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Bericht: Apple steht sich bei TV-Verhandlungen selbst im Weg

Eigentlich wollte Apple für das Apple TV 4 einen TV-Service anbieten, mit dem Kunden eine monatliche Gebühr an Apple entrichten und dafür Fernsehprogramme empfangen können. Daraus wurde aber nichts – und wie das Wall Street Journal berichtet, ist daran vor allem Apple selbst schuld.

Kompromissbereitschaft wird überbewertet?

Wie das Wall Street Journal berichtet, hat sich Apple bei den Fernsehsendern in den USA die Zähne ausgebissen. Eigentlich sollten Deals mit den Sendern bzw. Netzwerken die Attraktivität von Apple TV weiter steigern. Aber hochrangige Apple-Executives wie Eddy Cue stellten Ansprüche, die die Netzwerke einfach nicht bereit waren, einzugehen. Apple auf der anderen Seite rückte von seinem Standpunkt nicht ab – und so wurde aus den angestrebten Deals nichts.

Das Wall Street Journal berichtet beispielsweise davon, dass Apple mit Disney verhandelte, um die Fernsehkanäle lizenzieren zu dürfen. Dabei wollte Apple die monatliche Gebühr pro Zuschauer über mehrere Jahre festsetzen, etwas was Disney aus rein wirtschaftlichen Gründen abgelehnt hat. Normalerweise werden die Gebühren jedes Jahr erhöht, was bei den Sendern auch schon fest im Budget eingeplant ist. Ähnlich verliefen demnach auch die Verhandlungen mit 21st Century Fox und CBS.

Apple ist eigentlich bekannt dafür, ganze Marktzweige umzukrempeln. Bei der Musikindustrie und beim Handy-Business ist das auch gelungen. Allerdings benötigt man dafür zumindest eine Partei, die kompromissbereit ist – und das ist im Fall der Fernsehnetzwerke und Apple wohl niemand gewesen.

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