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Auch der Kurs der Apple-Aktie ist anfällig: 2,2 Prozent wegen einer Rede

Erst gestern berichteten wir euch von dem Kurseinbruch, den die Samsungaktie auf ein simples Gerücht bezüglich der Kundschaft von Apple hin erlebte. Die Aktie brach innerhalb von kürzester Zeit soweit ein, dass Samsung einen Wertverlust von 10 Milliarden US-Dollarn hinnehmen musste. Ein Ereignis vom Mittwoch zeigt nun, dass auch die Apple-Aktie (AAPL) extrem anfällig für die Aussagen von Analysten ist.

Kurseinbruch wegen weniger Sätze

Wer den Kurs der Apple-Aktie an der New Yorker Börse am Mittwoch verfolgte, der konnte geradezu zusehen, wie der Graph gegen 3 Uhr nachmittags um satte 2,2 Prozent einbrach. Dies geschah kurz nachdem der Analyst Jeffrey Grundlach von Double Line Capital auf einer Konferenz von Hedge Fond Managern seine Analyse bezüglich der Zukunft der Fruit Company bekanntgab.

Grundlach zweifelte an, dass Apple in der Lage sei, die momentan starke Begeisterung bei den Kunden über längere Zeit aufrecht zu erhalten. In Referenz auf die Schlangen, die bei jedem neuen iOS-Gerät vor den Apple Stores entstehen sagte er:

I just wonder how many people will queue up around the block for an iPad 87.

Grundlach bezweifelt also, dass Apple die Kunden weiterhin mit jedem neuerscheinenden Gerät derart begeistern kann wie es beim iPhone 4s und neuen iPad der Fall war.

Nach dem Auftritt war der Kurs der Apple-Aktie erstmals seit langer Zeit wieder bei unter 540 US-Dollar. Der Abfall des Kurses war eine starke Stufe in dem weitaus weniger steilen Abwärtstrend, dem die Aktie seit Anfang April unterliegt. Seit dieser Zeit verlor Apple ca. 96 Milliarden Dollar an Marktwert. Die Aktie fiel seit ihrem Höchststand von 644 US-Dollar am 9. April um 15 %.

 

Erholung nach Gegendarstellung

Genauso schnell wie sie gefallen war erholte sich die Aktie auch wieder. Interessanterweise steht auch die Erholung in direkter Korrelation zu dem Auftritt eines Analysten vor den Hedge-Fond-Managern. Der Analyst David Einhorn von Greenlight Capital brachte eine Gegendarstellung zu Grundlachs Meinung, in der er darauf hinwies, dass Apple kein jährliches Hitprodukt nötig habe um seinen Wert zu erhalten:

[That] assumes that Apple is a hardware company. It’s not. Apple is a software company. Its value comes from iOS, the App Store, iTunes and iCloud.

Es handele sich bei Apple nicht um eine Hardware-, sondern um eine Softwarefirma. Der wahre Gewinn von Apple käme von iOS, dem App Store, der iCloud und iTunes.

Nach dieser Aussage stieg die Aktie wieder etwas, um schließlich mit einem Tagesminus von 1,3 % bei 546,08 Dollar zu schließen.

Dieser Kursslalom verdeutlicht einmal mehr, wie anfällig der Aktienmarkt für Spekulationen ist. Vor der richtigen Gruppe von Menschen ausgesprochen können wenige Worte ein hohes Gewicht haben.

Der kontinuierliche Abwärtstrend der Aktie seit Anfang April schürt auch die unterschwellige Befürchtung unter Marktbeobachtern, dass die Voraussage, die Apple-Aktie werde in wenigen Jahren 1000 Dollar erreichen, etwas verfrüht war. Allerdings muss man sehen, dass Aktienkurse immer gewissen Schwankungen ausgesetzt sind und ein Abwärtstrend von einem Monat noch keine Katastrophe darstellt.

 

Quelle: CultofMac (engl.)

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3 Kommentare

  1. Da sieht man gleich mehrere Dinge. 1. Wie überflüssig Analysten sind. Eigentlich sind sie nichts anderes als die legitimen Nachfolger derer die vor hunderten von Jahren über die Jahrmärkte und Volksfeste durch die Lande zogen um sich als Wahrsager und Hellseher zu verdingen. Letztere hat man jedoch gern mal geteert und gefedert wenn ihre Vorhersagen nicht eintrafen und man ihrer noch Habhaft werden konnte.
    2. Die „Märkte“ oder genauer die Marktteilnehmer sind hypernervös, so das selbst Kleinigkeiten Kursveränderungen auslösen können, selbst wenn diese auf Spekulationen beruhen.
    3. Apple ist eine Firma wie jede andere auch. Es gibt immer Up- und Down-Bewegungen. Was am Ende zählt ist das Produkt und sein Erfolg.

  2. @BlueFalcon
    Volle Zustimmung!
    Und weiter sieht man daran auch, dass diese Marktteilnehmer, die oft nur noch aus Rechnern bestehen, vollkommen verblödet sind („Spliff“: „Computer sind doof“) und die „Märkte“ mit der Realität schon lange nichts mehr zu tun haben. Schade, dass heutzutage diesen Märkten soviel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Man sollte auf der ganzen Welt sie mal einen Monat lang in allen Medien etc. einfach ignorieren.

  3. Wer Analysten eine Plattform bietet ist selber schuld, die verdienen ihr Geld doch nicht mit der Qualität ihrer Einschätzungen sondern mit der Macht die entsteht wenn vollpfosten mit zu viel Geld auf ihre Räte hören..