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Apps programmieren leicht gemacht [Apple-Patente]

Apples App Store ist erfolgreich wie nie. Diesen Erfolg bekommen natürlich auch die Entwickler zu spüren, die ihre Apps dort verkaufen. Es ist also verständlich, dass immer mehr neue Entwickler dazukommen, die ein Stück von dem Kuchen abhaben wollen. Aber das Programmieren einer iOS-App ist nicht einfach. Neben der obligatorischen guten Idee sind fundierte Programmierkenntnisse, vor allem in Objektive-C und Cocoa nötig. Kurz gesagt: App-Entwickler wird man nicht einfach über Nacht. Ein neues Apple-Patent soll dies in Zukunft ändern.

Das Patent

Apple beschreibt in dem Patentantrag (engl.) mit dem Titel Content Configuration for Device Platforms ein Programm, mit dem es möglich sein wird, ohne tiefe Programmierkenntnisse Apps für iOS-Devices zu erstellen. Es würde sich um eine sogenannte „What-You-See-is-What-You-Get (WYSIWYG) Software handeln, bei der der User die Oberfläche seiner App in einem Editor gestaltet und das Programm den nötigen Code – ähnlich wie bei Webdevelopment-Tools – im Hintergrund schreibt. Anders als bei den gängigen Webdevelopment-Tools soll der User allerdings nachträglich keine manuellen Änderungen mehr an der Codierung vornehmen müssen.

Das Programm soll sowohl  Anfängern als reines WYSIWYG-Tool als auch Profis, die mit dem Tool das Gerüst ihrer App erstellen und dieses dann manuell  verfeinern können ansprechen.

Der Antrag beschreibt das Programm detaillert. Geplant ist unter anderem eine JavaScript-Bibliothek, Unterstützung für jedes iOS-Gerät und eine Vielzahl an vorgefertigten Animationen und Texturen.

 

Gefahr einer Flut an sinnlosen Apps

Apple möchte mit dem Programm Designer, denen das technische Know-How fehlt, das Programmieren von iOS-Apps erleichtern. In dem Antrag heißt es, Programmiersprachen seien ein Hindernis für Innovationen. Eine Programmiersprache gut zu erlernen ist ähnlich anspruchsvoll wie das Erlernen einer neuen Sprache. Das Programm soll jenen, die diese Fähigkeiten nicht haben und dennoch über eine gute Idee für eine App verfügen ermöglichen, diese auch umzusetzen.

An und für sich ist das eine gute Sache. Jedoch ist die Kehrseite dieses vereinfachten Erstellens von iOS-Apps, dass auch schlecht durchdachte Ideen umgesetzt werden können, deren Zweck es lediglich ist, an dem Boom des Martes für mobile Apps teilzunehmen. Apple würde sich mit einem solchen Tool der Gefahr aussetzen, von schlecht durchdachten und sinnlosen Apps überflutet zu werden. Im schlimmsten Fall würde die Qualität des App Stores darunter leiden. Zumindest jedoch hätte Apple einen erhöhten Aufwand bei der Qualitätskontrolle der Apps.

 

Qualität?

Hinzu kommt eine Problematik, die man auch schon bei mit WYSIWYG-Webdevelopment-Tools wie Dreamweaver beobachten kann. Die Programme erzeugen eine Menge an unnützen Code, und der Editor mag noch so gut sein, an die Qualität einer von Hand programmierten Webseite, hinter der ein fähiger Programmierer oder Webdesigner steht kommen die Ergebnisse nicht heran.

Gleiches dürfte auch für einen derartigen App-Editor gelten. Jedoch könnte sich das auf zweierlei Art und Weise auswirken: Apps, die von Entwicklern mit mittelmäßigen Kenntnissen der jeweiligen Progammiersprachen erstellt werden, dürften mit dem Editor an Qualität gewinnen. Gleichzeitig birgt der Editor die Gefahr, dass auch fähige Entwickler sich auf den Editor verlassen und nicht die Qualität erreichen, die sie erreichen könnten, würden sie die Apps von Hand programmieren.

Wie seht ihr das? Sollte das Programmieren von iOS Apps in der Hand von Leuten bleiben, die sich zumindest halbwegs mit dem technischen Hintergrund beschäftigt haben oder haltet ihr einen derartigen App-Editor für sinnvoll?

 

Quelle für Text und Bild: Apple Insider (engl.)

Weitere Textquelle: Gizmodo (engl.)

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4 Kommentare

  1. Ich finde dies sinnvoll, doch ein problem stellt es für apple schon da! Es dauert schon lange genung bis z.B ein Update veröfdentlicht wird….

  2. man sollte zumindest das grundwissen besitzen um gegebenfalls am code noch etwas ändern zu können sonst könnte das unte rumständen auch instabile apps mit häufigen abstürzen produzieren

  3. das problem haben wir doch jetzt schon…der appstore ist doch voll von „dublikaten“ die schlecht umgesetzt sind. Würde man all diese aussortieren wären auch keine hunderttausende apps mehr da…

  4. Ich code lieber selbst als dafür ein Programm dafür zu nutzen. Zumindest konnte ich mich nie wirklich mit Frontpage oder Dreamweaver anfreunde. Als ich Webseiten erstellt habe. Klar braucht es mehr Zeit aber es ist strukturierter wenn man es kann und es gibt keinen überflüssigen Code.
    Hoffentlich ist in dem Programm auch ein Editor, dass man auch mal im Quellcode schreiben kann. Viele nutzlose Apps gibt es allerdings jetzt auch schon.