Im vergangenen September hatte OpenAI mit Sora seine zweite offizielle iPhone-App veröffentlicht.
Nun wurde die ehemals gefeierte Video-KI völlig überraschend eingestellt. Die sofortige Abschaltung betrifft dabei nicht nur Nutzer der iOS-App, sondern alle Plattformen.
Warum Sora eingestellt wurde
Der Start der Video-KI von OpenAI wurde zunächst massiv beworben. Die iPhone-App bot kreative Erstellungstools und integrierte einen eigenen Social-Media-Feed für die KI-generierten Inhalte. Die Möglichkeiten der Videogenerierung schienen grenzenlos zu sein und machten die Content-Erstellung durch einfache Textbefehle so leicht wie nie zuvor.
Allerdings gab es zunehmend Probleme mit geistigem Eigentum. Strengere interne Richtlinien zur Nutzung von urheberrechtlich geschütztem Material ohne Genehmigung führten letztlich dazu, dass der Funktionsumfang der App drastisch eingeschränkt wurde. Ab sofort lässt sich die Sora-App auf dem iPhone nicht mehr verwenden.
Auf dem Kurznachrichtendienst X bedankte sich der KI-Konzern bei seiner Nutzerschaft und zeigte Verständnis für die herrschende Enttäuschung. In naher Zukunft sollen weitere Details folgen, insbesondere zu den abschließenden Zeitplänen für die App und die API.
Laut einem Bericht des Wall Street Journals hat OpenAI seine Pläne für eigenständige Video-KI-Modelle komplett verworfen, obwohl zuvor sogar noch eine Zusammenarbeit mit Disney für animierte Charaktere im Raum stand.
OpenAI fokussiert sich auf Super-App
Das überraschende Aus für Sora fällt Berichten zufolge mit einer strategischen Neuausrichtung zusammen. OpenAI plant offenbar die Entwicklung einer umfassenden Super-App. Diese neue Anwendung soll ChatGPT, die Codex-Entwicklungstools sowie den neuen Atlas-Browser in einer zentralen Plattform bündeln.
Zudem dürften die zuletzt stagnierenden Nutzerzahlen von Sora ein entscheidender Grund für die Einstellung gewesen sein. Zwar sorgte die Ankündigung von Sora 2 im Februar noch für weltweites Aufsehen, da Videos deutlich konsistenter generiert werden konnten, doch der erhoffte langfristige Erfolg auf dem iPhone und anderen Geräten blieb offenbar aus.
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