Laut neuen Berichten zur Steueroffenlegung hat Apple für das Jahr 2025 insgesamt 17 Milliarden US-Dollar an Körperschaftssteuer in Irland entrichtet. Dies geht aus einem aktuellen Bericht der Financial Times hervor.
Im direkten Vergleich dazu zahlte der iPhone-Konzern in Deutschland im selben Zeitraum lediglich 153 Millionen US-Dollar.

Milliardenzahlung enthält EU-Steuerrückstände
Die hohe Summe von 17 Milliarden US-Dollar in Irland erklärt sich vor allem durch die Beilegung eines jahrelangen Rechtsstreits mit der Europäischen Union. Im Jahr 2024 entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) letztinstanzlich, dass Irland dem US-Konzern unerlaubte staatliche Beihilfen gewährt hatte.
Das Urteil bestätigte die Anordnung der EU-Kommission, nach der Irland unbezahlte Steuern in Höhe von bis zu 13 Milliarden Euro plus Zinsen von Apple zurückfordern musste.
Ungleiche Verteilung der Gewinne
Rund ein Viertel des weltweiten Vorsteuergewinns von Apple wurde bis September 2025 über die irische Tochtergesellschaft abgerechnet, obwohl dort mit 5.575 Beschäftigten nur etwa 3 Prozent der weltweiten Belegschaft tätig sind.
Rechnerisch ergibt sich daraus ein Gewinn von rund 6 Millionen US-Dollar pro Mitarbeiter in Irland. In Deutschland hingegen, wo Apple 4.089 Mitarbeiter beschäftigt, belief sich der ausgewiesene Vorsteuergewinn auf lediglich rund 51.000 US-Dollar pro Kopf.
Hintergrund des EU-Verfahrens
Apple betonte während des gesamten Verfahrens, stets im Einklang mit den irischen Steuergesetzen gehandelt und keine illegalen Beihilfen erhalten zu haben.
Der Konzern argumentierte, dass der Großteil der Wertschöpfung und des geistigen Eigentums in den USA entstehe und Gewinne folglich dort besteuert werden sollten.
Der EuGH folgte jedoch der Argumentation der EU-Kommission: Zwei irische Steuervorbescheide hatten es Apple über Jahre hinweg ermöglicht, Gewinne der europäischen Vertriebstöchter Apple Sales International und Apple Operations Europe scheinbaren Hauptniederlassungen zuzuweisen, die weder über Mitarbeiter noch über reale Betriebsräume verfügten.
Stellungnahme von Apple
Gegenüber der Financial Times hob Apple hervor, weltweit zu den größten Steuerzahlern zu gehören.
Der Konzern wies zudem darauf hin, dass die aktuellen Offenlegungen nur die reine Körperschaftssteuer abbilden und weitere Abgaben, wie etwa Mehrwertsteuern oder Lohnsteuern in den jeweiligen Ländern, in dieser Aufstellung nicht berücksichtigt sind.
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