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Apple stellt die Entwicklung von Aperture und iPhoto ein

Auf der WWDC in diesem Jahr hat Apple eine kurze Vorschau auf die Photos App für OS X gegeben. Diese soll eine tiefere Verbindung zwischen iOS und OS X herstellen und die gesammelten Bilder der Nutzer verwalten. Gegenüber Jim Dalrymple von The Loop gab Apple nun bekannt, dass die Entwicklung der beiden Apps iPhoto und Aperture im Gegenzug eingestellt werde. In Bezug auf iPhotos ist dies ein konsequenter Schritt, aber um Aperture ist es ein wenig schade.

Das Ende von Aperture und iPhotos

In dem Statement gegenüber The Loop hieß es von Seiten Apples:

With the introduction of the new Photos app and iCloud Photo Library, enabling you to safely store all of your photos in iCloud and access them from anywhere, there will be no new development of Aperture. When Photos for OS X ships next year, users will be able to migrate their existing Aperture libraries to Photos for OS X.

Die Photos App für OS X soll im nächsten Jahr erscheinen. Zu diesem Zeitpunkt sollen die Nutzer ihre Aperture-Bibliotheken dann zu der Photos App exportieren. Auch die Entwicklung der App iPhoto wird eingestellt.

Aperture 2

Dass Apple iPhoto durch die neue Photos App ersetzen will, zeichnete sich schon auf der WWDC ab. Die beiden Apps sind von den Features her einfach zu ähnlich, wobei die Bearbeitungsmöglichkeiten der Photos App die von iPhotos noch in den Schatten stellen.

Was Aperture angeht, gibt es Grund zur Skepsis. Denn die App diente nicht nur zur Verwaltung von Foto-Bibliotheken und Bearbeitung von JPEGs, sondern beinhaltete ähnlich wie Adobes Lightroom noch mächtige Tools zur Entwicklung von RAW-Dateien. Nach der Präsentation auf der WWDC gibt es berechtigte Zweifel daran, ob die neue Photos App für OS X diese Funktionalität ersetzen kann. Aperture ist (bzw. war) Apples Alternative für professionelle Fotografen, und ausgehend von den bisher bekannten Features dürfte es der Photos App schwer fallen, dieses Klientel zu bedienen.

Adobe freut sich

Eine (deutlich besser verbreitete) Alternative zu Apples Aperture App ist Adobes Lightroom. Adobe nutzte die Ankündigung von Apple nahezu sofort, um die eigene App und den Creative Cloud Dienst zu bewerben:

Today, Apple announced they will no longer be developing Aperture in light of their new photography app for OS X. If you are an Aperture or iPhoto customer looking for change, check out our new Creative Cloud Photography plan announced last week, or our standalone Lightroom app for your desktop as alternatives.

Anfang des Jahres hatte Adobe die Lightroom App auf das iPad gebracht, und vor Kurzem machte die Software auch den Schritt auf das iPhone und den iPod touch.

Adobe kündigte außerdem an, dass man die Entwicklung von Lightroom mit mehr Energie vorantreiben werde, was allerdings stark nach einem Marketingversprechen klingt. Man habe außerdem eine “reichhaltige Roadmap” für die Zukunft.

Apple aktualisiert zeitgleich mit der Ankündigung die anderen professionellen Apps

Zeitgleich mit der Ankündigung über den Entwicklungsstopp für Aperture und iPhoto hat Apple einige der anderen Apps aktualisiert, die sich an professionelle Nutzer wenden. So veröffentlichte das Unternehmen Updates für Final Cut Pro X (Version 10.1.2), Motion (Version 5.1) und Compressor (Version 4.1.1). Laut Apple ist ein Entwicklungsstopp für diese Apps nicht geplant.

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