Laut einem aktuellen Bloomberg-Bericht über eine interne Mitarbeiterversammlung bezeichnete Tim Cook die verpatzte Markteinführung von Apple Maps im Jahr 2012 als seinen ersten wirklich großen Fehler in der Rolle des CEO.
Bei dem Town-Hall-Meeting, das am Dienstag gemeinsam mit seinem designierten Nachfolger John Ternus stattfand, blickte Cook selbstkritisch auf diese Zeit zurück.
Verpatzter Marktstart von Apple Maps
Bei der Einführung vor über einem Jahrzehnt im Jahr 2012 war die hauseigene Karten-App schlichtweg noch nicht fertig. Die Software lieferte damals fehlerhafte Wegbeschreibungen, zeigte Sehenswürdigkeiten unter falschen Namen an und war insgesamt deutlich schlechter zu bedienen als der etablierte Konkurrent Google Maps. Cook gestand gegenüber den Mitarbeitern ein, dass das Team die Lage falsch eingeschätzt hatte. Man ging fälschlicherweise davon aus, die Qualität durch erweiterte lokale Tests rechtzeitig verbessern zu können.
Die Mängel waren so gravierend, dass Tim Cook den Nutzern damals sogar öffentlich riet, vorübergehend auf Navigations-Apps der Konkurrenz auszuweichen. Er entschuldigte sich in diesem Zuge für die unzureichende Qualität. Die Probleme rund um Apple Maps führten zudem zur ersten großen personellen Umstrukturierung in Cooks Amtszeit: Der damalige Softwarechef Scott Forstall musste das Unternehmen verlassen.
Von der Fehlerquelle zur besten Karten-App
Heute sieht die Situation völlig anders aus. Nach Ansicht von Tim Cook hat sich Apple Maps mittlerweile zur weltweit besten Karten-App entwickelt. Aus dem damaligen Debakel habe er vor allem gelernt, wie wichtig Beharrlichkeit sei.
Es sei die richtige Entscheidung gewesen, trotz der anfänglichen Fehler an dem Projekt festzuhalten und es kontinuierlich zu verbessern.
Stolz auf die Apple Watch
Neben den Fehlern sprach Cook auch über seine größten Erfolge. Besonders stolz sei er auf die Apple Watch und deren stetig erweiterte Gesundheitsfunktionen. Eindrücklich erinnerte er sich an die erste Nachricht eines Nutzers, dessen Leben dank der Smartwatch gerettet werden konnte.
Dennoch gab er sich bescheiden und merkte an, dass seine persönliche Fehlerliste durchaus lang sei. Projekte wie die nie veröffentlichte AirPower-Ladematte oder das erst kürzlich eingestellte Apple Car stünden dabei weit oben. Trotz dieser Fehlschläge blieb Apple unter seiner Führung seit 2011 von massiven Produktrückrufen, wie sie bei anderen Elektronikherstellern vorkamen, weitgehend verschont.
Der Führungswechsel bei Apple steht derweil kurz bevor: Am 1. September 2026 wird Tim Cook in den Aufsichtsrat wechseln und den CEO-Posten an den aktuellen Hardware-Chef John Ternus übergeben.
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