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Das Retinadisplay im MacBook ist für Apple mit rund 100 Dollar Mehrkosten verbunden

Eines der Keyfeatures sowohl des neuen iPads als auch des iPhone 4s ist das Display. Die hochauflösenden Retinadisplay haben neue Maßstäbe für die Displays von mobilen Geräten gesetzt. Dieses Keyfeature will  Apple nun auch auf die MacBook Reihe und eventuell auch auf den iMac transportieren. Die neuen MacBook Pro Modelle mit Retinadisplay werden zur WWDC 2012 erwartet. Ob das Retinadisplay auch den Sprung zu den neuen iMac-Modellen schaffen wird ist fraglich. In jedem Fall wird das MacBook Pro mit den superscharfen Displays für Appe in der Herstellung teurer.

Entsprechende Displays bereits verfügbar

Der Begriff „Retinadisplay“ steht nicht für eine bestimmte Displaytechnologie, sondern lediglich für Displays mit besonders hoher Auflösung. Laut einem Bericht von CNET (engl.) geht der DisplaySearch-Analyst Richard Shim davon aus, dass entsprechend auflösende Displays sowohl für die in der Größe 13,3 Zoll als auch in 15,4 Zoll bereits bei verschiedenen Herstellern verfügbar sind.

Displays mit hoher Auflösung wurden durch Apple zu einem gefragten Feature, so Shim in einem Interview:

What's clear is that Apple's pushing it. They're pushing panel makers to come out with higher resolution panels because they've created a market demand for it, starting with their phones, now going to their tablets. Now what we're seeing in the supply chain is that they're going to move that to their notebooks, and it's becoming a premium feature.

Die Nachfrage nach hohen Auflösungen entstand laut Shim also dadurch, dass die Kunden an Apples iPhone und am neuen iPad gesehen haben, was für einen Qualitätsunterschied die Auflösung machen kann. High Resolution Displays wurden so zu einem Premiumfeature.

 

Qualität hat ihren Preis

Dieses Premiumfeature hat seinen Preis. Shim bot folgende Kalkulationen für das 13 und 15 Zoll MacBook an:

  • Das 13 Zoll MacBook würde mit einer Auflösung von  2,560 x 1,600 Pixeln eine Pixeldichte von 220 PPI haben. Zum Vergleich: Das MacBook Air hat in der 13 Zoll-Version momentan eine Auflösung von 1440 x 900 Pixeln mit einer Pixeldichte von 127 PPI. Das hochauflösende Display würde Apple 134 US-Dollar statt bisher 69 Dollar kosten.
  • Das 15 Zoll MacBook bräuchte eine Auflösung von 2880 x 1800 Pixeln um 220 PPI zu erreichen. Das aktuelle MacBook Pro 15 Zoll hat eine Auflösung von 1440 x 900 Pixeln bei 110 PPI. Der Preis würde hier 160 Dollar gegenüber den bisher veranschlagten 68 Dollar betragen.

Shim machte keine Aussage darüber, wer als Zuliefererfür die neuen Displays sein wird. In Frage kämen Samsung, LG Display oder Sharp, welches mit seinen IGZO-Displays (Indium Gallium Zinc Oxide) eine Lösung mit kleineren Transistoren, die in lichtdurchlässigeren Displays resultieren anbietet. Sharps IGZO-Displays sind effizienter als die Konkurrenz, waren aber bei der Produktion des neuen iPads noch nicht in ausreichender Menge verfügbar. Ob sich das geändert hat, wird die WWDC zeigen.Die Verwendung dieser Displays würde auch in dünneren Geräten resultieren.

 

Kostenweitergabe an den Kunden?

Die für den Kunden interessanteste Frage ist wohl, ob Apple die entstehenden Mehrkosten an den Entabnehmer weiterreichen wird oder ob das Preisniveau der MacBook Pro Reihe gleich bleibt. Grund zur Hoffnung gibt die Tatsache, dass Apple beim Sprung auf das Retinadisplay für die iOS-Geräte den Preis verglichen zum Vorgängermodell beibehalten hat. Allerdings war hier der Preisunterschied, den Apple selber für die Displays zahlen musste auch geringer. Ob Apple diese Politik auch bei den MacBook Pro Modellen mit Retinadisplay beibehalten wird, wird die Zukunft zeigen.

 

Was ist mit euch? Wäre ein MacBook Pro mit 15 Zoll-Retinadisplay euch 100 Dollar Aufpreis wert?

Das Retinadisplay im MacBook ist für Apple mit rund 100 Dollar Mehrkosten verbunden
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9 Kommentare

  1. Mir wäre das das auf jeden Fall wert. ich denke aber das Apple das nicht auf den Käufer übertragen wird.

  2. Ich würde ihn auch Zahlen!
    Aber bei Apple war es schon die ganze Zeit so dass das Nachfolgemodell immer den selben Preis wie das alte hatte.
    Ich denke nicht das sie das ändern!

  3. ganz ehrlich ich bräuchte es nicht :D

  4. themanwhochangedtheworld

    100 Euro wäre mir ein Retinadisplay lockert wert. Ich bin immernoch jeden Tag von Display des iPhones fasziniert und hoffe wirklich sehr das Apple auch bei den MacBooks den Schritt Richtung Retina macht.

  5. Also ich würde mir es erstmal anschauen und dann urteilen.

    Denke auch nicht das Apple die vollen Kosten an die Kunden weiter geben wird, wenn überhaupt…

    100 Dollar sind knapp 80€, ich denke das man ca. 50€ Aufpreis zahlen müsste und das würde völlig in Ordnung gehen!

  6. Sylvia Tanneberger

    Ich hatte mir bewusst schon ein 15″ MacBook mit der etwas höheren Auflösung von 1680×1050 Pixeln gekauft. Ein Retina-Display mit 2880×1800 Pixel würde damit also ein Rückschritt sein, da es ja effektiv bei der Auflösung von 1440×900 Pixeln bleibt. Nur die Bildauflösung ist besser. Da warte ich ab, bis ein auch 15″ MacBook mit 3360×2100 Pixeln gibt. Das würde dann der effektiven Auflösung entsprechen, die ich derzeit habe. Dann würde ich auch gerne einen etwas höheren Preis bezahlen.

  7. Also mir wäre es das auch wert mein erster Mac super wenn das kommen würde

  8. Ich würde es auch nehmen!
    @Sylvia, da hast Du was falsch verstanden, im Gegensatz zu den IOS Geräten ist die Auflösung bei den os x Geräten dynamisch. Du hättest also sehr wohl eine deutlich höher Auflösung als jetzt.

  9. denke nicht das apple den preis 1zu 1 an den kunden weitergeben wird.
    die ~80€ mehrpreis wären aber gerechtfertigt für ein weit aus besseres display.

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