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Löst das iPhone das Aussterben von mobilen Suchmaschinen aus?

iphone-google1Mit der Vorstellung des iPhone 3G und in diesem Zusammenhang dem App Store veränderte sich im Mobilgeschäft grundlegend etwas. Apple verfolgt hier seit knapp einem Jahr ein genaus Ziel und Konzept. Entwickler können Applikationen speziell für die Nutzung auf einem iPhone oder iPod touch entwickeln, dafür stehen ihnen mit dem iPhone OS 3.0 sogar über 1000 API's zur Verfügung um Funktionen des iPhone OS in deren Applikationen zu übernehmen.

Der App Store hat nun den Vorteil, dass die Applikationen in der Regel zu 100 Prozent auf das iPhone spezialisiert und fokusiert sind. Das bedeutet, dass die Usability meist überdurchscnittlich gut ist. Nach und nach planen übrigens bereits weitere Unternehmen wie Nokia, Blackberry und Sony einen solchen mobilen App Store für ihre Smartphones ins Leben zu rufen.

Eine wirklich interessante Frage, die sich nun unweigerlich stellt ist, was diese Fokusierung für mobile Suchmaschinen zur Folge hat. Aktuellen Zahlen von comScore zu Folge, stieg die Zahl der mobilen Internetnutzer von 10,8 Millionen im Januar 2008 auf 22,4 Millionen im Januar 2009 an. Die Zahl der Nutzer hat sich also mehr als verdoppelt und spricht hinsichtlich der Relevanz des mobilen Internets Bände.

Das „Googeln“ auf einem Mac oder Computer gehört mittlerweile zum Alltag dazu und ist auch ein Act der Trägheit geworden, statt häufig benutzte Links als Lesezeichen abzuspeichern, googelt man lieber danach, dass geht in der Regel schneller und ist mit weniger Aufwand verbunden. Auf dem iPhone ist das grundlegend anders, mobile Suchmaschinen haben einen erheblich kleineren Stellenwert und werden in der Regel weniger genutzt. Auslöser dafür ist die genannte Spezialisierung der Apps. Durch Applikationen von Focus und Stern informiert man sich in der Regel  beispielsweise zunächst über diese Applikationen über Neues aus der Welt. Durch deren interne Verlinkungen erfährt man meist sowieso schon mehr, als man eigentlich wissen wollte. Ein weiteres Beispiel wären Rezepte. Wer in der Küche steht und schnell ein Rezept „googeln“ möchte, der nutzt primär lieber die Kochbuch-App. Stattdessen auf dem iPhone also Google zu benutzen, wirft man lieber die passende App an, um an die gewünschten Informationen zu kommen. Auch die Gestaltung von mobilen Webinhaltern größerer Magazine und Portale lädt eher dort zum Informationen holen ein, als zu googlen. (Wir halten beispielsweise auch eine spezielle Version für unsere mobilen Leser bereit.)

Die Beispiele zeigen, dass die Fokusierung bzw. Spezialisierung einer App definitv Auswirkungen auf das Nutzungsverhalten hat. Der ein oder andere mag jetzt vielleicht das Argument in dir Runde werfen, dass das iPhone nur bedingt zum Tippen geeignet ist und deswegen Apps bevorzugt werden. Dennoch kann man diese Beobachtungen auch bei uns selbst machen. Der App Store umfasst mittlerweile über 40.000 Applikationen und deckt nahezu jeden Lebensbereich ab. Jeder Interessengruppe wird hier eine füllige Auswahl geboten. Das hat zur Folge, dass die Applikationen in der Regel den mobilen Suchmaschinen (wie Google) vorgezogen werden. Mobile Suchmaschinen wie Google können hier nun Gefahr laufen, dass sie auf Smartphones mit erheblichen Einbrüchen zu kämpfen haben. Die Zukunft wird dahingehend auf jeden Fall äußerst spannend. Mobile Suchmaschinen wie Google werden sicherlich nicht vom Aussterben bedroht sein, dennoch werden sie mit Problemen zu kämpfen haben.

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(via)

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