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Staatsanwaltschaft Kalifornien setzt besseren Datenschutz durch

Wie die Süddeutsche-Online berichtet, konnten sich die 6 großen IT-Unternehmen unserer Zeit nun darauf einigen, bessere Datenschutzbestimmungen im Sinne des Kunden zu etablieren. Auch wenn diese Zusammenkunft auf Drängen der Justiz zustande kam, zeigt man sich über diese Entwicklung in der Branche sehr erfreut.

Vor Allem drei Neuerungen bringt die Einführung der Datenschutzrichtlinien der kalifornischen Gesetzgebung:
In erster Linie, soll der Endnutzer mobiler Geräte selbstständig in den Sicherheitseinstellungen des Browsern mit einem Klick Dienste wie Cookies deaktivieren können. Dies geht auf die in den letzten Tagen ausgeartete Tracking-Cookie-Affäre des Internetriesen Google zurück, das die Begrenzungen des iOS umging, da Apple dafür im Betriebssystem keine  Funktion zur Legitimierung vorsah.

Als Zweites rügt der Gesetzesentwurf im Sinne des Datenschutzes auch die unautorisierten Zugriffe eines Programmes auf auswärtige auf dem Device befindliche Daten, wie es vor einigen Tagen geschah, als gewisse Software unaufgefordert die Kontaktliste in das Netzwerk Path lud. Zuletzt ist verpflichtend geplant, auf den Devices einen Kanal für Nutzerbeschwerden zu etablieren, wozu ausdrücklich und hauptsächlich gehöre, den Anwender über die Art der gesammelten Daten zu informieren, und sie über die Nutzung dieser aufzuklären. Die Generalstaatsanwältin Kampala Harris äußerte sich in ihrer Stellungnahme hierzu wie folgt:

Ihre Privatsphäre sollte nicht das Nutzungsentgelt für mobile Applikationen sein, doch immer öfter ist es das. Diese Vereinbarung stärkt den Schutz der Privatsphäre für kalifornische Kunden und Millionen [anderer] Menschen auf dem Globus, die mobile Anwendungen nutzen. Wenn wir sicherstellen, dass [auch] mobile Programme Datenschutzrichtlinien haben, können wir mehr Transparenz schaffen und dem mobilen Nutzer eine informationsbasierte Kontrolle darüber geben, wer Zugriff auf ihre persönlichen Informationen hat, und was mit diesen geschieht.
Orginalmeldung (engl.)

Tatsächlich ist dieses Gesetz rein rechtlich gesehen nur in Kalifornien einschlägig, doch angesichts dessen, dass die drei der sechs größten IT-Firmen nun einmal dort ihren Sitz haben (Apple, Google, HP – die anderen sind Microsoft, Blackberry RIM und Amazon), könnte sich dies auf Smartphonenutzer auf der ganzen Welt auswirken, wenn nicht extra für das Ausland ein modifiziertes Betriebssystem ausgearbeitet wird. Doch in den Medienberichten heißt es, die Unternehmen seien gerne bereit zu kooperieren; kein Wunder bei der Presse der letzten Tage, und dem Fakt, dass es nun ein Gesetz ist.

Die Änderungen werden für Google ab März ersichtlich werden, was sich ab dann in zusammengeführten Bestimmungen aller Angebote (Google, Youtube, Blogger etc.) zeigen wird. Wann, und ob, sich jedoch irgendetwas im hier im deutschen Raum tun wird bleibt abzuwarten. Zumindest Apple jedoch kündigte an, unerlaubte Zugriffe eines Programms auf andere Software mit dem nächsten iOS-Update nicht mehr zuzulassen.

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2 Kommentare

  1. Diese erzwungen Änderung finde ich gut. So hat man mehr Kontrolle über seine Daten und gibt diese nicht unbemerkt weiter. Aber ich befürchte, dass der Nutzer durch die Änderung mit zu vielen Fragen in der Einrichtung bombardiert wird, womit viele User nichts anfangen können und es viele dann als zu kompliziert empfinden.

  2. Ich sag’s Immerwieder. Wer so extremen Wert auf datenschutz legt dürfte weder smartphone noch Internet besitzen. Wer eins davon hat muss damit leben können. Zumal viele auch noch schreien Datenschutz hin und her aber auf Facebook dann ihr Tagebuch veröffentlichen :D