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Steve Wozniak trifft auf den Gründer von Megaupload Kim Dotcom

Kim Dotcom – mit bürgerlichem Namen Kim Schmitz – dürfte den meisten von euch ein Begriff sein. Der Unternehmer gründete nach verschiedenen illegalen Geschäften den One-Click-Hoster (OCH) Megaupload. Wie die meisten OCHs wurde dieser hauptsächlich von Content-Piraten genutzt, um illegale Kopien copyrightgeschützter Inhalte zu verteilen. Dieser Umstand in Zusammenhang mit der Werbepolitik des Unternehmens führten Anfang 2012 zu dem größten bisher dagewesenen Bust gegen die Content-Piraterie, bei der Kim Schmitz neben drei weiteren Personen in Neuseeland verhaftet wurde. Dotcom kam auf Kaution wieder frei und wurde nun via Instagram zusammen mit Apples Mitgründer Steve Wozniak gesichtet.

Woz als Unterstützer von Kim Dotcom?

Dotcom dankte auf seinem neuen Twitteraccount @kimdotcom seinen Unterstützern, zu denen scheinbar auch Wozniak gehört. Mit dem Foto zusammen dankte Dotcom Wozniak auch für dessen Unterstützung der EFF (Electronic Fountier Foundation). Im Original heißt es:

MegaWoz. Great guy & supporter of EFF. EFF is helping to give Mega users their files back. Thanks Woz & EFF.

In einem Interview mit torrentfreak.com (engl.) sagte Dotcom weiter über Woz:

Woz came to see me at my house when I was still on house arrest. He is such a great legend and totally supportive.

Momentan hat Kim Dotcom ein neues Projekt am laufen. Es hört auf den Namen MegaBox und ist ein Cloud-Musikdienst, mit dessen Hilfe die Einnahmen für Musik an der Musikindustrie vorbei direkt an den Künstler geleitet werden sollen.

Gleichzeitig läuft ein Auslieferungsantrag gegen ihn, den die USA an die Neuseeland gerichtet haben. Bei einer Verurteilung in den Vereinigten Staaten erwarten Kim Dotcom für die ihm vorgeworfenen Urheberrechtsverletzungen bis zu 20 Jahre Haft.

Wozniak steht scheinbar nicht mit den Projekten von Kim Dotcom in Verbindung, er ist lediglich ein „Unterstützer“. Auf eine Anfrage von Ars Vivendi (engl.), die als erstes über die Begegnung berichteten, hat Steve Wozniak bisher noch nicht geantwortet.

Wie steht ihr persönlich zum Thema Internet-Piraterie respektive Filesharing? Und wie findet ihr es, dass Steve Wozniak einen Mann, dem diesbezüglich schwere Vorwürfe gemacht werden, scheinbar öffentlich unterstützt?

 

Steve Wozniak trifft auf den Gründer von Megaupload Kim Dotcom
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7 Kommentare

  1. Was ist eigentlich mit den Werbetreibenden die MegaUpload als Werbeplattform intensiv genutzt haben? Müssten die nicht mindestens so am Pranger stehen wie die MegaUpload-Leute? Selbst dem Naivsten musste klar sein das bei OCH eine Vielzahl illegaler Content zum Abruf bereit steht, spätestens wenn dort Kino-Blockbuster vor der eigentlichen Kino-Premiere zu finden waren. Aber das störte die Werbetreibenden nicht im geringsten. Somit wären sie doch eigentlich als Unterstützer/Helfer bei dem illegalen Handeln mit dran, oder nicht? Schließlich ist ein Fluchtwagenfahrer auch dran, obwohl er eigentlich nichts verbotenes gemacht hat sondern nur ein Fahrzeug von a nach b bewegte in dem dann Leute saßen die die eigentlich kriminelle Tat verübten.

    Das generelle Problem ist das die Content-Anbieter (Musik, Film, TV) sich nie (und auch noch nicht) auf die sich verändernden Bedingungen durch die digitale Welt und das globale Internet eingestellt haben. So werden Fan-Subber verfolgt weil sie zum Beispiel japanische Anime mit Untertitel in Landessprache versehen und bei Youtube und Co. den Fans zur Verfügung stellen. Das es diese Videos legal sonst nirgends zu sehen gibt in dem Land/Kontinent, und die „Rechteinhaber“ eigentlich nur die Verwertung im Heimatmarkt wie Japan betreiben wird ignoriert. Es entsteht ihnen kein eigentlicher Schade, aber dennoch wird ein solcher geltend gemacht obwohl sie den vorhandenen Markt ignorieren.

  2. Die Unterstützung ist doch ok.
    Es gibt hunderte von Sharehostern, allesamt sind nur halblegal. Warum wurde Kim durch die Mangel gedreht? Nicht weil er mit MEGAUPLOAD evtl. halblegale Sachen machte sondern weil er mit der MEGABOX der Musikindustrie ans Bein pisst. Und genau die MI hat über das FBI die Anschuldigungen losgetreten.
    Ein „Dubiosen“-Aufdecker wird ja jetzt auch wegen Kindesmisshandlung angeklagt. Das ganze erinnert irgendwie an den Film „Der Staatsfeind Nr. 1“. Und genau so ist es.

  3. Die Unterstützung ist sehr wichtig, selbst Google hat sie, wenn ich mich richtig erinnere, unterstützt. Ähnlich damals auch bei hotfile. Letztendlich sind diese Dienste nichts anderes als Dropbox, Gdrive und co. Letztendlich sind diese alle vom DMCA geschützt und wenn dieses kippen sollte sind auch die oben genannten Dienste in Gefahr.

  4. Mir geht es weniger um die Unterstützung der Dienste, sondern der Person Kim Dotcom. Neben Megaupload und MegaBox hat der in seinem Leben schon so einige Projekte durchgeführt. Die meisten davon waren eben etwas mehr als nur „halblegal“.

  5. @Gerd
    Endlich mal jemand der die Sache verstanden hat!

  6. @ Alex
    Wie die Machenschaften von tausenden anderen so genannten Geschäftsleuten eben auch.
    Bankenkrise schon vergessen? Verzocken von Milliarden ist nicht so schlimm wie Filehosting?…

  7. Darauf könnte ich dir jetzt eine sehr juristische Antwort geben, aber das erspar ich uns beiden.

    Mir ging es nie ums Filesharing, sondern darum, dass Kim Dotcom in der Vergangenheit Kreditkartenbetrug im großen Stil etc. nachgewiesen wurde. Ich würd mich mit dem Mann nicht in der Öffentlichkeit zeigen…

    Wie gesagt: Punkt ist nicht der MU-Bust, sondern die gesamte Geschichte dieses Mannes…

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