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E-Books: Kläger verlangen 840 Millionen Dollar von Apple wegen Preisabsprachen

Im letzten Jahr fiel ein Urteil gegen Apple, das den Konzern für schuldig befand, mit einer Gruppe von Verlagen Preisabsprachen auf dem E-Book-Markt getroffen zu haben. Dabei entstanden bei den Verbrauchern Millionenschäden. In New York wurde nun eine Sammelklage von Kunden aus 33 Bundesstaaten eingereicht, die insgesamt einen Schadensersatz in Höhe von 840 Millionen US-Dollar fordern.

Der Anwalt Steve Berman, der die Verbraucher vertritt, nutzt Beweise aus dem Verfahren vom letzten Jahr, um den Anspruch seiner Mandanten zu untermauern.

Berman legt dar, dass Apple den Kunden mindestens 280 Millionen US-Dollar schuldet. Für diese Zahl bezieht er sich auf einen Zeugen aus dem Vorjahr, der aussagte, dass Apples Deal mit den Verlagen, bei dem das sogenannte Agency Modell zum Einsatz kam, den Preis um 14,9 Prozent nach oben trieb. Apple berechnete einen Durchschnittspreis von 12,99 Dollar pro E-Book, der Durchschnittspreis bei Amazon vor dem Erscheinen von iBooks betrug 9,99 US-Dollar.

Berman zieht dann allerdings noch die Aussage eines Wirtschaftswissenschaftlers der Universität Stanford heran, nach dessen Aussage die Preissteigerung 18,1 Prozent betrug. Damit läge der entstandene Schaden bei 280 Millionen Dollar. Berman verlangt jedoch das dreifache, um eine faire und gleichmäßige Verteilung unter den Bundesstaaten und Kunden zu gewährleisten. Das klingt nach viel Geld, aber selbst wenn der Richter diesem Antrag nachkäme, müsste Apple sich nur von 0,5 Prozent der bestehenden Rücklagen trennen. Von Seiten Apples gab es keinen Kommentar, allerdings läuft bereits eine Berufung gegen das Urteil aus dem letzten Jahr.

via TheVerge

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