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Tim Cook: Was der Ku-Klux-Klan mit dem Apple-CEO zu tun hat

Apples CEO Tim Cook ist wahrlich nicht bekannt dafür, mit seinem Privatleben in die Öffentlichkeit zu gehen. Eher im Gegenteil. Cook hält sich was dieses Thema angeht weitestgehend bedeckt. Auf einem Event der Auburn University in Alabama sprach Cook nun allerdings ungewohnt offen über seine Jugend und wichtige Einflüsse, die ihm zu dem gemacht haben, was er heute ist.

Tim Cook

Berührungspunkte mit dem Klan sensibilisierten Cook

Cook erhielt von der Auburn University, an der er auch studierte, einen Award für sein Lebenswerk. In seiner Rede sprach er von seinen frühen Berührungen mit dem Ku-Klux-Klan, die ihn maßgeblich in seinen persönlichen Ansichten über die Bedeutung von Menschenrechten und Gleichberechtigung geprägt haben.

“Ich wuchs in den 60er Jahren in Alabama auf, wo ich die fürchterlichen Effekte von Diskriminierung sah. Bemerkenswerten Menschen wurden allein auf Grund ihrer Hautfarbe Chancen verwehrt und sie wurden ohne eine Spur von Menschenwürde behandelt.”

Eine einprägende Begegnung mit dem Ku-Klux-Klan, einer rassistischen Organisation in den USA, war für Cook ein brennendes Kreuz, das er in seiner frühen Jugend sah. Das brennende Kreuz ist eines der bekanntesten Symbole des Klans und soll das Licht Jesu Christi symbolisieren, da der Ku-Klux-Klan sich als radikal-protestantische Organisation betrachtet.

Dieses Bild hat sich dauerhaft in mein Gehirn eingebrannt und sollte mein Leben für immer verändern. Für mich war das brennende Kreuz ein Symbol der Ignoranz, des Hasses und der Angst vor allem, was von der Mehrheit abweicht. Ich konnte das nie verstehen, und ich wusste, dass Amerikas und Alabamas Geschichte ewig die Narben des Hasses tragen würde.

Apple teil Cooks Werte

Cook sprach darüber, wie froh er ist, dass sein Weg ihn zu Apple geführt hat, einem Unternehmen, das seine Ansichten teilt. Dabei weist er noch einmal gesondert auf Apples Bemühungen rund um den Employment-Non-Discrimination-Act (ENDA) hin, der den Diskriminierungen von Homosexuellen am Arbeitsplatz entgegenwirken soll.

Ich glaube schon lange an diese Grundsätze, und Apple schützt Angestellte auch ohne gesetzliche Grundlage. Nun ist es jedoch an der Zeit, diese Grundlagen der Menschenwürde auch in das Gesetz zu schreiben.

Das Gesetz hat inzwischen den Senat der Vereinigten Staaten durchlaufen, allerdings wird es – wie bereits in der Vergangenheit – wohl im Repräsentantenhaus scheitern.

Robert Kennedy und Martin Luther King im Büro

In Tim Cooks Büro hängen drei Bilder: Zwei von Robert Kennedy und eines von Martin Luther King Jr. In seiner Rede erklärt er auch wieso:

Diese Männer haben alles geopfert, sogar ihr Leben, um für Menschenrechte und -würde zu kämpfen. Ihre Bilder inspirieren mich. Sie erinnern mich jeden Tag daran, dass es für jeden Menschen fundamentale Verpflichtungen gibt, die unabhängig von dem Weg, den wir wählen, ein Teil unserer Reise sind.

Die volle Rede dauert etwa 13 Minuten, die sich allemal lohnen.

 

via AllThingsD

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7 Kommentare

  1. längst überfällig das große Leader der Masse als Vorbild und Beispiel dienen sollten. Da kann sich so jeder Politiker mal etwas abschneiden.

  2. Ich geb dir absolut recht. Aber irgendwie fällt mir grad auf, dass ich noch bei keiner Apple Keynote oder im Führungskader von Apple je einen schwarzen Mitarbeiter – besonders in der Führungsebene – gesehen habe.
    Vielleicht sollte man auch nicht nur reden, sondern auch sichtbar Flagge zeigen.

  3. @macfee

    Das was auch mein erster Gedanke nach dem ich den Artikel gelesen habe..

  4. Gute Rede – guter Spirit.
    McFee, ich habe vor kurzem ein Foto gesehen, leider weiß ich nicht mehr auf welcher Seite, wo ein großer Teil der Führungsriege Apples abegebildet waren. Es waren alle Hautfarben und alle Nationen, so schien es mir, vertreten. Auch genug Frauen waren zu sehen. Sollte ich dieses Bild finden, gebe ich einen Hinweis.

  5. http://www.apple.com/pr/bios

    Ne da sind nicht wirklich viele ethnische Rassen vertreten. Sieht alles ziemlich einheitlich aus.

  6. Zitat Robert G :

    http://www.apple.com/pr/bios

    Ne da sind nicht wirklich viele ethnische Rassen vertreten. Sieht alles ziemlich einheitlich aus.

    Ok, das sind die obersten Manager, aber ein paar Stufen darunter sieht es ganz anders aus.

  7. @macfee:

    Wenn man zum Beispiel farbige Menschen einstellt nur um „Flagge zu zeigen“, wie du es formuliert hast, ist das purer Rassismus. Denn du stellst ihn aufgrund seiner Hautfarbe ein. Das ist doch genau das Problem von Rassismus: Eine Vor- oder Benachteiligung aufgrund der Hautfarbe.

    Mit deiner Einstellung dienen Menschen anderer Rassen also als Marketingaktion und Aushängeschild um das Image zu verbessern. Das ist Rassismus, nur in grün.

    Jeff