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VLC erscheint in Version 2.0

Der beliebte Open-Source-Mediaplayer VLC ist gestern endlich in Version 2.0 erschienen. Mit dem neuen Release verabschiedet man sich nicht nur von dem altbackenen Design, sondern bringt aus massenhaft neue Funktionen auf den Mac. Mit der Veröffentlichung für Windows, Mac OS X und Linux-Systeme kündigten die Entwickler aus Frankreich außerdem an, in naher Zukunft auch wieder iOS zu beliefern. Die erste Version von VLC für iOS wurde nach kurzer Zeit aufgrund einer Unvereinbarkeit mit der Lizenz wieder aus dem App Store entfernt. Die Lizenz wurde nun aber von GPL v2 (General Public License) auf LGPL v2.1 (Lesser General Public License) geändert, damit man nicht mehr mit den Lizenzbestimmungen der App Stores kollidiert. Auch der Quellcode wurde bereits für entsprechende Portierungen vorbereitet.

Wenn man die neue Version von VLC zum ersten Mal startet, wird einem vor allem die aufgeräumte Oberfläche ins Auge fallen. Die vielen einzelnen Fenster, die man aus früheren Versionen kannte, werden nun in einem einzelnen vereint. Dadurch sind wichtige Funktionen nun schnell erreichbar, ohne dass man sich durch zahlreiche Menüs zu kämpfen muss. Die linke Seite des Hauptfensters beherbergt nun eine Seitenleiste, wie man sie bereits aus iTunes oder iPhoto kennt. Dort findet man z.B. Wiedergabelisten, die eigene Medien-Bibliothek sowie gespeicherte Internetstreams oder erkannte Netzwerkgeräte. Leider kann VLC nicht auf z.B. die bestehende iTunes- oder iPhoto-Bibliothek zurückgreifen, wer dort also bereits alles sortiert hat, muss dies bei VLC gegebenenfalls noch einmal tun. Die Medien auf dem eigenen Rechner stellt VLC in einer übersichtlichen, aber unschönen alphabetisch sortierten Liste dar. Albumcover oder Vorschaubilder von Videos und Filmen werden nicht angezeigt, weswegen vor allem die Navigation durch die eigene Fotobibliothek umständlich ist. Nutzer von OS X Lion dürfte freuen, dass nun der systemeigene Vollbildmodus unterstützt wird.

Da der VLC aber seit jeher den Fokus auf die Funktionen anstatt eine schicke Bedienungsoberfläche legt, hat er auch in der neuen Version vor allem unter der Oberfläche dazugelernt. Neu sind Codecs für Prores 422 sowie 4444 und Verbesserungen bei H.264 und mkv-Containern. Besonders hervorzuheben ist jedoch die experimentelle Unterstützung von Blu-Rays auf dem Mac. Bisher sind Mac-Nutzer noch nicht in den Genuss von Blu-Rays gekommen, weder Seitens Apple, noch anderer Hersteller. VLC 2.0 umgeht nun bisherige technische Hürden, sodass zumindest die Kernfunktionen einer Blu-Ray dargestellt werden können. Zudem können Untertitel nun beliebig auf dem Bildschirm platziert und auch in Form und Größe an individuelle Bedürfnisse angepasst werden. Laut Aussagen der Entwickler wurden in der aktuellen Version hunderte kleine Fehler behoben, die das Medien-Erlebnis bisher trüben konnten.

Erhältlich ist VLC weiterhin kostenfrei für Macs ab OS X 10.5 sowie Windows- und Linux-PCs auf der Homepage der Entwickler, welche sich übrigens immer über eine Spende für ihre ambitionierte Arbeit freuen.

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4 Kommentare

  1. freut mich (:

  2. find ich gut… nur ob es in zukunft noch hilfreich wird wenn man sich nichts mehr runterladen kann durch acta bleibt fraglich…

  3. Ich nutze VLC sehr regelmäßig. Ist nicht unbedingt mein Standardplayer, dass ist eher der Media Player Classic. Aber der VLC ist zum abspielen von bestimmten Formaten einfach der beste und nicht mit unnötigen Design verhunzt. Freue mich schon wenn er wieder auf iOS kommt.

  4. Ich benutze VLC Player seit Jahren nur noch. Für mich der beste da er nahezu alles abspielt!