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iPad mini: Das Display bleibt hinter der Konkurrenz zurück [Kindle Fire HD, Nexus 7]

Mit dem iPad mini hat Apple ein iPad für diejenigen vorgestellt, denen das große iPad zu groß und zu teuer für die tägliche Nutzung ist. Der kleine Bruder des iPad braucht sich technisch nicht hinter dem 10 Zoll Modell verstecken. Das Display allerdings bleibt hinter dem des Retina-Ipad zurück. Mit nur 1024 x 768 Pixeln Auflösung und einer Pixeldichte von 163 ppi hat das Display des iPad mini im Vergleich zum Retinadisplay im iPad eher spärliche Spezifikationen. Wie ein ausführlicher Testbericht von Dr. Raymond Soneira von DisplayMate feststellt, zieht das iPad mini auch gegenüber der direkten Konkurrenz von Google und Amazon den kürzeren.

iPad mini

Schwächeres Display aus Kostengründen und praktischen Erwägungen

Raymond Soneira ist bekannt für sein Know-How im Bereich der Displaytechnik. In seinem „iPad mini Display Technology Shoot-Out“ lässt er das kleine iPad gegen das Kindle Fire HD von Amazon sowie das Google Nexus 7 antreten.

Die Tests fanden in einem Labor, also unter kontrollierten Bedingungen statt und umfassten sowohl Displayanalysen als auch Testbilder. Mit diesen Mitteln wurden Faktoren wie Displayreflexion, Helligkeit, Farbdarstellung und -intensität, Blickwinkelumfang sowie der Stromverbrauch und die Laufzeit im Batteriebetrieb untersucht.

Am meisten diskutiert wird die geringe Auflösung und die daraus resultierende Pixeldichte des iPad mini Display, da dies sowohl für die Kunden als auch für das Marketing ein wichtiger Faktor ist. Um die 264 ppi des iPad zu erreichen, hätte ein im Verhältnis zum Verkaufspreis des iPad mini teures und aufwendig zu produzierendes Display eingesetzt werden müssen. Hinzu kommt, dass die Programmierung von iPad-Apps auf 1024 x 768 Pixel oder 2048 x 1536 Pixel optimiert ist.

Im direkten Vergleich ist das iPad mini das Tablet mit der geringsten Pixeldichte. Seinen 163 ppi stehen 216 ppi beim Kindle Fire HD und Nexus 7 entgegen.

Verlierer in den Schärfetests

Aus der Pixeldichte folgt fast zwangsläufig, dass das iPad mini in den Schärfetests das Schlusslicht ist. Soneira schrieb über die Displayschärfe:

While screen Resolution gets lots of attention from both consumers and marketers – it’s really only critical for providing visually sharp text – but that applies for most applications running on a Tablet. The $199 Amazon Kindle Fire HD and Google Nexus 7 both have considerably sharper displays with 216 Pixels Per Inch, and they both delivered considerably sharper text.

Textdarstellung ist ein wesentlicher Faktor vor allem für Tablets. Die beiden Konkurrenztablets zeigten sich hier von einer besseren Seite als das iPad mini. Soneira stellt weiter da, dass Apple sub-pixel rendering hätte einsetzen können, um die Schärfe zu verbessern.

Reflexionen, Helligkeit und Kontrast

Vor allem im Bereich Reflexionen muss Apple Federn lassen. Das iPAd mini reflektiert 53 Prozent mehr Umgebungslicht als das Nexus 7 und zumindest noch 41 Prozent mehr als das Kindle Fire HD. Damit hat das iPad mini das „blendendste“ Display im Test. Auch die Bereiche Helligkeit und Kontrast lassen das kleine iPad nicht gut darstehen. Soneira gibt ihm in beiden Bereichen eine gatte 2 im Schulnotensystem, während die Konkurrenz jeweils eine 1- erhielt.

iPad mini im Mittelfeld bei der allgemeinen Bildqualität

Was die Bildqualität an sich angeht, so kann das iPad mini das Nexus 7 in die Tasche stecken. Googles Tablet erhält eine 2- wegen ausgewaschen erscheinenden Farben, während das iPad mini eine glatte 2 erhält. Das Kindle Fire lässt hier mit einer 1- die Konkurrenz hinter sich.

Nicht die gewohnte Apple-Qualität

Im Ergebnis kommt Soneira zu der Ansicht, dass das iPad mini zwar ein solides Tablet ist, aber im Vergleich zu Apples großem iPad nicht die Qualität aufweist, die man von der Fruit Company gewöhnt ist. Er bemängelt Apples Entscheidung, von dem Grundsatz abzuweichen, immer das beste oder zumindest ein exzellentes Display zu verbauen und sagt:

Some of this results from constraints within the iPad product line, and some to realistic constraints on display technology and costs, but much of it is due to a number of poor choices and compromises.

Neben den technischen Restriktionen waren es laut Soneira also eine Reihe schlechte Entscheidungen und Kompromisse, die zu dem schlechteren Display führten.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt übrigens auch Thiemo in unserem iPad mini Review. Auch für ihn stellt das Display einen der Schwachpunkte des iPad mini dar.

(via Apple Insider)

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6 Kommentare

  1. Mecker ja relativ selten über Apple aber ein Retina hätte schon verbaut werden müssen…

  2. Das wird sich Apple nicht lange sagen lassen. Das nächste Mini hat dann ein Retina Display.

  3. naja wenn die so weiter machen verkaufen die bald eh nix mehr
    wir meiner meinung nach eh immer mehr zu einer abzocker firmer, nur weil die zu wenige iphones verkaufen meinen die andere kosten anzuziehen …. weis ehrlich gesagt auch garnet warum mn sich sowas kauft
    naja einmal gekauft 2wochen gehabt und wieder verkauft und das muss ja schon was heißen

  4. … ist doch klar, was dahinter steckt: das iPad mini S – mit Retsina-Display und genügend offenen Baustellen, um noch weitere 10 neue Dinger bauen zu können. Warum denn alles auf einmal verballern? Solange die Leute geil drauf sind und doof genug, es direkt zu kaufen…

  5. Da das Display in der Auflösung dem iPad 2 entspricht ,ist sie beim kleineren Formfaktor des Mini in der Praxis immer noch gut genug .
    Laborwerte sind nicht alles .
    Wichtig ist ja auch , das im Gegensatz zum Fire HD und zum Nexus die Apps angepasst sind ,da ist bei Android die Auswahl Tablet-optimierter Apps wesentlich geringer .
    Wer schon ein iOS-Device sein eigen nennt ,kann seine gekauften Apps problemlos weiterverwenden .
    Also ,technische Daten sind das eine ,das Gesamtpaket ,also die “ Usability „ist entscheidend und hier kann Apple punkten .

  6. Warum alle so negativ.
    Apple hatte nur zwei möglichkeiten um nicht schon wieder alle programmierer dazu aufzufordern quasi neue apps zu produzieren. Entweder die Pixelanzahl vom 3 er bzw 4er oder das vom 2er. Für letzteres hat sich Apple entschieden. Da es ziemlich schwierig ist das retina in 9,7″ auf 7,9″ zu minimieren das sind ca 20% und das wiederum ist ne menge.

    Bitte denkt doch erstmal darüber nach bevor wieder nur gemeckert wird