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iOS: Warum wir in iOS 7 wahrscheinlich weniger Skeuomorphismus sehen werden

Auch wenn das Wort die wenigsten kennen dürften: iOS-User haben täglich mit Skeuomorphismus zu tun. Denn so bezeichnet man den Designstil, der an einen bekannten Gegenstand erinnert, aber für das eigentliche Produkt, in dem sie zum Einsatz kommen, nicht mehr nötig ist. Das UI der Kalender-App in iOS und OS X sowie das hölzerner Design vieler iOS-Apps sind Beispiele, bei denen Apple auf Skeuomorphismus setzt. Aber der Stil könnte mit iOS 7 wieder weitgehend der Vergangenheit angehören, und das hat weitestgehend zwei Gründe.

Der Weggang von Scott Forstall

Das skeuomorphe Design in Apples iOS-Apps ist auch intern bei Apple nicht unumstritten. War es angeblich Steve Jobs, der anfangs den Anstoß in diese Designrichtung gab, so war nach seinem Tod Scott Forstall derjenige, der innerhalb des Apple-Führungsteams derjenige, der das Skeuomorphismus-Lager am vehementesten vertrat. Ihm gegenüber stand Jonathan Ive, der mit seinem Industrial Design Team schon immer eher die minimalistische Designschiene vertrat.

Nachdem Scott Forstall das Unternehmen nun verlassen muss und Jonathan Ive inzwischen für alle Designfragen bei Apple verantwortlich ist, scheint es nur ein logischer Schritt zu sein, sich auch im Software-Design von skeuomorphen Elementen wegzuentwickeln. Zwar wird auch der Design-Guru Ive iOS nicht komplett umkrempeln, aber die ein oder andere Veränderung dürfen wir wohl erwarten. Das Abwenden vom Skeuomorphismus dürfte eine davon sein.

Das Retinadisplay macht Skeuomorphismus obsolet

Es gibt aber auch einen hardwaretechnischen Grund, warum Apple keinen Skeuomorphismus mehr benötigt. Auf diesen weißt John Gruber in seinem Blog hin. Das entsprechene Design diente unter anderem dazu, über die niedrige Auflösung der Displays ehemaliger iOS-Geräte hinwegzutäuschen. Das effektvolle Design lenkte dabei von der Auflösung ab. Dieser Trick ist mit dem Retinadisplay nicht mehr nötig. Die hohe Auflösung des Displays erlaubt es, auch minimalistisches schön darzustellen.

Gruber zieht hierbei eine Parallele zu der Verwendung unterschiedlicher Schriftarten auf PCs. Als man die Pixel auf seinem Monitor noch einzeln zählen konnte, waren für die elektronische Darstellung optimierte, pixelbasierte Schriftarten wie beispielsweise Chicago und Verdana notwendig. Als dann mit den neueren Systemen Technologien wie Kantenglättung und höhere Displayauflöusungen kamen, ging der Trend auch auf dem Computer zu vektorbasierten Zeichensätzen, also solche, wie sie auch im Druck verwendet werden.

Mit dem Retinadisplay werden skeuomorphe UI-Designs ebenso obsolet werden wie pixelbasierte Zeichensätze, so Gruber. Zwar ist dies ein nachvollziehbarer Grund, aber er lässt ein wenig außer Acht, dass es auch zu Zeiten des Retinadisplays noch genug User gibt, denen das Design der Kalender- oder Notizen-App unter iOS gefällt. Dennoch lässt vor allem der Wechsel der Designverantwortlichkeit im Software-Bereich den Schluss zu, dass wir auch bei Apple in Zukunft weniger von dem Design mit dem komplizierten Namen sehen werden.

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