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Tim Cook trifft sich mit dem Sprecher des US-Repräsentantenhauses

Apple ist nicht nur der Hersteller vieler beliebten Devices – das iPhone 4s und das neue iPad brechen alle Verkaufsrekorde -, sondern vor allem auch eines: eine inneramerikanische Wirtschaftsmacht. Und als solche hat auch Apple Verbindungen zur Politik. Zwar ist die Fruit Company eher zurückhaltend, was das Thema Lobbyismus angeht, aber ganz ohne Kontakt zur hohen Politik kommt auch Apple nicht aus. So traf Apples CEO Tim Cook sich beispielsweise mit dem Sprecher des US-Repräsentantenhauses, John Boehner.

Treffen höchstwahrscheinlich aus Steuergründen

Natürlich kann es eine ganze Menge Gründe für solch einen Besuch geben. Weder von Boehners noch von Apples Seite gab es Auskunft darüber, worum es bei dem Treffen letztlich ging. Es liegt allerdings die Vermutung nahe, dass Tim Cook Boehmer das Konzept eines sogenannten „Tax Holydays“ schmackhaft machen wollte. Hierbei handelt es sich um eine vorübergehende Steuerreduzierung, die es Apple und anderen Firmen erlauben würde, Teile ihrer Barreserven aus dem Ausland zurück in die USA transferieren zu können.

Apple hat momentan Barreserven in Höhe von ca. 110 Milliarden US-Dollar. Davon lagern gut 74 Milliarden auf ausländischen Konten, um die US-amerikanischen Unternehmenssteuern zu umgehen. Hierfür nutzt Apple ein Verfahren, dass als „Double Irish With a Durch Sandwich“ bekannt geworden ist. Die Finanzmittel werden über irische Tochterfirmen über Holland in die Karibik geleitet. Dies ist völlig legal. Solange das Geld außerhalb der USA bleibt, muss es nicht besteuert werden. Dennoch traf diese Methode wiederholt auf Kritik, zuletzt in einem Artikel der New York Times (engl.). Apple hält so seine Besteuerung bei unter 10 %, was ungewöhnlich niedrig ist.

 

Tax Holyday zur Rückführung von Apples Barreserven

Ein Tax Holiday würde bedeuten, dass es für eine bestimmte Zeit für amerikanische Unternehmen, also natürlich auch für Apple, möglich wäre, die ausländischen Barreserven zurückzuführen, ohne Steuern zahlen zu müssen. Insgesamt würden so über eine Billion US-Dollar den Weg zurück in die USA finden.

Jedoch handelt es sich bei dieser Theorie lediglich um eine Vermutung. Es könnte auch sein, dass Tim Cook und John Boehner sich über etwas völlig anderes unterhalten haben. Vielleicht ging es ja nur um ein Fottball-Spiel vom letzten Wochenende.

Quellen: John Boehner (engl.), CultOfMac (engl.), TUAW (engl.)

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