Laut einem aktuellen Bericht von Bloomberg wird Apple seine iPhone-Flaggschiffe im Modelljahr 2028 auf hochentwickelte 1,4-Nanometer-Prozessoren umstellen.
Diese kommende Chip-Generation wird voraussichtlich unter dem Namen A22 Pro laufen. Bei der Produktion setzt der iPhone-Hersteller offenbar auf eine Doppelstrategie: Während der langjährige Partner TSMC den Großteil der Fertigung übernimmt, könnte auch Intel einen Teil der Aufträge erhalten.
Der Fahrplan zu den 1,4 nm Chips
Die Entwicklung der hauseigenen Apple-Prozessoren folgt einem klaren, mehrjährigen Zeitplan. Die aktuellen iPhone-Modelle setzen auf Chips, die im fortschrittlichen N3P-Verfahren gefertigt werden – einer 3-Nanometer-Technologie der dritten Generation. Für das darauffolgende Jahr wird der Wechsel auf die 2-Nanometer-Plattform erwartet. Diese N2-Technologie soll im iPhone Pro, iPhone Pro Max und dem gerüchteweise geplanten ersten faltbaren iPhone Premiere feiern. Im Jahr 2028 erfolgt dann der nächste große technologische Sprung auf die 1,4-Nanometer-Klasse.
TSMC arbeitet bereits seit geraumer Zeit intensiv an dieser neuen 1,4-nm-Fertigungslinie, die intern unter der Bezeichnung A14 läuft. Die Leistungsdaten versprechen erhebliche Fortschritte gegenüber den 2-nm-Chips: Bei gleicher Leistungsaufnahme soll die Performance um bis zu 15 Prozent steigen.
Alternativ lässt sich die Effizienz optimieren, sodass die neuen Chips bei identischer Rechenleistung rund 30 Prozent weniger Energie verbrauchen. Allerdings bringen diese immer kleineren Node-Größen immense Herausforderungen mit sich. Die Produktion ist technisch hochkomplex, was anfangs zu begrenzten Kapazitäten und deutlich höheren Herstellungskosten führt.
Diversifizierung der Apple Lieferkette
Um sich gegen Engpässe und geopolitische Risiken abzusichern, verfolgt das kalifornische Unternehmen das strategische Ziel, seine Chip-Lieferkette breiter aufzustellen. Aktuellen Berichten zufolge strebt Apple deshalb eine erneute Zusammenarbeit mit Intel an.
Intel hatte über viele Jahre hinweg die Prozessoren für die Mac-Modelle geliefert, bevor Apple auf seine eigenen Chips der M-Serie umstieg. Die neue Partnerschaft sieht jedoch anders aus: Intel soll als reine Foundry agieren und im Auftrag von Apple Chips für zukünftige Geräte wie das iPad und den Mac produzieren.
Intel entwickelt hierfür den eigenen 14A-Knoten für die 1,4-Nanometer-Fertigung, der voraussichtlich ab 2028 einsatzbereit sein wird und perfekt in Apples langfristiges Chip-Portfolio passt.
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