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iPhone 11 Pro, Quelle: Pexels

Siri AI erscheint in der EU wegen DMA später

Gestern stellte Apple auf der WWDC 2026 Keynote Siri AI vor – eine völlig neue Siri, die tief mit Apple Intelligence kombiniert wurde. In der Europäischen Union gibt es jedoch schlechte Nachrichten für Apple-Fans.

Siri AI kann wegen des Gesetzes für digitale Märkte (DMA) vorerst nicht zusammen mit iOS 27 und iPadOS 27 veröffentlicht werden.

Business auf iPhone

iPhone im Business, Quelle: Unsplash

Warum Siri AI in der EU später erscheint

Nach der offiziellen Präsentation auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2026 kündigte Apple am Abend an, dass die neue Siri in der EU erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht wird. Grund dafür sind die strengen regulatorischen Vorgaben des DMA, weshalb die Einführung nicht zeitgleich mit den neuen Betriebssystemen im Herbst stattfinden kann.

Die EU-Regulierungsbehörden akzeptierten nach Angaben von Apple die vorgeschlagenen Lösungen nicht. Apple hatte versucht, Siri AI in der EU einzuführen und gleichzeitig sicherzustellen, dass konkurrierende visuelle Assistenten sicher unterstützt werden. Apples Softwarechef Craig Federighi äußerte sich enttäuscht darüber, dass europäische Nutzer Siri AI auf dem iPhone oder iPad nicht direkt zum Start der neuen Softwareversionen im späteren Jahresverlauf verwenden können.

Kein Zugriff auf neue KI-Funktionen

Bei der Veröffentlichung von iOS 27 und iPadOS 27 müssen Nutzer in der EU somit auf Siri AI und die damit verbundenen, fortschrittlichen Funktionen verzichten. Dazu gehören unter anderem eine neue App zum Aufrufen vergangener Gespräche, ein erweitertes Erlebnis für die visuelle Intelligenz, integrierte Schreibwerkzeuge sowie der spezielle Siri-Modus in der Kamera-App.

Immerhin gibt es einen kleinen Trost: Unter macOS, visionOS und watchOS sollen EU-Nutzer voraussichtlich auf Siri AI zugreifen können. Allerdings erhalten Entwickler in EU-Ländern vorerst keine Möglichkeit, die neuen KI-Funktionen der Sprachassistentin für ihre iOS- und iPadOS-Apps zu testen oder zu integrieren.

Tiefe Integration und Datenschutzkonflikt

Siri AI ist standardmäßig auf maximalen Datenschutz ausgelegt und tief in alle Plattformen des Konzerns integriert. Sie nutzt sowohl die On-Device-Verarbeitung als auch Private Cloud Compute, um die Sicherheit der Nutzerdaten auf dem Gerät und in der Cloud zu gewährleisten.

Die strengen DMA-Regeln verlangen jedoch, dass Apple allen virtuellen Assistenten einen direkten Zugriff auf die privaten Daten der Nutzer gewährt. Zudem müssten andere installierte Apps direkt gesteuert werden können, sobald Siri AI in der EU startet.

Dies steht im Konflikt mit Apples Sicherheitsarchitektur. Aktuell gibt es noch keinen Zeitplan für die Verfügbarkeit von Siri AI unter iOS und iPadOS in der Europäischen Union.

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