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Apple fühlte sich von Spotify bedroht

Ungewöhnliche Einblicke in die Musikindustrie: Auf der D10-Konferenz äußerte sich Sean Parker, Director beim Streaming-Dienst Spotify, nun zu den Gerüchten rund um das Verhältnis von Apple zu Spotify. Dabei bestätigte er, dass Apple sich aktiv vom jungen Streaming-Service bedroht gefühlt haben scheint. Auch auf den Unterschied zu Apples iTunes ging Daniel Ek kurz ein.

Interessantes gibt es auf der D10-Konferenz, die vom Online-Blog ‚AllThingsD‚ veranstaltet wird, immer zu hören. Dort treffen nicht nur fachkundige Blogger, sondern auch Chefs von großen Internetdiensten aufeinander und plaudern munter über aktuelle Themen. So waren es nun Sean Parker und Daniel Ek, Spotify-Mitgründer, die überraschend offen über ihren Online-Dienst gesprochen haben. Sean Parker hat bereits einige eindrucksvolle Stationen passiert: Nachdem er als Napster-Mitgründer und Facebook-Wegbereiter Erfahrungen sammeln konnte, ist Sean Parker nun Chef von Spotify. Spotify ist in den letzten Monaten besonders durch eine Integration in Facebook bekanntgeworden und mausert sich zu einem auch in Deutschland und Europa gefragten Service.

Auf eine Frage von AllThingsD-Journalist Walt Mossberg, warum Apple mit iTunes und etwa 30 Millionen angebotenen Songs eine maßgeblich größere Musikbibliothek besitze wie Spotify, antworteten die Vertreter des Streaming-Dienstes ausweichend. Auf Spotify seien aktuell etwa 18 Millionen Lieder verfügbar. Laut Daniel Ek kämen täglich 10.000 bis 20.000 Songs hinzu. iTunes biete zwar mehr Musik an, allerdings würden dort Ek zufolge nur wenige Titel auch tatsächlich gekauft. Bei Spotify sei dies anders: Den Angaben des Spotify-Mitgründers Ek würden die Nutzer etwa 80 Prozent aller im Katalog angebotenen Titel auch tatsächlich gehört werden.

Spannend wurde es auch bei der Frage nach dem Verhältnis zu Apple generell. Schon vor einiger Zeit munkelte man, Apple wollte den Start von Spotify verhindern, da man sich durch das damals noch kleine Unternehmen bedroht fühlte. Daniel Ek reagierte auf die Frage von Mossberg laut winfuture sehr distanziert. Nicht so Sean Parker, der ein wenig aus dem Nähkästchen plauderte. Demnach hätte Spotify insgesamt zweieinhalb Jahre mit Plattenfirmen in Verhandlungen gestanden und zwischenzeitlich immer wieder Hinweise aufgeschnappt, dass auch Apple eingeweiht war. Man ging damals scheinbar davon aus, Apple könne aktiv Schritte gegen Spotify einleiten. Die Musikindustrie sei insgesamt geschrumpft und sehr klein. Nur eine Handvoll Leute würden das Platten-Business leiten und diese sprächen sich dauerhaft miteinander an. Man habe, so Parker weiter, „definitiv“ den Eindruck bekommen, dass Apple sich von Spotify bedroht fühle. Allerdings sei Spotify für Apple schlussendlich wohl aber zu unwichtig gewesen. Das Spotify-Angebot sei nur ein kleiner Teil des Apple-Angebotes.

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Ein Kommentar

  1. Bis vor kurzem habe ich von diesem Dienst noch nie etwas gehört. Nachdem ich mir jetzt in Wikipedia die Beschreibung angeshen habe, weiß ich auch warum: Der Dienst intereesiert mich überhaupt nicht und ist mir vile zu kompliziert gestaltet. Man muss ein Facebook Konto haben, dort ein Konto, Zeitguthaben etc. Alles Blödsinn. ich möchte meine Musik kaufen und dann habe ich die für immer und sie gehört mir. Dieser Streaming und soziale Dienste Unsinn wird bald der Vergangenheit angehören. Facebook macht’s an der Börse gerade vor….