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Apple und Microsoft verbünden sich gegen Motorola

Nachdem kürzlich erst Apple gegen Motorola in einen Rechtsstreit wegen Patentverletzungen verfiel, und kurzzeitig sogar iPhone- und iPad-Modelle aus dem Online-Store genommen werden mussten, klinkt sich nun auch der Softwareriese Microsoft ein, und wirft Motorola, ebenso wie Cupertino zuvor, unangemessen hohe Lizenzgebühren vor.

Nachdem Apple vor einiger Zeit eine Beschwerde bei der EU-Kommision einlegte, da sich Motorola nicht an die vorgeschriebenen FRAND-Bedingungen bei der Lizenzierung hält (FRAND – Fair, Reasonable (angemessen) und Nicht Diskriminierend), scheint Microsoft nun dasselbe Problem mit dem Mobiltelefonhersteller, dessen Übernahme durch Google kürzlich von den Behörden abgesegnet wurde, zu haben. In Apples Fall wurde Motorola ein Patent zur Nutzung eines Mobilfunkstandards zugesprochen, dessen Lizenzierungspreis mit 2,25 Prozent weit außerhalb üblichen Rahmens lag.

Nun gibt es wohl Rückendeckung aus Redmond, ganz nach dem Motto „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“, und bringt der EU-Kommission ebenfalls eine Beschwerde über Motorolas Lizenzierungsbestimmungen vor. Es heißt, durch grundlegende Patente, die den bekannten Videostandard H.264 (der beinahe ausnahmslos in der Industrie genutzt wird) sowie die Technologie zur Anbindung an WLAN-Netzwerke innehalten, werden ausgenutzt, um unangemessen hohe Forderungen zu stellen. Für einen PC im Wert von 1000 Dollar werden so stolze 22,50 Dollar (2,25 Prozent) an Gebühren fällig. Für die restlichen 2300 Patente, die zur Nutzung des H.264-Standards nötig sind, fallen in Summe lediglich 2 US-Cent an.

Sowohl Google als auch Motorola dementieren diese Vorwürfe, was nicht weiter verwunderlich sein dürfte, könnte man diese Patente bei Fortbestehen dieser Sätze doch als Goldgrube bezeichnen. Zu diesem aktuellen Thema findet sich ein recht ausführlicher und interessanter, wenn auch englischsprachiger Blog von Dave Heiner, mit dem Titel „Google: Please don't kill Video on the Web“. In diesem wird unter Anderem tiefer darauf eingegangen, wie die Computerindustrie und deren Preise aussehen würde, wenn sich jedes Unternehmen so verhielte, oder wie man wohl eine XBox ohne Bild- und WLAN-Funktion am Besten handhaben könnte.

Bis dahin bleiben nun die Entscheidungen der Kommission und gegebenenfalls deren Konsequenzen abzuwarten.

Quellen: Focus-Online / Handy-Tests / CNet (engl.) / Dave Heiner (engl.)

 

 

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