. Damit steht Kreativen nun auch mobil ein vollwertiges Pendant zu Photoshop zur Verfügung, das speziell für die Touch-Bedienung und den Apple Pencil optimiert wurde.
Neben den bekannten Pro-Apps wertet Apple das Abo durch exklusive „intelligente Features“ auf, die stark auf Künstliche Intelligenz setzen. In Final Cut Pro hilft eine neue Transkript-Suche dabei, bestimmte Dialogzeilen in Sekundenschnelle zu finden, während Logic Pro mit dem „Synth Player“ und „Chord ID“ Musikern assistiert, die schnell passende Begleitungen benötigen.
Auch die iWork-Suite profitiert: Keynote, Pages und Numbers erhalten einen Premium-„Content Hub“ mit hochwertigen Vorlagen und Grafiken, der exklusiv Abonnenten vorbehalten ist.
Attraktiver Preis
Preislich positioniert sich Apple aggressiv. Das Abo kostet 12,99 Euro pro Monat oder 129 Euro im Jahresabo. Für Studierende und Lehrkräfte gibt es das Paket sogar für unschlagbare 2,99 Euro im Monat.
Ein kluger Schachzug: Die Einzelkauf-Optionen für die Mac-Apps bleiben zwar vorerst bestehen, doch die neuen KI-Funktionen und Premiuminhalte sind teilweise an das Abo gekoppelt. Wer also immer die neuesten Features nutzen möchte, wird sanft in Richtung des Abo-Modells gedrängt.
DasApple Creator Studio ist ab Mittwoch, den 28. Januar 2026 verfügbar. Mit diesem Schritt schließt Apple die Lücke zwischen mobiler und stationärer Arbeit weiter und bietet eine ernstzunehmende Alternative zur Adobe Creative Cloud, die sich besonders tief in das Apple-Ökosystem integriert.
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